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Mercedes-Benz 300 SL (R 129)

Lassen Sie sich bei einem Besuch bei uns im Mercedes-Benz Museum von diesem einmaligen Fahrzeug überzeugen.

Das Fahrzeug erhält vor der Auslieferung ein Wertgutachten, einen umfangreichen Service sowie einer neuen HU.
Auf Wunsch erhalten Sie zu diesem Fahrzeug eine Mercedes-Benz Classic-Car Garantie.

Keine Haftung für Druck- und Schreibfehler.
Irrtum und Zwischenverkauf vorbehalten.

Information

Das Fahrzeug ist derzeit ausgestellt in
25980 Sylt OT Rantum

Fahrzeugdetails

300 SL
Roadster
R 129
1993
auf Anfrage
auf Anfrage
05.1988 / 03.1989 - 06.1993
48.086 Kilometer
1
07.04.1993
auf Anfrage
Nein
39.490 Euro
Preis nach §25a UStG (Differenzbesteuerung)
Mercedes-Benz Museum

Technische Details

Cabrio/Roadster
190 PS
2.960 ccm
6
2
links
Automatikgetriebe
4
Heckantrieb
Scheibenbremsen
Scheibenbremsen
Benzin
93 s
223 km/h
9,2 / 10,9 / 15,0 l

Individuelle Konfiguration

Silber
Leder schwarz (271)
Brillantsilber(744)
Nein
Nein
Nein
Nein
Schwarz
Leder
Nein
Nein
Nein
Ja
Nein
Nein
12020

Ausstattung

Ausstattung laut Datenkarte:
271 = LEDER PERFORIERT
260 = TYPENKENNZEICHEN AUF HECKDECKEL-WEGFALL
283 = WINDSCHOTT
538 = ANTENNE AUTOMATISCH UND LAUTSPRECHER VORN – OHNE RADIO
580 = KLIMAANLAGE
590 = WÄRMEDÄMMENDES GRÜNES GLAS RUNDUM, HEIZBARE HECKSCHEIBE
652 = LEICHTMETALLRÄDER 8-LOCH
740 = VERDECKSTOFF SCHWARZ (9001)
873 = SITZHEIZUNG FAHRERSITZ LINKS UND RECHTS

Modell Historie

Modell Historie: Mercedes-Benz 300 SL (R 129)

Die Weltpremiere der neuen SL-Baureihe 129 gehörte im März 1989 zu den Hauptattraktionen des Genfer Automobil-Salons. Mit den Vorgängermodellen der Baureihe 107 wiesen die vollkommen neu konstruierten Typen 300 SL, 300 SL-24 und 500 SL außer der Gesamtkonzeption praktisch keine Gemeinsamkeiten auf. Ebenso wie 18 Jahre zuvor der 350 SL durch eine Fülle innovativer Konstruktionsdetails automobilen Fortschritt demonstriert hatte, war auch der SL der Baureihe 129 ein in jeder Hinsicht neues Auto. Die neue SL-Generation überzeugte durch ihre harmonische und überaus gelungene stilistische Gestaltung, die Dynamik und Sportlichkeit, aber auch Komfort und Eleganz zum Ausdruck brachte. Das Design präsentierte sich einerseits traditionsorientiert und wies andererseits durch gestalterisch neue Detail-Lösungen weit in die Zukunft. So hatte man beispielsweise die Kühlermaske, das legendäre Markenzeichen der SL-Typen, unter Beibehaltung der traditionellen Grundform stilistisch neu interpretiert. Während bei den Vorgängertypen der breite Chromrahmen mit dem Stern dominierte, war die Kühlerverkleidung jetzt organisch in die Motorhaube integriert; den Stern als einizigen Chromschmuck des Wagens hatte man durch horizontale Lamellen aus eloxiertem Aluminium ergänzt.

