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die Daimler AG hat sich neu aufgestellt. Datenschutzrechtlich Verantwortlicher dieser Webseite ist ab dem 01.11.2019 Mercedes-Benz AG.

Datenschutzhinweise (Aktualisierung zum 01.11.2019)

Zukunft heute.

Wie die Zukunft der Fahrzeugsicherheit aussieht?

Vielleicht so:

  • Lenkrad und Pedale werden beim automatischen Fahren eingezogen,
  • das Auto kommuniziert mit allen anderen Verkehrsteilnehmern,
  • der digital vernetzte Kindersitz ist mit PRE-SAFE®-Lösungen ausgerüstet,
  • das USB-Gurtschloss im Fond spendet bei angelegtem Gurt Strom für das Smartphone,
  • und das Warndreieck wird im Bedarfsfall von einem Roboter aufgestellt.

Das alles gibt es noch nicht in der Serie, aber im Mercedes-Benz Experimental-Sicherheitsfahrzeug ESF 2019 lassen sich diese Lösungen und weitere Sicherheits-Highlights bereits heute erfahren.

Das Mercedes-Benz ESF 2019 vor einem Zebrastreifen. Hier nutzt das Fahrzeug Lichtsignale und Projektionen auf der Heckscheibe, um andere Verkehrsteilnehmer zu informieren.

Das ESF 2019 nutzt Lichtsignale und Projektionen auf der Heckscheibe, um andere Verkehrsteilnehmer zu informieren.

Generationen-Pakt: Die Mercedes-Benz Experimental-Sicherheitsfahrzeuge ESF 13, ESF 22a, ESF 24 und ESF 2009.

Generationen-Pakt: Die Mercedes-Benz Experimental-Sicherheitsfahrzeuge ESF 13, ESF 22a, ESF 24 und ESF 2009.

Vorausgedacht seit 1971.

Das ESF 2019 hatte im Juni 2019 seinen ersten großen Auftritt bei der 26. Internationalen ESV-Konferenz in Eindhoven (Niederlande). Es führt die einzigartige Tradition der Mercedes-Benz Experimental-Sicherheitsfahrzeuge fort, die Anfang der 1970er-Jahre beginnt.

Mercedes-Benz erforscht bereits seit fast 40 Jahren mit Experimental-Sicherheitsfahrzeugen sehr realitätsnah die mögliche Zukunft der Fahrzeugsicherheit. Erstmals stellt die Marke 1971 ein ESF der Öffentlichkeit vor.

Die im gesamten ESF-Programm erprobten Innovationen für passive, aktive und integrierte Sicherheit sind in höchstem Maße nachhaltig. Denn viele der Anwendungen sind erfolgreich in die Serie überführt und setzen Standards für die ganze Branche.

Sicherheit im Fokus.

Die ESF der Stuttgarter Marke entstehen vor einem ernsten Hintergrund: Durch die Massenmotorisierung nehmen in den 1960er-Jahren weltweit schwere Unfälle im Straßenverkehr zu. Deshalb startet die US-amerikanische Verkehrsbehörde (Department of Transportation, DOT) ein Programm, um Personenwagen sicherer zu machen.

Sie ruft eine internationale Konferenz ins Leben, die seit 1970 veranstaltet wird. Seit 1991 heißt sie „Technical Conference on the Enhanced Safety of Vehicles“ (Technische Konferenz für verbesserte Sicherheit von Fahrzeugen).

 

Das ESF 24 von hinten. Hier zeigt es deutlich seine enge Verwandtschaft zur Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe 116.

Nah an der Serie: Das ESF 24 zeigt deutlich seine enge Verwandtschaft zur S-Klasse der Baureihe 116.

Vier Meilensteine.

Von den mehr als 30 zur Erforschung künftiger automobiler Sicherheitssysteme von Mercedes-Benz konzipierten ESF stellt die Marke in den 1970er-Jahren vier Fahrzeuge auf Basis der Baureihen 114 und 116 öffentlich vor: ESF 05, ESF 13, ESF 22 und ESF 24.

ESF 05.

  • Fahrer- und Beifahrer-Airbag, zusätzlich je ein Airbag in den Rückenlehnen der Vordersitze für die außen sitzenden Fondpassagiere.
  • Selbstanlegende Gurte vorn, insgesamt fünf Dreipunktgurte mit Kraftbegrenzern.
  • Fahrzeug ist für eine Aufprallgeschwindigkeit von 80 km/h ausgelegt.
  • Bremsanlage mit Antiblockiersystem ABS.
  • Fangnetz als Alternative zu den hinteren Kopfstützen.
  • Basis: Limousine der Baureihe W 114 („Strich-Acht“).
  • Präsentiert auf der 2. Internationalen ESV-Konferenz vom 26. bis 29. Oktober 1971 in Sindelfingen.
Der Mercedes-Benz ESF 05 mit einem Fangnetz vor der Heckscheibe, das als Alternative zu hinteren Kopfstützen erprobt wird.

