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die Daimler AG hat sich neu aufgestellt. Datenschutzrechtlich Verantwortlicher dieser Webseite ist ab dem 01.11.2019 Mercedes-Benz AG.

Datenschutzhinweise (Aktualisierung zum 01.11.2019)

Rennen mit dem Mercedes-Benz 190 E 2.3-16.

Manchmal bleiben die Väter einer genialen Idee im Dunklen und rücken selbst nach erfolgreicher Umsetzung nicht ins Rampenlicht. Genauso verhält es sich mit jenen Mercedes-Benz Mitarbeitern, die im Spätjahr 1983 eine gleichermaßen brillante wie gewagte Idee hatten: ein Rennen mit dem gerade erst vorgestellten Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 im Rahmen der Eröffnung des umgebauten Nürburgrings. 

Die 20 identischen Exemplare des Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 im Renntrimm gaben ein imposantes Bild ab.

Die 20 identischen Exemplare des Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 im Renntrimm gaben ein imposantes Bild ab.

Lauda und Senna beharkten sich viele Runden lang. Am Ende hatte der Brasilianer die Nase vorn.

Lauda und Senna beharkten sich viele Runden lang. Am Ende hatte der Brasilianer die Nase vorn.

Gefragte Privatfahrzeuge bei den Grand-Prix-Piloten.

Und als wäre das noch nicht genug, stellte man sich als Piloten Formel-1-Weltmeister, Nürburgring-Sieger und andere hochkarätige Profirennfahrer vor. Die Idee schien gleich mehrere Haken zu haben – allen voran der Umstand, dass sich Mercedes-Benz vor allem aus Kapazitätsgründen aus dem Motorsport verabschiedet hatte. Die Kontakte, die man damals in die Formel 1 hatte, bestanden im Wesentlichen darin, dass speziell die S-Klasse und der SL besonders gefragte Privatfahrzeuge bei den Grand-Prix-Piloten waren. 

Etwas ganz Besonderes.

Andererseits war das für das Eröffnungsrennen vorgesehene Modell – der 190 E 2.3-16 – etwas ganz Besonderes, das durchaus nach einem Einsatz auf der Rennstrecke verlangte. Vor den Augen des staunenden Publikums hatte man auf der IAA im September 1983 eine Sportversion des gerade erst eingeführten „Baby-Benz“ präsentiert. Diese Sportlichkeit bezog sich keineswegs nur auf die auffälligen aerodynamischen Hilfsmittel wie tiefe Frontschürze und markanter Heckspoiler, sondern vor allem auf die hochkarätige Technik. Der Vierzylindermotor besaß einen Kopf mit 16 Ventilen, vier pro Zylinder – eine Technologie, die aus dem Rennsport abgeleitet war und die Mercedes-Benz nun als einer der ersten in Großserie auf die Straße brachte. 

Satte 136 kW (185 PS) ließen sich damit dem 2,3-Liter-Motor entlocken. Zum Vergleich: Der reguläre 190 E leistete 90 kW (122 PS) aus 2,0 Liter Hubraum. Dass das innovative Konzept ausgereift war, hatte Mercedes-Benz bereits im August 1983 bewiesen: Drei Vorserienfahrzeuge des 190 E 2.3-16 hatten im italienischen Hochgeschwindigkeitsoval von Nardò 50.000 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von gut 247 km/h absolviert – und sich damit für Höheres empfohlen: das Rennen auf dem neuen Nürburgring.  

Der Motor blieb für das Rennen unangetastet. Dank innovativer Vierventiltechnik leistet er 185 PS.

Der Motor blieb für das Rennen unangetastet. Dank innovativer Vierventiltechnik leistet er 185 PS.

20 identische Fahrzeuge.

Die Eröffnungsfeier und damit das angedachte „Race of Champions“ war für den 12. Mai 1984 terminiert. Noch vor Anlauf der Serienproduktion wurden im Frühjahr in Windeseile 20 identische Fahrzeuge für das Rennen aufgebaut – kleine Modifikationen inklusive. Dazu gehörten unter anderem für mehr Sicherheit ein Überrollkäfig, Not-Aus-Schalter und Sechspunktsicherheitsgurte. Das Fahrwerk wurde etwas tiefer und straffer, die Übersetzung kürzer und die Serienabgasanlage gegen eine Sportversion getauscht. Mit ihren 103 Dezibel verlieh sie dem 190 E 2.3-16 einen besonders markanten Sound. Motor und Aerodynamik blieben indes unangetastet – und auch das Farbschema: Exakt die Hälfte der Fahrzeuge war in Rauchsilber-, die andere in Blauschwarzmetallic lackiert.

Formel-1-Weltmeister.

