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Mercedes-Benz 200 D (W 110)

Die Mercedes-Benz „Heckflosse“-Limousinen der Baureihe W 110
Zwei Jahre nach der Premiere der „Heckflosse“-Oberklasselimousinen der Baureihe W 111 mit Sechszylindermotor stellt Mercedes-Benz im August 1961 die entsprechenden Vierzylindertypen der oberen Mittelklasse (Baureihe W 110) vor. Damit wird das von der Stuttgarter Marke seit Beginn der Nachkriegsproduktion praktizierte Baukastenprinzip konsequent zu einem nächsten Höhepunkt geführt: Erstmals in der Geschichte des Unternehmens verwenden die Baureihen der oberen Mittelklasse und Oberklasse eine weitgehend identische Karosserie. Von Zierelementen abgesehen haben sämtliche „Heckflosse“-Limousinen ab der Frontscheibe eine identische Einheitskarosserie. So kommen die Fahrer eines Mittelklasse-Typs nun in den Genuss besonders großzügiger Platzverhältnisse.

Die neuen Vierzylindertypen lassen sich trotzdem sofort von ihren Schwestermodellen mit Sechszylindermotor unterscheiden. Runde Scheinwerfer, der deutlich kürzere Vorbau, ein um 50 Millimeter kürzerer Radstand sowie die von den „Ponton“-Typen übernommenen Blinkleuchten am hinteren Ende der vorderen Kotflügel zeichnen sie aus. Vorder- und Hinterradaufhängung sowie Bremsanlage (ab August 1963 Zweikreisbremsanlage mit Bremskraftverstärker und Scheibenbremsen vorn) werden von der Baureihe W 111 unverändert übernommen.

Zunächst sind die Typen 190 c (59 kW/80 PS) und 190 Dc (40 kW/55 PS) erhältlich. Eigentlich müsste die Diesel-Limousine 200 D heißen, denn sie wird von einem 2-Liter-Vierzylindermotor angetrieben, der aus dem Motor des Vorgängermodells weiterentwickelt worden ist. Der 190 c ist von 1962 an auf Wunsch mit Viergang-Automatikgetriebe lieferbar, der 190 Dc ab 1963. Im August 1965 stellt Mercedes-Benz die modellgepflegten Limousinen der Baureihe W 110 vor. Die obere Mittelklasse besteht nun aus Mercedes-Benz 200 (70 kW/95 PS) und 200 D (40 kW/55 PS) als Nachfolger der beiden 190er. Neu ist außerdem der Mercedes-Benz 230 (77 kW/105 PS, ab Juli 1966: 88 kW/120 PS). Die äußerlich mit den Vierzylindertypen identische Limousine hat den 2,3-Liter-Sechszylindermotor des Mercedes-Benz 230 S (W 111), der aber gedrosselt ist. Ab Juli 1966 wird dann der unveränderte Motor des 230 S eingebaut.

Die Modellpflege ändert die Karosserie in Details: Neu sind unter anderem kombinierte Blink-, Park- und Nebelleuchten unterhalb der Scheinwerfer und trapezförmige Rückleuchten sowie die von den Sechszylindermodellen bekannten Entlüftungsöffnungen in den C-Säulen und ein durchgehender Chromstreifen als Abschluss des Kofferraumdeckels. Mercedes-Benz bietet die Baureihe W 110 auch als Fahrgestelle mit Teilkarosserie (normaler und langer Radstand) sowie als Kombiwagen „Universal“ an, aufgebaut von IMA in Belgien. Zudem gibt es den 200 D als sieben- bis achtsitzige Limousine mit 3.350 Millimeter Radstand, die beispielsweise gern von Hotels verwendet wird. Im Februar 1968 endet die Produktion der Vierzylinder-„Heckflossen“. In sechseinhalb Jahren entstehen im Werk Sindelfingen insgesamt 622.453 Limousinen und 5.859 Fahrgestelle mit Teilkarosserie.