Ein Fangnetz vor der Heckscheibe wird als Alternative zu hinteren Kopfstützen erprobt.

Die Frontansicht des Mercedes-Benz ESF 13 verdeutlicht, dass es gut einen halben Meter länger ist als der serienmäßige „Strich-Acht“ (W 114).

Gut einen halben Meter länger als der serienmäßige „Strich-Acht“ (W 114) ist das ESF 13, um die Sicherheit zu verbessern.

ESF 13.

  • Überarbeitete Variante des ESF 05.
  • Technischer Aufprallschutz wird auch beim ESF 13 umfassend erprobt. Dazu gehört beispielsweise ein hydraulischer Pralldämpfer vorn. Insgesamt ist das Fahrzeug gut einen halben Meter länger als die Serienlimousine.
  • Das Gewicht ist rund 700 Kilogramm (etwa 50 %) höher als beim Basisfahrzeug
  • Im Innenraum polstern neue Materialien mögliche Aufprallzonen und „entschärfen“ diese so.
  • Front und Heck sind neu gestaltet, unter anderem mit unterfahrbaren Stoßfängern.
  • Vorgestellt auf der 3. Internationalen ESV-Konferenz vom 30. Mai bis 2. Juni 1972 in Washington, D.C. (USA).

ESF 22.

  • Fahrersitz mit Dreipunktgurt samt drei Kraftbegrenzern und Airbag als komplette Lösung.
  • Fahrzeug ist für eine Aufprallgeschwindigkeit von 65 km/h ausgelegt.
  • ESF 22 profitiert von sicherheitsrelevanten Innovationen der Baureihe 116: zum Beispiel entschärfter Innenraum, noch stabilere Sicherheits-Fahrgastzelle und weitere Verbesserung der kontrollierten Deformationsfähigkeit von Vorbau und Heckbereich.
  • Basis: S-Klasse Limousine der Baureihe 116.
  • Präsentiert auf der 4. Internationalen ESV-Konferenz vom 13. bis 16. März 1973 in Kyoto (Japan).
Der vordere Stoßfänger des Mercedes-Benz ESF 22 besteht an den Seiten aus aufgeschäumtem Kunststoff.

Der vordere Stoßfänger des Mercedes-Benz ESF 22 besteht an den Seiten aus aufgeschäumtem Kunststoff.

Das ESF 24 von vorne. Hier zeigt es deutlich seine enge Verwandtschaft zur Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe 116.

Nah an der Serie: Das ESF 24 zeigt deutlich seine enge Verwandtschaft zur S-Klasse der Baureihe 116.

ESF 24.

  • Ziel erreicht: Das ESF 24 gilt 1974 als erfolgreicher Abschluss dieser frühen Projektphase.
  • Die Ingenieure kommen mit diesem Fahrzeug der Serie besonders nahe: Es ist nur gut zehn Prozent schwerer und 265 Millimeter länger als die S-Klasse.
  • In die Serie übernommen werden in den kommenden Jahren beispielsweise Antiblockiersystem ABS (1978), Gurtstraffer (1981), Fahrerairbag (1981) und Beifahrerairbag (1987).
  • Basis: S-Klasse der Baureihe 116.
  • Vorgestellt auf der 5. Internationalen ESV-Konferenz vom 4. bis 7. Juni 1974 in London (Großbritannien).

Zukunftsperspektive Sicherheit.

Die Traditionslinie der Experimental-Sicherheitsfahrzeuge nimmt Mercedes-Benz im neuen Jahrtausend mit den ESF 2009 und ESF 2019 erfolgreich wieder auf.

Detailansicht des partiellen Fernlichts im Mercedes-Benz ESF 2009.

Das partielle Fernlicht wird im ESF 2009 erprobt.

Der schwarz-weiße Mercedes-Benz ESF 2009 aus dem Jahre 2009.

Die Tradition der ESF aus den 1970er-Jahren greift Mercedes-Benz 2009 mit dem Sicherheitsexperimentalfahrzeug ESF 2009 wieder auf.

ESF 2009.

