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Mercedes-Benz 500 E (W 124)

ALL TIME STARS ist der Fahrzeughandel von Mercedes-Benz Classic. Mit dem Anspruch des Herstellers bieten wir ausgewählte Young- und Oldtimer zum Kauf an. Ob vollrestaurierter 300 SL Roadster im Neuwagenzustand oder „Strich-8“ Limousine mit den Spuren des Alltages, sie haben eines gemeinsam: 12 Monate Garantie – dem Qualitätssiegel von ALL TIME STARS.

Wir freuen uns, Ihnen mit diesem 500  (W 124) ein Fahrzeug aus der Collectors Edition zu präsentieren, das alle Kriterien eines sammlungswürdigen Klassikers erfüllt.
Im Oktober 1990 staunt die Automobilwelt nicht schlecht, als Mercedes-Benz das neue Spitzenmodell der Baureihe W 124 präsentiert. Der 5-Liter V8 Motor (M 119) aus dem 500 SL (R 129) sorgt für gehörigen Vortrieb. Mit 326 PS und 480 Nm steht die Limousine in der Ahnenreihe mit dem W 109 280 SEL 6.3 und W 116 450 SEL 6.9: eine Limousine mit dem Leistungsniveau eines Sportwagens.

Optisch ist der 500 E nur auf den 2. Blick als solcher zu erkennen: dezent verbreiterte Kotflügel, in die Bugschürze integrierte Nebelscheinwerfer sowie 16 Zoll-Leichtmetallräder im 8-Loch-Design sind seine äußerlichen Erkennungsmerkmale. Diese Zurückhaltung ist sicher mit ein Erfolgsfaktor, denn bis zum Produktionsende im April 1995 werden insgesamt 10.479 Fahrzeuge gebaut. Auch in Zuffenhausen war die Begeisterung über den 500 E groß. Wahrscheinlich nicht nur wegen seiner spektakulären Leistungswerte, sondern weil der Aufbau der Rohkarosse und die Endmontage bei Porsche im Stammwerk Zuffenhausen erfolgt. Es ist eine gemeinsame Zusammenarbeit, die beiden Automobilherstellern Vorteile bringt.

Der hier angebotene perlmuttgraue W 124 wird von der Mercedes-Benz Niederlassung Augsburg bestellt und in 10/92 gebaut. Am 16. September 1993 wird die Limousine in Österreich erstmals zugelassen; die Registrierung ist in Innsbruck und nachfolgend beim zweiten Besitzer in Wien. Bis zu seiner Abmeldung am 26. Februar 2015 verbleibt der 500 E im Land. Hier kauft es ein Belgier, der das Fahrzeug im November 2015 nach Belgien einführt ohne es jedoch zu zulassen.

Nach unseren Messungen ist der Mercedes-Benz W 124 frei von Nachlackierungen. Mit dem Fahrzeug kommt eine vollständige Bordmappe mit Wartungsheft (Zweitausführung aus 2015) und Betriebsanleitungen sowie komplett ausgestattetes Bordwerkzeug. Zusätzlich gibt es für die Jahre 2004 bis 2011 verschiedene Rechnungsunterlagen, die den Kilometerverlauf dokumentieren. Weitere Werkstattunterlagen aus 2015 zeigen den aktuellen Kilometerstand.

Fahrzeugdetails

500 E
W 124
W 124
1993
67.615 Kilometer
2
16.09.1993
Mercedes-Benz Museum
Collectors Edition
auf Anfrage
auf Anfrage
auf Anfrage
Ja
75.490 Euro
Ja

Technische Details

Limousine
326 PS
4.973 ccm
8
4
links
Automatikgetriebe
5
Heckantrieb
Scheibenbremsen
Scheibenbremsen
Benzin
6.1 s
250 km/h
10,3 / 11,9 / 16,9 l l

Individuelle Konfiguration

Perlmuttgrau Metallic (DB 122)
Stoff Blau (DB 002)
Stoff
Ja
Nein
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Nein
10.479
07.1993 - 04.1995

Ausstattung

Ausstattung laut Datenkarte:
291 = Airbag für Fahrer und Beifahrer
300 = Ablagebox
412 = Schiebedach elektrisch
441 = Lenksäule elektrisch verstellbar
540 = Rollo elektrisch für Heckfenster
570 = Armlehne klappbar vorne
620 = Abgasreinigungsanlage
682 = Feuerlöscher

Modell Historie

Modell Historie: Mercedes-Benz 500 E (W 124)

Die im Herbst 1992 begonnene Aktualisierung der Baureihe 124 wurde ein halbes Jahr später konsequent fortgesetzt. Als Weltneuheit kam die Vierventiltechnik nun auch bei Dieselmodellen zum Einsatz. Die neue Technologie gewährleistete nicht nur ein erhöhtes Drehmoment- und Leistungsangebot über einen deutlich erweiterten Drehzahlbereich, sondern ermöglichte auch eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs bei Vollast um bis zu 8 %. Außerdem konnten die Partikelemissionen im Abgas aufgrund des optimierten Verbrennungsablaufs um ca. 30 % verringert werden. Auf Vierventiltechnik umgerüstet hatte man nur die Fünfzylinder- und Sechszylinder-Saugmotoren; beim 2,0-l-Vierzylinder und den beiden Turbomotoren blieb es dagegen bei zwei Ventilen pro Zylinder. Die Frischluftansaugung erfolgte bei den Vierventil-Dieseltypen wie schon bei den Turbo-Varianten über Luftschlitze im rechten Vorderkotflügel. Um die Umweltverträglichkeit weiter zu verbessern, wurden ab Juni 1993 alle Dieselmodelle der Baureihe 124 serienmäßig mit Abgasrückführung und Oxidationskatalysator ausgestattet.