Bei ALL TIME STARS: ein Mercedes-Benz 200 D, Baujahr 1966
Diese Limousine der oberen Mittelklasse ist eine hervorragend erhaltene und besonders authentische Vertreterin der „kleinen Heckflossen“ mit Vierzylindermotor. Zustand und Originalität machen dieses mehr als 50 Jahre alte Fahrzeug heute selten – obwohl Mercedes-Benz in der Zeit von 1965 bis 1968 fast 160.000 Exemplare von diesem Typ gebaut hat. Die teilrestaurierte „Heckflosse“ in der klassischen Farbkombination aus der Lackierung Papyrusweiß mit Stoff-Interieur im Farbton Bambus hat „Matching Numbers“ und begeistert mit vielen Originalteilen im Interieur und am Chassis. Aus optischen Gründen hat der Vorbesitzer den Zylinderkopf und das Luftansaugrohr verchromen lassen. Zu den originalen Sonderausstattungen gehört eine werksseitig eingebaute Anhängerkupplung. Passend dazu sind die zugehörigen stärkeren und längeren Federn an der Hinterachse verbaut, um die Zuladung zu erhöhen.

Zur schwungvollen Linienführung der Limousine mit ihrer Anlehnung an das nordamerikanische Automobildesign der frühen 1960er-Jahre passt die Einordnung des 200 D in die „Drivers Edition“ von ALL TIME STARS: In dieser Edition bietet der Fahrzeughandel von Mercedes-Benz Classic sehr gepflegte Automobile in einem guten technischen Zustand mit verhältnismäßig geringer Laufleistung und Potenzial für weitere Restaurierungsarbeiten an. Diese Klassiker lassen sich – wie der 200 D – optimal im Alltag fahren. Das 1966 gebaute Fahrzeug besitzt ein Historien-Gutachten und kann somit ein H-Kennzeichen bekommen. Damit ist mit der klassischen Diesel-Limousine auch die Fahrt in Stadtzentren kein Problem.

Diese „Heckflosse“ bringt eine besondere Vorgeschichte mit. Denn nachdem die Limousine über viele Jahre zu einer Oldtimersammlung gehört hat, holt Mercedes-Benz den 200 D zurück auf die Straße: Das charmante Fahrzeug der oberen Mittelklasse gehört in den vergangenen Jahren zu jenen Automobilen, mit denen die Stuttgarter Marke die Markteinführung der neuen E-Klasse sowie die Classic Insight „Die Historie der E-Klasse“ begleitet.

Der absolut alltagstaugliche Klassiker von ALL TIME STARS wird mit einer vollständigen Bordmappe angeboten, die Wartungsheft und Betriebsanleitungen enthält, sowie mit dem Bordwerkzeug. Vor dem Verkauf erhält der 200 D eine umfangreiche Wartung gemäß den Wartungsvorgaben des Herstellers, die eine autorisierte Mercedes-Benz Vertragswerkstatt ausführt, sowie eine neue Haupt- und Abgasuntersuchung (HU/AU).

Mit der 12-Monats-Garantie von ALL TIME STARS wird das Fahrzeug der Baureihe W 110 dem zukünftigen Besitzer weiter viel Fahrfreude bereiten. Zu erleben ist die „Heckflossen“-Limousine im Showroom von ALL TIME STARS auf Ebene 0 des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart.

Keine Haftung für Druck- und Schreibfehler.
Irrtum und Zwischenverkauf vorbehalten.

