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Mercedes-Benz 230 C (C 123)

Im März 1977 blickt die Autowelt auf das neue Coupé der Baureihe 123, die auf dem Genfer Salon ihre Weltpremiere feiert. Mit einen um 85 mm gekürztem Radstand gegenüber der Limousine erhält das Coupé eine stilistische Eigenständigkeit, die die Herzen der Kunden im Sturm erobert. Schnell kommt es zu langen Wartezeiten von der Bestellung des Fahrzeugs bis zu seiner Auslieferung.  Das hier angebotene 230 C hat den Vierzylindermotor (Motor-Typ M 115) mit einem Flachstromvergaser. Diese Modellvariante wird von 1977 bis 1980 angeboten und es entscheiden sich 18.675 Kunden für dieses Modell. Bei einem Grundpreis von DM 28.826,30 für ein 230 C ist das sicher erwähnenswert, denn der Goldbraune bekommt noch kostspielige Sonderausstattungen wie Velourspolsterung für DM 1.380,-, Leichtmetallfelgen für DM 1.035,- oder automatisches Getriebe für DM 1.620,- mit auf seinen Lebensweg. Das summiert sich laut der vorliegenden Originalrechnung zu einem Kaufpreis von DM 33.838,98. Ohne Überführung, die kostet nochmals DM 146,90…

Der erste Besitzer bestellt sein Fahrzeug im August 1977 und kann sein Coupé am 9. März 1980 in den Räumlichkeiten des Autohauses Burger, einer Vertretung der Daimler-Benz AG in Uhingen, endlich entgegen nehmen. Folgende Eintragungen hat das originale Wartungsheft:
1. Durchsicht bei Km1.400 am 18. August 1980
2. Durchsicht bei Km 7.470 am 17. März 1982
Wartungsdienst bei Km 14.800 am 07. August 1985
Pflegedienst bei Km 22.764 am 01. Juni 2015
Wartungsdienst bei 23.276 am 30. Januar 2018
Das Coupé hat ein H-Kennzeichen gem. §23 StVZO.

Mit dem Fahrzeug kommen eine vollständige Bordmappe mit Wartungsheft und Betriebsanleitungen sowie komplett ausgestattetes Bordwerkzeug. Als ergänzende Dokumentation liegen verschiedene HU/AU (Hauptuntersuchung/Abgasuntersuchung) Berichte aus den 1980er und 90er Jahren vor. Unsere autorisierte Mercedes-Benz Werkstatt hat an dem Fahrzeuge eine umfassende Durchsicht mit Pflegedienst durchgeführt und dabei auch zahlreiche Detailarbeiten durchgeführt. Vor Verkauf erhält der 230 C eine letzte Durchsicht zusammen mit einer aktuellen HU/AU.
Mit der 12 Monats Garantie von ALL TIME STARS wird das Coupé dem zukünftigen Besitzer weitere Fahrfreude bereiten, der nächste Sommer kann kommen!

Keine Haftung für Druck- und Schreibfehler.
Irrtum und Zwischenverkauf vorbehalten.

Fahrzeugdetails

230 C
C 123
C 123
1980
23.300 Kilometer
3
06.03.1980
Mercedes-Benz Museum
Collectors Edition
auf Anfrage
auf Anfrage
auf Anfrage
Ja
auf Anfrage
Preis nach §25a UStG (Differenzbesteuerung)

Technische Details

Sportwagen/Coupé
109 PS
2.307 ccm
4
2
links
Automatikgetriebe
4
Heckantrieb
Scheibenbremsen
Scheibenbremsen
Benzin
13.7 s
170 km/h
12,1 l

Individuelle Konfiguration

Goldbraun (DB 476)
Velours dattel (DB 934)
Velours
Nein
Nein
Ja
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
18.675
11.1976 / 06.1977 - 06.1980

Ausstattung

Ausstattung laut Datenkarte:
257 = Radio Europa
420 = Getriebe Automatik
430 = Kopfstützen im Fond
466 = Zentralverriegelung
502 = Aussenspiegel rechts
640 = Leichtmetallräder

Modell Historie

Modell Historie: Mercedes-Benz 230 C (C 123)

Im März 1977 wurde auf dem Genfer Salon eine Coupé-Variante der Baureihe 123 präsentiert. Die Typen 230 C, 280 C und 280 CE traten die Nachfolge der „Strich-Acht“-Coupés der Baureihe 114 an, deren Produktion zwischen Juni und August des Vorjahres ausgelaufen war. Wie bei den Vorgängertypen bestand technisch und stilistisch eine enge Verwandtschaft zur Limousine. Im Gegensatz zu den „Strich-Acht“-Coupés, die auf der ungekürzten Bodengruppe ihrer viertürigen Pendants basierten, hatte man den Radstand der neuen Zweitürer gegenüber den Limousinen um 85 mm reduziert. Diese Maßnahme ermöglichte eine stilistisch größere Eigenständigkeit der Coupé-Variante und ein im Vergleich zum Vorgänger homogeneres und insgesamt attraktiveres Design; vor allem die Heckpartie zeigte sich nun weniger dominant und vermittelte einen harmonischeren Gesamteindruck.

Fortschritte hatte man aber nicht nur im Design erzielt. Eine wichtige Verbesserung gegenüber den Vorgängermodellen war die noch stabilere Sicherheits-Fahrgastzelle mit versteifter Dachrahmen-Struktur, hochfesten Dachpfosten und verstärkten Türen. Die Energieabsorption der vorderen und hinteren Knautschzone konnte durch kontrollierte Deformationsfähigkeit von Vorbau und Heckbereich deutlich erhöht werden. Die Ausstattungsdetails der Karosserie entsprachen, soweit es Gemeinsamkeiten mit den Limousinen gab, der bei den Typen 280 und 280 E verwendeten gehobenen Ausführung: So waren alle drei Coupé-Modelle mit rechteckigen Breitband-Scheinwerfern, verchromten Lufteinlaßgittern vor der Frontscheibe und Chromleisten unter den Heckleuchten ausgestattet.

