Gedenken an einen Star am Steuer.

Stirling Moss war einer der großen Mercedes-Benz Stars in der legendären Motorsportsaison 1955 und viele Jahre lang ein engagierter Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic. Am 12. April 2020 ist der britische Rennfahrer im Alter von 90 Jahren gestorben.

Zu den herausragenden Erfolgen von Stirling Moss gehören der Gesamtsieg der Mille Miglia 1955 mit der besten je in diesem Rennen erzielten Zeit sowie der Sieg im Großen Preis von Großbritannien 1955 als erster britischer Rennfahrer – beide Triumphe erzielt er für Mercedes-Benz.

Stirling Moss mit einem Mercedes-Benz Rennsportwagen W 196 S bei Testfahrten in der Saison 1955.

Stirling Moss mit einem Mercedes-Benz Rennsportwagen W 196 S bei Testfahrten in der Saison 1955.

Stirling Moss 2015 als Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic beim Goodwood Festival of Speed 2015.

Stirling Moss 2015 als Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic beim Goodwood Festival of Speed 2015.

Begeisterung und Engagement.

Die Marke mit dem Stern hält die Erinnerung an den Silberpfeil-Piloten wach. „Wir alle denken an Stirling Moss: an diesen großartigen Menschen und Rennfahrer, an sein unermüdliches Engagement für den Motorsport und an die Begeisterung, die er stets geweckt hat“, sagt Christian Boucke, Leiter von Mercedes-Benz Classic.

Der Ritter der Silberpfeile.

Im Jahr 2000 wurde Moss vom britischen Königshaus zum Ritter geschlagen. Seither durfte sich der 1929 geborene Sohn eines Londoner Zahnarztes „Sir Stirling“ nennen. In den Orden „Most Excellent Order of the British Empire“ hat ihn die Queen bereits 1959 aufgenommen. Und zum absoluten Publikumsliebling ist der Rennfahrer schon Anfang der 1950er-Jahre geworden.

Sein erstes Rennen fährt der junge Brite 1948 – und kommt sofort auf Platz 4 ins Ziel. Eigentlich kein Wunder. Denn der Motorsport liegt seiner Familie im Blut. Vater Alfred und Mutter Aileen Moss nehmen schon in den 1920er- und 1930er-Jahren an Wettbewerben teil. 

Und Stirlings Schwester Pat wird zur bekannten Rallye- und Sportwagenfahrerin.

Stirling Moss erzielt bereits in seinem Debütjahr 1948 überragende Erfolge in der Formel 3, wird 1949 Fahrer der H.W.M.-Werksmannschaft in der Formel 2 und gewinnt 1950 auf Jaguar die Tourist Trophy. Bald lässt sich Moss als einer der ersten Rennfahrer überhaupt von einem professionellen Manager vertreten. 1954 startet er auf Maserati in der Formel 1. Und im selben Jahr wird er von Mercedes-Benz Rennleiter Alfred Neubauer als Rennfahrer für die Saison 1955 verpflichtet. Das ist eine Sternstunde in seiner Karriere, denn nun ist er Mitglied des damals erfolgreichsten Rennteams der Welt.

Stirling Moss nach dem Sieg der Mille Miglia 1955.

Stirling Moss nach dem Sieg der Mille Miglia 1955.

Die Legende der Mille Miglia 1955.

„Es war mein größter Sieg!“, wird Stirling Moss später über die Mille Miglia 1955 sagen. Und über den 300 SLR: „Nur Mercedes-Benz konnte so ein Auto bauen.“

Am 1. Mai 1955 geht Moss mit seinem Kopiloten Denis Jenkinson in Brescia auf die Jagd über 1.000 Meilen nach Rom und zurück. Es ist 7.22 Uhr – davon abgeleitet ist die Startnummer des silbernen Rennsportwagens. Kurve um Kurve fliegt der 300 SLR über die 1.597 Kilometer lange Strecke, misst sich mit 520 anderen Fahrzeugen im Kampf um Sekunden. 

Heimsieg im Grand Prix.