Preis
46.490 Euro
Baureihe
W 110
Baujahr
1966
Tachostand
169.000 Kilometer

Fahrzeugdetails

200 D
E-Klasse
W 110
1966
169.000 Kilometer
2
20.04.1966
Mercedes-Benz Museum
Drivers Edition
auf Anfrage
auf Anfrage
auf Anfrage
Ja
46.490 Euro
Nein, nicht ausweisbar gemäß §25a UStG (Differenzbesteuerung)

Technische Details

Limousine
55 PS
1.971 ccm
4
4
links
Schaltgetriebe
4
Heckantrieb
Scheibenbremsen
Trommelbremsen
Diesel
28.1 s
130 km/h
8.1 l

Individuelle Konfiguration

Papyrusweiß (717)
Stoff Bambus (004)
Stoff
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Ja
Ja
159.365
07/1965 - 02/1968

Ausstattung

Ausstattung laut Datenkarte:
222 = Verbandskasten
514 = Radio Becker Europa T Lmu
540 = Polster zwischen Fahrersitzen
564 = Ruhesitz rechts und links
574 = Felgenringe verchromt
587 = Einzelsitze mit klappbarer Armlehne
622 = D-Schild
835 = Kokosmatten
836 = Feuerlöscher

 

Modell Historie

Modell Historie: Mercedes-Benz 200 D (W 110)

Nach der Präsentation des überarbeiteten Pkw-Programms im August 1965 wurden von IMA auch die modellgepflegten Typen der Baureihe 110 als „Universal“-Kombiwagen produziert. Äußerlich hatten sich bei den modifizierten Kombi-Varianten nur die vorderen Blinker geändert; die anderen bei den Limousinen eingeführten Neuerungen in der Karosserie-Ausstattung kamen wegen der abweichenden Heckgestaltung nicht zum Tragen. Im Gegensatz zu den überarbeiteten Limousinen besaßen die „Universal“-Modelle Zierleisten an den Peilstegen, und zwar – wie beim 230 S – am hinteren Abschluß und auf der Oberkante. Interessanterweise war mit dem Typ 230 Universal nun auch ein Sechszylinder-Kombiwagen lieferbar. Als Steigerung gab es außerdem noch den Typ 230 S Universal, der wie die zugrundeliegende Limousine der Baureihe 111 zugeordnet war und mit seinem längeren Vorbau, dem typischen „Sechszylinder-Gesicht“ und den verchromten Radzierringen deutlich repräsentativer wirkte.

Auch die neuen „Universal“-Modelle wiesen 15 Zoll-Räder und verstärkte Federn auf; darüber hinaus gehörte die neu entwickelte hydropneumatische Ausgleichfeder zur Grundausstattung. Alle vier Varianten des „Universal“ wurden von August 1966 bis Ende 1967 im Inland über die Daimler-Benz Verkaufsorganisation vertrieben.

Von den überarbeiteten Modellen 200 D – 230 war neben dem normalen Fahrgestell mit Teilkarosserie auch eine verlängerte Variante mit einem Radstand von 3100 mm erhältlich, die bevorzugt für Krankenwagen oder Bestattungswagen verwendet wurde. Ab April 1967, als sich die Heckflossen-Ära bereits langsam ihrem Ende näherte, wurde der Typ 200 D außerdem als 7-8 sitzige Limousine mit 3350 mm Radstand angeboten. Die neue Variante hatte im Fond vor der normalen Rückbank eine geteilte Klappsitzbank, die drei Personen Platz bot, auf Wunsch aber auch entfallen konnte, um den Fahrgästen im Fond besondere Bequemlichkeit durch große Beinfreiheit zu bieten. Den Anstoß zur Entwicklung dieses Modells hatten die Anfragen zahlreicher Taxi- und Mietwagenbetriebe des Auslands gegeben, und so war die verlängerte Sonderausführung bereits einige Zeit vor der Markteinführung in Deutschland ausschließlich für den Export produziert worden. Eingesetzt wurde die Limousine mit langem Radstand hauptsächlich von Taxi- und Reiseunternehmen, Fluggesellschaften, Konsulaten und Behörden.

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Robert Forster

Leiter Fahrzeughandel ALL TIME STARS Einkauf/Verkauf

Einkauf/Verkauf

Tel. +49 176 309 212 81

E-Mail robert.forster@daimler.com