Die Modellpflegemaßnahmen betrafen aber nicht nur die Dieseltypen. An dem erst ein halbes Jahr zuvor präsentierten 2,8-l-Sechszylindermotor hatte man eine Detailänderung vorgenommen, der ausnahmsweise einmal keine technischen Motive zugrundelagen. Um für die betreffenden Typen innerhalb Deutschlands eine günstigere Einstufung in der Haftpflichtversicherung zu erreichen, wurde die Nennleistung von 145 kW auf 142 kW reduziert.
Im Rahmen der ab Juni 1993 wirksamen Änderungen wurden alle Modelle der Baureihe 124 durch Überarbeitung der Karosserie stilistisch aktualisiert und den anderen Typenreihen angepaßt. Auffälligstes Kennzeichen der modifizierten Modelle stellte die nach dem Vorbild der S-Klasse umgestaltete Kühlermaske dar. Bei diesem sogenannten „Plakettenkühler“ war der im Vergleich zur bisherigen Ausführung wesentlich schmalere Chromrahmen harmonisch in die Motorhaube integriert; der Mercedes-Stern saß wie bei den S-Klasse Limousinen auf der Haube. Nicht zu übersehen waren die Änderungen an den Leuchteinheiten: Die vorderen Blinkleuchten hatten farblose Deckgläser erhalten, und die Heckleuchten wiesen bichromatische Abdeckungen auf, die im Bereich des Blink- und Rückfahrlichts einheitlich weißgrau gefärbt waren. Das gelbe Blinklicht wurde dabei vorn wie hinten über farbige Glühbirnen erzeugt. Überarbeitet präsentierte sich auch der Kofferraumdeckel: Die Knickkanten auf der Oberseite hatte man abgerundet, und die seither nach vorn geneigte Fläche zwischen den Heckleuchten stand nun parallel zum Heckabschluß. Außerdem hatte ein verchromter Griff am oberen Abschluß des Kennzeichenfelds die durchgehende Griffleiste aus Kunststoff ersetzt. Weitere Änderungen betrafen Räder und Stoßfänger. So gab es für die Stahlscheibenräder neue Radzierblenden im 6-Loch-Design, und die Schutzleisten der Stoßfänger waren nun in der Farbe der Anbauteile lackiert. Die Schutzleiste des Heckstoßfängers hatte man außerdem bis zu den Radausschnitten verlängert.

Mit dem Verkaufsbeginn der überarbeiteten Modelle trat im Juni 1993 auch für die Baureihe 124 eine neue Nomenklatur in Kraft. Analog zur S-Klasse und zur neuen C-Klasse hieß die Mittlere Klasse nun E-Klasse, und die Typenbezeichnungen folgten einem modifizierten System. Dabei war ein Buchstabenkürzel, das die Klassenzugehörigkeit dokumentierte, der dreistelligen Zahl, die nach wie vor auf dem Hubraum basierte, vorangestellt. Das „E“ für „Einspritzmotor“ konnte entfallen, da Vergasermotoren nun der Vergangenheit angehörten, und auf eine Verschlüsselung der ohnehin ersichtlichen Karosserievariante durch „C“ oder „T“ wurde ebenfalls verzichtet. Bei den dieselgetriebenen Modellen hatte man das seitherige „D“ durch ein nachgestelltes „Diesel“ oder „Turbodiesel“ ersetzt. So erhielt beispielsweise der 300 D durch Anwendung der neuen Regeln die Bezeichnung „E 300 Diesel“ der rechts auf dem Kofferraumdeckel angebrachte „DIESEL“-Schriftzug konnte, wie überhaupt das gesamte Typenschild, auf Wunsch weggelassen werden.

Mit Einführung des neuen Nomenklatur-Systems wurde der 400 E, seinem tatsächlichen Hubraum entsprechend, in E 420 umbenannt. Außer der Typenbezeichnung hatten sich aber auch zwei technische Details geändert: Zur Serienausstattung des E 420 gehörten jetzt 16 Zoll-Leichtmetallräder im 8-Loch-Design mit Breitreifen der Dimension 215/55 ZR 16, und an den Vorderrädern wurden die größer dimensionierten Bremsen der SL-Modelle montiert.
Im Juni 1995, zwei Jahre nach den letzten umfassenden Modellpflegemaßnahmen, wurden die E-Klasse-Limousinen der Baureihe 210 vorgestellt, die als Nachfolger der Baureihe 124 fungierten. Die Produktion der „alten“ E-Klasse-Limousinen endete kurze Zeit später, je nach Typ zwischen Juni und August 1995; im März bzw. April waren bereits die 4MATIC-Modelle und der E 500 ausgelaufen. Eine Sonderstellung nahmen die Typen E 250 Diesel und E 220 ein, von denen noch bis Juni 1996 ckd-Teilesätze produziert und zur Montage nach Pune in Indien verschickt wurden. Insgesamt waren in dem gut 11jährigen Produktionszeitraum 2.213.167 Limousinen, 2.342 Limousinen mit langem Radstand und 6.398 Fahrgestelle mit Teilkarosserie für Sonderaufbauten entstanden.

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Michael Henn

Leiter Fahrzeughandel ALL TIME STARS Einkauf/Verkauf

Einkauf/Verkauf

Tel. +49 176 309 212 75

E-Mail michael.henn@daimler.com