Dann die Ankunft im Ziel: Mit 10 Stunden, 7 Minuten und 48 Sekunden gewinnen Moss und Jenkinson die Mille Miglia 1955 – Durchschnittsgeschwindigkeit 157,65 km/h. Die beiden Briten stellen damit eine neue Rekordzeit für die „1.000 Meilen“ auf, die bis heute gilt: Ihre Zeit bei diesem legendären Straßenrennen wird nie mehr unterboten.

Der zweite grandiose Triumph von Moss 1955 ist der Sieg im British Grand Prix am 16. Juli 1955 in Aintree: Auf Mercedes-Benz Formel-1-Rennwagen W 196 R gewinnt Moss als erster Brite dieses prestigeträchtige Rennen. Er führt einen Vierfachsieg der Silberpfeile an, gefolgt von seinen Teamkollegen Juan Manuel Fangio, Karl Kling und Piero Taruffi.

Im Großen Preis von Großbritannien wird Stirling Moss (Startnummer 12) am 16. Juli 1955 knapp vor Juan Manuel Fangio abgewunken.

Im Großen Preis von Großbritannien wird Stirling Moss (Startnummer 12) am 16. Juli 1955 knapp vor Juan Manuel Fangio abgewunken.

Siegerehrung beim Großen Preis von Großbritannien: Sieger Stirling Moss und der Zweitplatzierte Juan Manuel Fangio.

Siegerehrung beim Großen Preis von Großbritannien: Sieger Stirling Moss und der Zweitplatzierte Juan Manuel Fangio.

Star-Bilanz.

Mit dem Mercedes-Benz Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S) und dem Formel-1-Rennwagen W 196 R schreibt Stirling Moss 1955 eine glänzende Bilanz:

  • Mille Miglia: Platz 1
  • Internationales Eifelrennen auf dem Nürburgring: Platz 2
  • Grand Prix von England: Platz 1 und zugleich sein erster Formel-1-Sieg
  • Grand Prix von Schweden: Platz 2
  • Grand Prix von Belgien: Platz 2
  • Grand Prix der Niederlande: Platz 2
  • Tourist Trophy in Dundrod/Nordirland: Platz 1
  • Targa Florio: Platz 1

Rückzug auf der Höhe des Erfolgs.

Mercedes-Benz zieht sich Ende der Saison 1955 auf der Höhe des Erfolgs aus dem Rennsport auf der Rundstrecke zurück. Stirling Moss startet nun unter anderem in Fahrzeugen von Vanwall, Cooper, Porsche, Aston Martin, Ferrari, Lotus und B.R.M. – und immer wieder zeigt er sich als ein Fahrer von Weltklasseformat. Nach einem schweren Rennunfall 1962 beendet der Brite seine aktive Karriere.

Zum Ende der Rennsaison 1955 entsteht dieses Foto der Mercedes-Benz Rennabteilung. Stirling Moss sitzt rechts neben dem Cockpit des Formel-1-Rennwagens W 196 R.

Zum Ende der Rennsaison 1955 entsteht dieses Foto der Mercedes-Benz Rennabteilung. Stirling Moss sitzt rechts neben dem Cockpit des Formel-1-Rennwagens W 196 R.

Stirling Moss beim Goodwood Festival of Speed 2015.

Stirling Moss beim Goodwood Festival of Speed 2015.

Freundschaft zur Marke.

Stirling Moss bleibt Mercedes-Benz stets verbunden und begleitet vor allem in späteren Jahren als Markenbotschafter die Aktivitäten von Mercedes-Benz Classic: Bei zahlreichen hochrangigen Veranstaltungen der automobilen Klassik ist der Ritter der Silberpfeile als Zeitzeuge zu Gast.

Bildergalerie.

Kraftstoffverbrauch kombiniert CO₂-Emissionen kombiniert Stromverbrauch im kombinierten Testzyklus

Nach Redaktionsschluss, 14.04.2020, können sich Änderungen am Produkt ergeben haben.

1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die „NEFZ-CO₂-Werte“ i. S. v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

4 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO₂-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

6 Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

7 Angaben zu Stromverbrauch und Reichweite sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe der UN/ECE-Regelung Nr. 101 ermittelt. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.