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Mercedes-Benz 240 D (W 123)

Im Januar 1976 präsentiert Mercedes-Benz die neue Baureihe 123 als Nachfolger des Millionenerfolges „Stricht-8“ (W 114/115). Doch sehr schnell tritt die neue Baureihe aus dem Erfolgsschatten ihres Vorgängers: die Kunden sind von dem neuen Auto begeistert. Es treffen viele Bestellungen im Werk ein, so dass schnell lange Wartezeiten für den Käufer eines W 123 entstehen.

Die Selbstzünder von Mercedes-Benz stehen in dem Ruf, unverwüstlich zu sein. Daher kann bei Präsentation der neuen Baureihe auch zwischen vier unterschiedlichen Dieselmotoren gewählt werden. Vom kleinsten 200 D über den 220 D, dem 240 D bis hin zum Spitzenmodell 300 D; sie decken eine Leistungsbreite von 55 PS bis 80 PS ab. Das ist für die damalige Zeit vollkommen ausreichend.

Mit dem 240 D entscheidet sich der erste und einzige Besitzer des hier angebotenen W 123 für 65 PS und damit für die goldene Mitte. Diese Motorisierung wird in 448.986 Einheiten gebaut und ist mit Abstand die am meisten verkaufte Variante bei den Dieselfahrzeugen. Und das für den stattlichen Kaufpreis von DM 21.246 (Januar 1978) – ohne Sonderausstattung wohlgemerkt.

Der weiße W 123 wird im Mai 1978 im Bezirk Sankt Pölten, Österreich erstmals zugelassen. Die Abmeldung erfolgt am 03. Juli 2014. Das originale Wartungsheft führt durchgehend die Firma Wiesenthal, Mercedes-Benz Sankt Pölten mit folgenden Eintragungen:
25.05.1978 Fahrzeugübergabe
14.07.1978 1. Durchsicht bei Km 995
03.07.1978 2. Durchsicht bei Km 5.200
21.08.1980 Wartungsdienst bei Km 9.800
11.08.1982 MB Wartung bei Km 14.995
14.08.1994 Schmierdienst bei Km 18.475

Wir haben die Limousine 2017/18 angekauft und nach Deutschland zurück überführt. Hier hat unsere autorisierte Mercedes-Benz Werkstatt das Fahrzeug intensiv technisch und optisch bearbeitet, um es wieder uneingeschränkt fahrbereit zu machen. Anschließend wurde der Fahrzeugunterboden mit Trockeneisstrahlung gereinigt und abschließend konserviert. Eine sehr aufwendige Maßnahme, aber sie steigert  nochmals die Qualität dieses außergewöhnlichen Fahrzeuges.

Mit dem Auto kommen eine vollständige Bordmappe mit Wartungsheft und Betriebsanleitung sowie komplett ausgestattetes Bordwerkzeug. Vor Verkauf erhält der 240 D eine letzte Durchsicht zusammen mit einer aktuellen Haupt- und Abgasuntersuchung (HU/AU). Mit der 12 Monats Garantie von ALL TIME STARS® wird die Limousine dem zukünftigen Besitzer weitere Fahrfreude bereiten, der nächste Sommer kann kommen!

Keine Haftung für Druck- und Schreibfehler.
Irrtum und Zwischenverkauf vorbehalten.

Fahrzeugdetails

240 D
W 123
W 123
1978
25.600 Kilometer
1
26.05.1978
Mercedes-Benz Museum
Collectors Edition
auf Anfrage
auf Anfrage
auf Anfrage
Ja
auf Anfrage
Preis nach §25a UStG (Differenzbesteuerung)

Technische Details

Limousine
65 PS
2.404 ccm
4
4
links
Schaltgetriebe
4
Scheibenbremsen
Scheibenbremsen
Diesel
24.6 s
133 km/h
9,5 l

Individuelle Konfiguration

Classic weiß (DB 737)
Stoff Blau (DB 002)
Stoff
Nein
Nein
Ja
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
448.986
07.1975/02.1976 - 11.1985

Ausstattung

Ausstattung laut Datenkarte:
422 = Servolenkung

Modell Historie

Modell Historie: Mercedes-Benz 240 D (W 123)