Ausgeprägte Verbesserungen gegenüber den Vorgängermodellen konnten hinsichtlich der passiven Sicherheit erzielt werden. Mit hohem Entwicklungsaufwand war es gelungen, den bei den Limousinen und Coupés erreichten vorbildlichen Sicherheitsstandard auch im SL zu realisieren. Das Fehlen eines Dachverbandes hatte eine von den geschlossenen Varianten grundlegend abweichende Karosseriestruktur und damit intensive Entwicklungsarbeiten erfordert. Die angestrebte Formstabilität der Fahrgastzelle konnte im Zusammenwirken verschiedener Strukturelemente erzielt werden. Dazu zählten vor allem eine besonders steife Bodenanlage mit hochfesten Blechen und großen Trägerquerschnitten sowie biegesteife Übergänge von den A-Säulen und den Fondseitenteilen zu den seitlichen Längsträgern. Eine entscheidende Rolle kam außerdem den Türen zu, die durch ausgeklügelte Sickengestaltung des Türinnenteils als drucksteife Verbindung zwischen Vorderwand- und Mittelsäule fungierten und damit zum Erhalt des Überlebensraums bei Kollisionen beitrugen.
Einen integralen Bestandteil des Sicherheitskonzepts stellte der automatische Überrollbügel dar, der erstmals im Automobilbau realisiert wurde und die Aufgabe hatte, im Falle eines Überschlags den Überlebensraum der Fahrgäste zu sichern. Um die Freude am Offenfahren nicht durch einen fest eingebauten, starren Überrollbügel zu beeinträchtigen, wurde eine bewegliche Lösung realisiert, die den Überrollschutz nur bei Bedarf aktiviert. Im Ruhezustand war der Sicherheitsbügel, der aus einem U-förmigen mit PU-Schaum umschäumten hochfesten Stahlrohr bestand, vor dem Verdeckkasten abgelegt, wobei er den Fond nach hinten abschloß und mit dem Verdeckkastendeckel eine Ebene bildete. Bei einem drohenden Überschlag wurde der Überrollbügel sensorgesteuert elektromagnetisch ausgelöst, durch die Kraft vorgespannter Federn innerhalb von 0,3 Sekunden hochgeklappt und durch Sperrklinken gesichert. Als Basis zur Lagerung und Abstützung dienten die hochfesten Mittelsäulen, die großflächig mit den hinteren Längsträgern verbunden waren. Außer der automatischen „Crash-Auslösung“ im Notfall war auch eine manuelle Betätigung vorgesehen, die auf Wunsch des Fahrers über einen Bedienschalter ausgelöst werden konnte. Bei dieser „Komfortbetätigung“ erfolgte das langsame Aufstellen bzw. Ablegen über ein Hydraulikelement.

Die Sicherung des Überlebensraums im Falle eines Überschlags fiel aber nicht allein dem Überrollbügel zu. Unterstützend wirkte die besondere Konstruktion der A-Säulen, die aus hochfestem Stahlblech bestanden und im Bereich der Türoberkanten mit einem hochfesten Rohr verstärkt waren. Zusammen mit dem zweischaligen Aufbau des vorderen Dachrahmens und der mit der Karosserie verklebten Windschutzscheibe wurde auch bei einseitiger Belastung des Dachrahmens eine sehr stohe Stabilität erreicht.

Das Coupé-Dach, dem aufgrund des Überrollbügels für die Stabilität der Fahrgastzelle keine entscheidende Bedeutung mehr zukam, bestand nun aus Leichtmetall und war dadurch gegenüber dem Hardtop des Vorgängermodells trotz größerer Fensterflächen 10 kg leichter, ein Vorteil, der für das Aufsetzen und Abnehmen eine buchstäbliche Erleichterung bedeutete. Insgesamt hatte man der Gewichtsreduzierung besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Durch konsequenten Leichtbau und die weitgehende Verwendung hochfester Bleche konnte ein Rohbaugewicht realisiert werden, das mit 405 kg trotz signifikant verbesserter Struktursicherheit nur 20 kg über dem des Vorgängermodells lag. Einen weiteren Kernpunkt des SL-spezifischen Insassenschutzes stellten die neu entwickelten Integralsitze dar, die aufgrund ihrer tragenden Struktur mit hoher Quersteifigkeit bei einem Seitenaufprall erhöhten Schutz gewährten. Das tragende Sitzgestell, das aus fünf Magnesium-Druckgußteilen hoher Festigkeit bestand, ermöglichte es außerdem, das Gurtsystem mit Gurtstraffer, die Gurthöhenverstellung mit gekoppelter Kopfstützenverstellung sowie die vollektrischen Verstellfunktionen in den Sitz zu integrieren.

Neben der Sicherheit war aber auch der Komfort nicht zu kurz gekommen. Die Grundlagen hatte man schon bei der Entwicklung der Karosseriestruktur geschaffen. Zur Reduzierung des für offene Fahrzeuge typischen Schwingungs- und Torsionsverhaltens wurden in den besonders kritischen Karosseriebereichen zusätzliche Diagonalstreben eingebaut. Im Vorbau war der Vorderachsträger durch zwei Profilstreben mit den Türschwellern verbunden, im Heckbereich übernahmen zwei Rohrstreben zwischen den Türschwellern und der Ersatzradmulde die gleiche Aufgabe. Durch diese Maßnahmen konnte die Torsionssteifigkeit gegenüber dem Vorgängermodell nochmals um 30 % reduziert und insgesamt eine limousinenähnliche Gesamtsteifigkeit erzielt werden.

