• 20 Jahre mit Bernd Mayländer im Mercedes-Benz Safety Car.

Mercedes-Benz Classic Podcast.

Zum Nachhören: der Mercedes-Benz Classic Podcast mit Bernd Mayländer.

Stammpilot des Formel 1 Safety Cars.

Wenn Bernd Mayländer heute mit seinem silbernen Mercedes-AMG GT R Official FIA F1 Safety Car auf die Rennstrecken dieser Welt einbiegt, ist es zu wolkenbruchartigen Regenfällen oder einem Zwischenfall gekommen. Bestenfalls liegen nur ein paar Karosserieteile auf der Piste, doch oftmals gab es vorher einen Unfall. Seit 20 Jahren ist Bernd Mayländer der Stammpilot des Formel 1 Safety Cars. Was er sagt, was er vorgibt, ist Gesetz im Cockpit der anderen. 

Lewis Hamilton oder Sebastian Vettel überholen den Schwaben in seinem Boliden genauso wenig wie einst Michael Schumacher, Juan Pablo Montoya oder Mika Häkkinen. Bernd Mayländer kennt die Formel-1-Rennstrecken dieser Welt dabei mindestens ebenso gut wie die Piloten – oftmals sogar besser. Zu dem ungewöhnlichen Job kam Mayländer völlig überraschend durch einen Anruf im Frühjahr 1999 beim Großen Preis von San Marino in Imola.

Bernd Mayländer neben seinem silbernen Mercedes-AMG GT R Official FIA F1 Safety Car.

Mercedes-AMG GT R: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,4 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 284 g/km.1

Ehemaliges Mercedes-Benz Rennfahrteam.

Lust am Rennenfahren.

Die Rennsaison 1998 verlief für Bernd Mayländer wenig erfolgreich. So entschied sich der ehemalige DTM-Pilot, die hochklassige FIA GT-Meisterschaft, in der er mit einem Mercedes-Benz CLK GTR startete, zu verlassen und wieder öfter Rennen zu fahren. Er kaufte sich vor der Saison 1998 privat einen Porsche 911 GT3 und heuerte bei seinem alten Freund Olaf Manthey für den begehrten Porsche Carrera Cup an. Bereits das erste Rennen in Australien lief gut, doch kurz vor Schluss blieb Bernd Mayländer mit einem leeren Tank auf Platz drei liegen. Beim nächsten Rennen in Imola gab es einen Sieg und der ehemalige DTM-Pilot bekam wieder Lust am Rennenfahren. „Damals bekam ich im Fahrerlager einen Anruf von Herbie Blash“, erinnert sich der gebürtige Schorndorfer, „er und Charlie Whiting schätzten mich als Rennfahrer und fragten, ob ich als unbefleckter Pilot nicht das Safety Car fahren wollte – ab sofort. Erst in der Formel 3000 und dann im nächsten Jahr auch in der Formel 1.“ 

Steuer, Vollgas und der kunterbunte Rennzirkus.

Bernd Mayländer überlegte, ob das mit seinem Terminplan und den entsprechenden Rennen unter einen Hut passen würde und sagte per Handschlag zu. Ohne nach dem Honorar zu fragen. „Diese Vereinbarung per Handschlag galt immer für das nächste Jahr“, lacht Mayländer, „erst nach über zehn Jahren habe ich einen Vertrag bekommen.“

Seither sitzt Bernd Mayländer zwischen März und November an jedem Formel-1-Wochenende am Steuer seines Safety Cars. Er fehlte in all den Jahren nur bei vier seiner mehr als 360 Rennen. Drei Rennen musste er Anfang der 2000er Jahre auslassen, weil er sich die Ferse gebrochen und einmal eine Lungen-OP auszukurieren hatte. 

Damals sprang sein Freund und Rennfahrerkollege Marcel Fässler ein.

„Einen offiziellen Ersatzfahrer für das Safety Car gibt es nicht“, sagt Mayländer trocken, „wenn ich einmal ausfallen sollte, regele ich das mit Marcel.“ Die Rennfahrer in der Formel 1 schätzen den Schorndorfer. Man kennt sich seit Jahren und fachsimpelt am Freitag und Samstag bei Fahrerbesprechungen und abseits der Rennstrecke über neue Curbs, geänderte Kurven und den Fahrbahnbelag. Nur am Rande geht es auch einmal um das ein oder andere private Thema abseits von Steuer, Vollgas und den kunterbunten Rennzirkus. 

Berny Mayländer neben seinem silbernen Mercedes-AMG GT R Official FIA F1 Safety Car.

Komfortables Luxuscoupé.

Fragt man Bernd Mayländer nach seinem liebsten Safety Car, muss er nicht lange überlegen: „Mein erstes Safety Car in der Formel 1 war ein Mercedes-Benz CL 55 AMG. Der war ein komfortables Luxuscoupé mit belüfteten Ledersesseln und jeder Menge Power.“ Noch heute denkt er gerne an die schnellen Runden im Mercedes-Benz CLK 63 AMG zurück, mit dem er erstmals das Gefühl von einem echten Sportwagen hatte. „Bei Regen war der mit seinem leichten Heck ganz schön tückisch“, sagt Mayländer, „er war ein echtes Biest – hat aber unglaublich Spaß gemacht.“ Heute bewegt er Woche für Woche einen 585 PS starken Mercedes-AMG GT R, der an sich ebenso auf die Rennstrecke gehört, wie die Formel-Boliden. 

Wie ein echtes Langstreckenrennen.

Der Mercedes-Benz Markenbotschafter fährt ein Auto im Serientrimm mit Lichtbrücke, Straßenreifen mit ausgeschaltetem ESP und spezieller Traktionskontrolle. Zusammen mit seinem Beifahrer ist er ständig mit der Rennleitung verbunden, bremst das Feld ein oder lässt es wieder frei fahren. „In den kleineren Rennserien fährt man mit dem Safety Car rund 70 Prozent“, erläutert der leidenschaftliche Rennfahrer, „doch in der Formel 1 liegt man immer über 90 Prozent. Das ist wie ein echtes Langstreckenrennen und alle wollen, dass ich schneller fahre und ihre Reifen nicht zu kalt werden.“ 

Bernd Mayländer bei einer Fahrt mit seinem silbernen Mercedes-AMG GT R Official FIA F1 Safety Car.
Bern Mayländer auf einem Mercedes-Benz Classic Event.

Eine Oldtimerrallye ist immer etwas ganz Besonderes.

So gerne Bernd Mayländer auch im Rennanzug hinter dem Steuer seines Safety Cars sitzt – besonders gerne nimmt er Platz in einem klassischen Auto. „Eine Oldtimerrallye wie die Mille Miglia zu fahren ist für mich immer etwas ganz Besonderes; gerade mit einem Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürer“ oder Mercedes-Benz SS aus den 1920er-Jahren. Da weiß man erst, was diese Rennfahrer damals geleistet haben. Dagegen ist das heute gar nichts.“

Bildergalerie.

Bernd Mayländer vor dem Mercedes-Benz Museum.

Im Mercedes-Benz Museum mit: Bernd Mayländer.

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Kraftstoffverbrauch kombiniert CO₂-Emissionen kombiniert Stromverbrauch im kombinierten Testzyklus

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1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die „NEFZ-CO₂-Werte“ i. S. v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

4 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO₂-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

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