Tatsächlich gelang es, fast alle noch lebenden Formel-1-Weltmeister in die Eifel zu locken: Niki Lauda, Keke Rosberg, Alan Jones, James Hunt und Jody Scheckter gehörten dazu. Auch Champions der 1960er wie Phil Hill, Jack Brabham, John Surtees und Dennis Hulme waren mit von der Partie. Nie wieder nahmen an einem Rennen so viele Formel-1-Weltmeister teil. Selbst der 72-jährige Fünffach-Champion Juan Manual Fangio war an den Ring gekommen, verzichtete aber aus gesundheitlichen Gründen auf den Start. Lediglich Nelson Piquet und Jackie Stewart fehlten, weil sie bei ihren Arbeitgebern keine Freigabe erhielten. Und Emerson Fittipaldi und Mario Andretti waren am gleichen Tag mit der Vorqualifikation zu den 500 Meilen von Indianapolis beschäftigt. 

Niki Lauda und Werner Breitschwerdt, der damalige Vorstandsvorsitzende von Daimler-Benz, tauschten sich vor dem Rennen über den Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 aus.

Niki Lauda und Werner Breitschwerdt, der damalige Vorstandsvorsitzende von Daimler-Benz, tauschten sich vor dem Rennen über den Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 aus.

Das Dach des Lauda-Wagens ziert heute ein Autogramm des dreimaligen Weltmeisters aus Österreich.

Das Dach des Lauda-Wagens ziert heute ein Autogramm des dreimaligen Weltmeisters aus Österreich.

Ayrton Senna, der spätere dreimalige Weltmeister.

Dafür waren noch andere Formel-1-Stars wie Carlos Reutemann, Jacques Laffite und Alain Prost an den Nürburgring bekommen, zudem ein noch nahezu unbekannter Rookie: Ayrton Senna, der spätere dreimalige Weltmeister. Der Brasilianer hatte gerade erst mit einem Hinterbänkler-Team den Sprung in die Formel 1 geschafft und sah in dem Rennen seine Chance, auf sich aufmerksam zu machen. 

Schon im Qualifying parkte er seinen 190 E 2.3-16 auf Platz drei, geschlagen nur von Prost und Reutemann. Im Rennen zeigte er dann sein ganzes Können und spurtete an die Spitze. Runde um Runde spulte er dort ab, bis plötzlich in seinem Rückspiegel Altmeister Niki Lauda auftauchte. Der Österreicher hatte von einem der hinteren Plätze aus ins Rennen gehen müssen, sich schon in der ersten Runde auf Platz 4 vorgekämpft und war nun nicht gewillt, sich im Generationenkampf geschlagen zu geben. 

Sieg am Nürburgring.

Verbissen beharkten sich die beiden und tauschten ständig die Plätze, bis kurz vor Schluss Senna mit einem beherzten Manöver vorbeizog und mit drei Zehntelsekunden Vorsprung gewann. Damit war Senna eine faustdicke Überraschung gelungen. Er hatte nicht nur die Formel-1-Welt auf sich aufmerksam gemacht, sondern war mit seiner Fahrweise in die Herzen der 120.000 Zuschauer gefahren. Sein Sieg am Nürburgring war aber nicht nur ein besonders wichtiger Meilenstein seiner Karriere, sondern auch der Erfolg für den Mercedes-Benz 190 E 2.3-16. Er hatte sein Potenzial eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Schon kurze Zeit später sah man ihn in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). 

Auch das präzise Handling des Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 machte ihn für den Renneinsatz wie berufen.

Auch das präzise Handling des Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 machte ihn für den Renneinsatz wie berufen.

Fürs Foto-Shooting durften die beiden legendären Rennwagen zurück auf die Einfahrbahn nach Sindelfingen.

Fürs Foto-Shooting durften die beiden legendären Rennwagen zurück auf die Einfahrbahn nach Sindelfingen.

Heute noch im Originalzustand.

Nach seinem Erfolg musste Senna erst einmal das Auto tauschen. Sein Siegerfahrzeug kam ins Mercedes-Benz Museum. Stattdessen erhielt er den ausgelobten Preis, einen fabrikneuen 190 E 2.3-16. Schon im Vorfeld war klar gewesen, dass alle anderen Rennfahrzeuge zurück ins Werk gingen. Dort wurden sie auf Serienstand zurückgerüstet und anschließend verkauft, um die große Nachfrage nach dem Modell befriedigen zu können. Lediglich das Auto von Niki Lauda wurde im originalen Rennzustand belassen und in dieser Konfiguration verkauft. Über den Umweg Österreich gelangte es später in den Besitz eines Sammlers aus der Schweiz. Die beiden Fahrzeuge, die im Race of Champions die ersten beiden Plätze belegten, sind die einzigen der 20 Teilnehmerwagen, die heute nachweislich im Originalzustand erhalten sind.

Bildergalerie.

Kraftstoffverbrauch kombiniert CO₂-Emissionen kombiniert Stromverbrauch im kombinierten Testzyklus

Nach Redaktionsschluss, 22.10.2019, können sich Änderungen am Produkt ergeben haben.

1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die „NEFZ-CO₂-Werte“ i. S. v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

4 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO₂-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

6 Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

7 Angaben zu Stromverbrauch und Reichweite sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe der UN/ECE-Regelung Nr. 101 ermittelt. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.