Besonders hohen Bedienungskomfort bot das neu konstruierte elektrohydraulische Verdeck, mit dem der neue SL serienmäßig ausgestattet war. Allein durch Betätigen eines Schalters konnte das Verdeck innerhalb von 30 Sekunden geöffnet und im Verdeckkasten abgelegt oder aus dem Verdeckkasten herausgeholt und geschlossen werden. Gleichzeitig wurden die Seitenscheiben und der Überrollbügel abgesenkt und anschließend wieder in die Ausgangsstellung zurückgeführt. Die Energie zur Betätigung des Verdecks lieferte eine elektrisch angetriebene Hydraulikpumpe, die zusammen mit dem Ölvorratsbehälter in der Reserveradmulde untergebracht war. Die Überwachung der mikroprozessorgesteuerten Bewegungsabläufe erfolgte durch 17 Endschalter, und die Hydraulikanlage umfaßte 15 Druckzylinder sowie 11 Magnetventile.

Eine weitere Innovation, die erstmals für die SL-Baureihe 129 zur Verfügung stand, war das sogenannte „Windschott“, das zwar im Gegensatz zum elektrohydraulischen Verdeck nicht als High-Tech-Wunderwerk bestaunt wurde, aber ebenfalls in mühevoller Detailarbeit entwickelt worden war. Das Windschott bestand aus einem eingerahmten luftdurchlässigen Gitter, das sich mit wenigen Handgriffen am Überrollbügel befestigen ließ und in aufgestelltem Zustand den Fahrkomfort bei geöffnetem Verdeck deutlich erhöhte, indem es Windgeräusche und Zugluft auf ein Minimum reduzierte.

Dem Bedienungskomfort dienten elektrische Fensterheber und die elektropneumatische Zentralverriegelung, mit denen alle neuen SL-Modelle serienmäßig ausgestattet waren. Zur Grundausstattung des 500 SL gehörte außerdem eine elektrische Lenksäulenverstellung, mit der die Lenksäule sowohl in Längsrichtung als auch in Höhe bzw. Neigung optimal auf die Bedürfnisse des Fahrers eingestellt werden konnte. Hinsichtlich seiner technischen Ausstattung stellte der SL eine Kombination aus bewährten und neu entwickelten Komponenten dar. Das Fahrwerk entsprach prinzipiell der von den Limousinen der Baureihen 201 und 124 bekannten Konstruktion. So verfügten auch die neuen SL-Modelle über eine Dämpferbein-Vorderachse und eine Raumlenker-Hinterachse, die hervorragende Fahreigenschaften garantierten. Zahlreiche Bauteile hatte man den geänderten Einbau- und Belastungsverhältnissen im SL angepaßt; auch die Achsgeometrie wurde auf die speziellen Anforderungen an Fahrverhalten und Komfort abgestimmt.

Auf Wunsch war außerdem ein neu entwickeltes Zusatz-System lieferbar, das den seinerzeit realisierbaren Stand der Fahrwerkstechnologie markierte und drei Teilsysteme miteinander kombinierte. Die Niveaueinstellung und -regulierung an Vorder- und Hinterachse hatte die Aufgabe, das Fahrzeugniveau bei laufendem Motor immer konstant zu halten. Mit der automatischen geschwindigkeitsabhängigen Niveauverstellung wurde je nach momentaner Geschwindigkeit das Fahrzeugniveau abgesenkt oder angehoben; zum Befahren von schlechten Straßen konnte das Niveau um 30 mm erhöht werden, das dann bei mehr als 72 km/h zunächst auf Normal-Niveau und bei mehr als 122 km/h nochmals um 15 mm abgesenkt wurde. Die dritte Komponente, das „Adaptive Dämpfungs-System“ ADS, ermöglichte es durch verstellbare Stoßdämpfer und eine komplexe elektronische Steuerung, die Dämpfung vollautomatisch innerhalb von Sekundenbruchteilen bedarfsgerecht an den jeweiligen, von fünf Sensoren ermittelten Fahrzustand anzupassen.

Ihrem sportlichen Anspruch entsprechend, wurden alle Modelle der Baureihe 129 serienmäßig mit 16 Zoll-Leichtmetallrädern im 15-Loch-Design und Breitreifen der Dimension 225/55 ZR 16 ausgerüstet. Die im Vergleich zu den Vorgängermodellen größeren Räder gestatteten den Einbau großzügig dimensionierter Bremsen, die den verbesserten Fahrleistungen des neuen SL angemessen waren. Ein Novum stellten die vorderen Festsattel-Scheibenbremsen dar, die vier Kolben mit paarweise unterschiedlichem Durchmesser aufwiesen. Diese erstmals bei einem Mercedes-Benz Pkw verwendete Konstruktion gewährleistete gleichmäßigen Verschleiß der Bremsbeläge und bessere Ausnutzung des Belagvolumens. Bei allen drei Modellen gehörte das Anti-Blockier-System ABS zum serienmäßigen Lieferumfang.