  • Zusatzbremse im Fahrzeugboden (Braking Bag).
  • Aufblasbare Metallstrukturen für zusätzliche Stabilität von Strukturbauteilen (PRE-SAFE® Structure).
  • Trennung der Insassen als Teil der PRE-SAFE®-Maßnahmen (Interseat Protection).
  • Aufblasbare Gurtbandverbreiterung zur Minderung des Verletzungsrisikos (Beltbag).
  • LED-Scheinwerfer mit automatischer Anpassung der Lichtverteilung sowie Spotlight-Funktion.
  • Überwachung des hinteren Umfelds zur Erkennung eines möglichen Heckaufpralls (PRE-SAFE® 360°).
  • Präventive Oberkörperbewegung zur Fahrzeugmitte hin (PRE-SAFE® Pulse).
  • Automatische Volumenanpassung der Beifahrer-Front-Airbags (Size Adaptive Airbags).
  • Basis: S-Klasse Limousine der Baureihe 221.
  • Vorgestellt auf der 21. Internationalen ESV-Konferenz vom 15. bis 18. Juni 2009 in Stuttgart.

ESF 2019.

  • Beim vollautomatisierten Fahren sind Lenkrad und Pedalerie eingefahren, was das Verletzungsrisiko bei einem Crash reduzieren kann.
  • Zu den neuen Ideen bei Rückhaltesystemen für größere Innenraum-Flexibilität gehören der im Sitz integrierte Gurt sowie Airbags mit alternativen Einbauräumen, etwa der Fahrer-Airbag im Instrumententräger.
  • Vitalisierende Innenbeleuchtung mit tageslichtähnlichem Licht aus der Sonnenblende, damit der Fahrer länger fit bleibt.
  • Kooperative Fahrzeugumfeld-Kommunikation mithilfe von Anzeigen und Lichtsignalen.
  • Kindersitz-Konzept PRE-SAFE® strafft bei einem möglichen Crash präventiv die Sicherheitsgurte und fährt die Seitenaufprallschutz-Elemente aus.
  • Bei Unfall oder Panne fährt ein Roboter selbstständig aus dem Fahrzeugheck und stellt am Straßenrand ein beleuchtetes Warndreieck auf.
  • PRE-SAFE® Curve warnt den Fahrer mithilfe des Gurtstraffers, wenn er die nahende Kurve möglicherweise unterschätzt; PRE-SAFE® Seitenbeleuchtung mit elektrolumineszierendem Lack kann unfallträchtige Situationen entschärfen; PRE-SAFE® Impuls Heck kann an einem Stauende den Schutz der Passagiere und anderer Unfallbeteiligter erweitern.
  • Fond-Airbag hat ein neuartiges Befüllkonzept mit einer speziellen Röhrenstruktur zum Aufblasen und Positionieren des Luftkissens.
  • USB-Gurtschloss lädt das Smartphone, wenn der Gurt angelegt ist.
  • Aktiver Brems-Assistent mit erweiterten Funktionen erkennt beim Abbiegen nun auch Fußgänger und Radfahrer, die sich parallel zur ursprünglichen Fahrtrichtung bewegen.
  • Basis: Mercedes-Benz GLE.
  • Fachpremiere bei der 26. Internationalen ESV-Konferenz vom 10. bis 13. Juni 2019 in Eindhoven (Niederlande).
Der orangene Mercedes-Benz Typ W 111 und das schwarz-weiße Mercedes-Benz ESF 2009.

Die Experimental-Sicherheitsfahrzeuge gehören zur einzigartigen Geschichte der Fahrzeugsicherheit von Mercedes-Benz.

Innovationskultur für Sicherheit.

Mit den ESF führt Mercedes-Benz die Tradition wegweisender Innovationen für die Fahrzeugsicherheit fort. Dazu gehören beispielsweise das 1949 patentierte Sicherheitstürschloss, die Sicherheitskarosserie mit Knautschzonen von 1959 und der „entschärfte“ Innenraum zur Minderung des Verletzungsrisikos bei einem Unfall.

Entwicklung neuer Fahrzeuge.

Ebenfalls 1959 nimmt Mercedes-Benz systematische Crashtests auf. Die Erkenntnisse daraus fließen in die Entwicklung neuer Fahrzeuge ein. Auch zum ESF-Programm gehören zahlreiche Crashversuche. Bereits 1970 werden dafür Anforderungen definiert: Unter anderem sollen die ESF überaus anspruchsvollen Front- und Heckaufprallversuchen auf eine starre Barriere mit 80 km/h und einem Seitenaufprall auf einen Mast mit 20 km/h unterzogen werden.

Ab 1969 analysiert Mercedes-Benz in einer eigens zu diesem Zweck gegründeten Abteilung Realunfälle und lässt die dabei gewonnenen Erkenntnisse in die Sicherheitsentwicklung einfließen.

Kraftstoffverbrauch kombiniert CO₂-Emissionen kombiniert Stromverbrauch im kombinierten Testzyklus

Nach Redaktionsschluss, 16.08.2019, können sich Änderungen am Produkt ergeben haben.

1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die „NEFZ-CO₂-Werte“ i. S. v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

4 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO₂-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

6 Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

7 Angaben zu Stromverbrauch und Reichweite sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe der UN/ECE-Regelung Nr. 101 ermittelt. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.