Hinsichtlich der mechanischen Komponenten glichen die Coupés vollkommen ihren viertürigen Pendants: Wie diese verfügten sie über eine Schräglenker-Hinterachse, die bereits bei den Vorgängermodellen eingeführt worden war, sowie eine Doppelquerlenker-Vorderradaufhängung mit Lenkrollradius 0. Auch die Bremsanlage hatte man unverändert von den Limousinen übernommen. Die Modellpalette umfaßte zunächst die Typen 230 C, 280 C und 280 CE. Die Motoren entsprachen exakt der in der jeweiligen Limousine verwendeten Ausführung. Im Gegensatz zu seinem Vorgängermodell war das 123er Coupé auch mit Vierzylindermotor lieferbar, dessen Leistung von 109 PS zwar kein überschäumendes Temperament versprach, aber durchaus adäquate Fahrleistungen ermöglichte.

Von einer im September 1977 hinzugekommenen Dieselvariante konnte man dies nur mit Einschränkungen behaupten; brachte es der ebenfalls von der Limousine bekannte 3,0-l-Fünfzylindermotor doch auf ganze 80 PS. Allerdings war der Typ 300 CD ausschließlich für den Export nach Nordamerika vorgesehen, wo wegen des allgemeinen Tempolimits keine Höchstleistungen von ihm erwartet wurden. Mit der Entwicklung dieses ungewöhnlichen, fast skurril anmutenden Modells hatte man das Ziel verfolgt, den sogenannten „Flottenverbrauch“, den Durchschnittsverbrauch aller in den USA angebotenen Mercedes-Benz Modelle, zu senken und damit den neuen von der US-Regierung eingeführten Verbrauchsgrenzwerten zu entsprechen. Im September 1979 konnte die Leistung des Fünfzylindermotors durch Änderungen an der Einspritzpumpe auf immerhin 88 PS angehoben werden.

Zwei Jahre später, im August 1981, wurde der Typ 300 CD nach einem Griff in den Baukasten durch den 300 CD Turbodiesel ersetzt, der stolze 125 PS mobilisierte und nach wie vor dem Export nach Nordamerika vorbehalten blieb. Erforderlich geworden war dieser Modellwechsel, der zum gleichen Zeitpunkt auch bei der Limousine erfolgte, wiederum aufgrund verschärfter Flottenverbrauchs-Grenzwerte. Um den neuen Bestimmungen zu entsprechen, wurde der USA-Export der Typen 280 E und 280 CE zum Modelljahr 1982 eingestellt, und die sparsameren Turbodiesel, die nur etwa 20 PS weniger leisteten als die abgasentgifteten 2,8-l-Benziner, fungierten als Nachfolger. Änderungen an der Motorenpalette waren aber auch bei den benzingetriebenen Modellen zu verzeichnen: Im April 1978, zum gleichen Zeitpunkt wie bei den Limousinen, konnte die Leistung des 2,8-l-Einspritzmotors durch Anhebung der Verdichtung auf 185 PS erhöht werden.

Gut zwei Jahre später, im Juni 1980, wurde der 2,3-l-Vierzylinder-Vergasermotor durch ein völlig neu entwickeltes Aggregat gleichen Hubraums ersetzt, das über eine mechanisch gesteuerte Benzineinspritzung verfügte und 136 PS mobilisierte. Damit entfiel der seitherige Typ 230 C zugunsten des 230 CE, der trotz der um 25 % höheren Leistung einen geringeren Kraftstoffverbrauch aufwies. Gleichzeitig wurde der Typ 280 C mit Vergasermotor aus dem Programm genommen.

Ab August 1980 war für alle Modelle der Baureihe 123 auf Wunsch das ABS erhältlich, im Januar 1982 kam als weitere Sonderausstattung der Airbag hinzu. Ein umfangreiches Modellpflegepaket, das im September 1982 der kompletten Baureihe 123 zugute kam, hinterließ bei den Coupés nur wenige auch äußerlich sichtbare Spuren. Die rechteckigen Breitbandscheinwerfer, auffälligstes Erkennungsmerkmal der modellgepflegten Varianten, hatten bei den Zweitürern schließlich schon von Anfang an zur Serienausstattung gehört. Von außen erkennbar waren die verbesserten Coupés nur an den nicht mehr verchromten, nun in schwarz gehaltenen Lüftungsgittern vor der Frontscheibe und gegebenenfalls an der Lackierung, falls einer von acht neuen Farbtönen verwendet worden war. An der Innenausstattung hatte man zahlreiche Detailänderungen vorgenommen.

Im August 1985 endete die Serienfertigung der 123er Coupés. In der gut achtjährigen Produktionszeit waren insgesamt 99.884 Einheiten entstanden, davon 15.509 mit Dieselmotor. Seltenste Variante der Modellfamilie wurde der 280 C mit 3.704 produzierten Fahrzeugen. Auf die Nachfolgemodelle, die Coupés der Baureihe 124, mußten Liebhaber der zweitürigen Exklusivtypen mehr als eineinhalb Jahre warten.

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Michael Henn

Leiter Fahrzeughandel ALL TIME STARS Einkauf/Verkauf

Einkauf/Verkauf

Tel. +49 176 309 212 75

E-Mail michael.henn@daimler.com