Im Januar 1976 wurden die „Strich-Acht“-Modelle der Baureihe W 114/115 von einer völlig neu konstruierten Typenreihe mit der internen Bezeichnung W 123 abgelöst. Die Modellpalette reichte vom 2,0-l-Vierzylinder-Diesel mit 55 PS bis zum 2,8-l-Sechszylinder-Einspritzer mit 185 PS. Technisch orientierte sich die neue Modellreihe an der seit dreieinhalb Jahren produzierten S-Klasse; wie diese verfügten auch die neuen Mittelklasse-Typen über eine Schräglenker-Hinterachse, die ja bereits bei den „Strich-Acht“-Modellen eingeführt worden war, sowie eine Doppelquerlenker-Vorderradaufhängung mit Lenkrollradius 0. Damit entfiel auch der bei den Vorgängermodellen noch verwendete Fahrschemel. Die zahlreichen anderen sicherheitsrelevanten Konstruktionsdetails, die man erstmals bei den Baureihen 107 und 116 realisiert hatte, kamen selbstverständlich nun auch den Mittelklasse-Typen zugute. Wichtigste Verbesserung im Vergleich zur Vorgänger-Baureihe war die noch stabilere Sicherheits-Fahrgastzelle mit versteifter Dachrahmen-Struktur, hochfesten Dachpfosten und Türsäulen sowie verstärkten Türen. Die Energieabsorption der vorderen und hinteren Knautschzone konnte durch kontrollierte Deformationsfähigkeit von Vorbau und Heckbereich deutlich erhöht werden.

Ein technisches Novum stellte eine erstmals bei der Baureihe 123 realisierte Variante der Sicherheitslenksäule dar, bei der Lenkaggregat und Mantelrohr durch ein Wellrohr miteinander verbunden waren. Mit diesem Wellrohr, das im Falle eines Aufpralls auch seitlich ausknicken konnte, wurde die Gefahr des Eindringens der Lenksäule in das Wageninnere weiter reduziert.

Charakteristisches Design-Merkmal der neuen Modelle waren die verschieden großen runden Doppelscheinwerfer; neben dem Hauptscheinwerfer befand sich unter einer gemeinsamen Streuscheibe ein kleinerer Halogen-Nebelscheinwerfer. Abweichend davon, waren die beiden Topmodelle der Baureihe, die Typen 280 und 280 E, mit rechteckigen Halogen-Breitbandscheinwerfern ausgerüstet. Rein äußerlich unterschieden sich beide 2,8-l-Typen aber noch in drei weiteren Punkten von ihren weniger leistungsstarken Brüdern: Sowohl 280 wie 280 E hatten eine zweiflutige Auspuffanlage mit Zwillingsendrohren, verchromte Lufteinlaßgitter vor der Frontscheibe und je eine zusätzliche Chromleiste unter den Heckleuchten.

Die Motorenpalette hatte man im wesentlichen von den Vorgängermodellen übernommen. Die einzige Ausnahme bildete der Typ 250, der nun nicht mehr mit dem alten 2,8-l-Aggregat M 130 ausgerüstet war, sondern einen neu konstruierten 2,5-l-Sechszylindermotor erhalten hatte.

Einer langen Tradition folgend, waren die Limousinen der Baureihe 123 auch als Fahrgestelle mit Teilkarosserie lieferbar, die von Aufbauherstellern im In- und Ausland zu Krankenwagen, Kombiwagen oder anderen Sonderausführungen ausgebaut wurden. Wie schon bei der Vorgängerbaureihe, gab es neben der Variante mit normalem Radstand, die als 240 D und 230 zur Verfügung stand, auch wieder eine verlängerte Version, von der die Typen 240 D, 300 D und 250 angeboten wurden. Krankenwagen-Aufbauten auf diesen Fahrgestellen entstanden vornehmlich bei Binz in Lorch und Miesen in Bonn. Zu den bekanntesten Herstellern von Bestattungswagen auf Basis W 123 gehörten die Karosseriebau-Unternehmen Pollmann in Bremen, Rappold in Wülfrath, Stolle in Hannover und Welsch in Mayen.

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Robert Forster

Leiter Fahrzeughandel ALL TIME STARS Einkauf/Verkauf

Einkauf/Verkauf

Tel. +49 176 309 212 81

E-Mail robert.forster@daimler.com