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Der erste silberne Pfeil.

Das ist er nun, der erste silberne Pfeil. Rundfunkreporter Paul Laven gab dem SSKL bei seinem grandiosen Sieg auf der Berliner Avus 1932 in seinen Kommentaren einen Namen, der Automobilgeschichte schreiben sollte.

Der SSKL mit seiner Stromlinienkarosserie ist gewissermaßen der erste Silberpfeil und feierte auf der Avus im Mai 1932 einen grandiosen Sieg. Dabei hatten die Berliner die silberne Rennzigarre wegen ihres etwas ungelenken Aussehens nach den ersten Trainingsläufen wenig schmeichelhaft „Gurke“ getauft. Doch die Gurke mit der Aluminiumverkleidung fuhr der Konkurrenz auf der seinerzeit schnellsten deutschen Rennstrecke davon. So ging am Nachmittag des 22. Mai 1932 zusammen mit diesem ganz besonderen SSKL der Stern von zwei Männern auf. Die vom ehemaligen Motorradrennfahrer Reinhard Freiherr von Koenig-Fachsenfeld entworfene Stromlinienkarosserie machte den eigentlich nicht mehr ganz konkurrenzfähigen SSKL wieder zu einem Siegertyp. 

Der strahlende Sieger des Avus-Rennens am 22.05.1932: Manfred von Brauchitsch.

Der strahlende Sieger des Avus-Rennens am 22.05.1932: Manfred von Brauchitsch.

Manfred von Brauchitsch ging mit dem erstmals eingesetzten Mercedes-Benz SSKL Rennsportwagen mit Stromlinienkarosserie vor Rudolf Caracciola über die Ziellinie.

Manfred von Brauchitsch ging mit dem erstmals eingesetzten SSKL Rennsportwagen mit Stromlinienkarosserie vor Rudolf Caracciola über die Ziellinie.

Die schnellste Gurke der Welt.

So schaffte die schnellste Gurke der Welt dank der ebenso leichten wie windschlüpfigen Aluminiumverkleidung 230 km/h Höchstgeschwindigkeit und damit 20 km/h mehr als der normale SSKL. Der Sieg auf der Berliner Avus war – nicht nur für den Rennsport – ein augenfälliger Durchbruch der Aerodynamik, denn für ähnliche Fahrleistungen wären sonst rund 80 PS (59 kW) mehr nötig gewesen. Doch kein Rennerfolg ohne einen tollkühnen Piloten. Der gerade einmal 26 Jahre alte Manfred von Brauchitsch verwies den etablierten Starpiloten Rudolf Caracciola vor den besten Rennfahrern der Welt auf den zweiten Platz – und ermöglichte sich so den lang ersehnten Wechsel ins Profilager. Über Nacht wurde Manfred von Brauchitsch auf den Silberpfeilen von Mercedes-Benz zum umjubelten Jungstar.

Spektakuläre Optik.

Der SSKL hat auch mehr als 85 Jahre nach seiner Rennpremiere nichts von seiner Faszination verloren. Das gilt nicht nur für die beeindruckende Optik, sondern speziell für die Renntechnik. „Der Wagen hat eine beeindruckende Gewichtsverteilung“, erklärt Mercedes-Benz Projektleiter Michael Plag von Mercedes-Benz Classic, „wir haben den Wagen zweimal nachgemessen. Die Bohrungen im Rahmen sind so genau, dass die Gewichtsverteilung bei 49,4:50,6 liegt – perfekt ausgeglichen.“ In mehrmonatiger Arbeit wurde der SSKL vom Classic Center in Fellbach neu aufgebaut. 

1931 hatte es vier Originalfahrzeuge gegeben, die mit einem Kostenaufwand von insgesamt 150.000 Reichsmark entstanden waren. „Als Basis für den Stromlinienwagen diente ein SSK aus unserer Sammlung; einzelne Teile haben wir speziell anfertigen lassen“, ergänzt Plag. Teile wie Motorblock, Königswelle, Rennpleuel, Ölpumpe, Lüfter oder Einlasskrümmer sowie der große Elefantenkompressor mit seinen 18 Rippen sind original. Wie bei den früheren SSKL – und im Gegensatz zu den Serienfahrzeugen des SS und SSK – kann er permanent mitlaufen. 

Unterwegs mit dem legendären Mercedes-Benz SSKL Stromlinienrennwagen auf dem 17-Mile-Drive.

Unterwegs mit dem legendären SSKL Stromlinienrennwagen auf dem 17-Mile-Drive.

Windschlüpfige Alu-Karosse.

Ein Hebel unterhalb der Lenksäule schaltet ihn ein oder aus. Die Leistung des intern M 06 RS genannten Reihensechszylinders mit seinen 7,1 Litern Hubraum steigt in der im SSKL eingesetzten Ausführung auf 176 kW / 240 PS ohne und 220 kW / 300 PS mit Kompressorunterstützung. Durch die Stromlinienkarosse aus Aluminium ist der weltbekannte Super-Sport-Kurz-Leicht jedoch nicht wiederzuerkennen und wirkt spektakulärer denn je. 

Die kantigen Formen des SSK sind verschwunden und lediglich die vordere Achskonstruktion ist noch zu erahnen. Die hintere Aufhängung ist ebenfalls komplett verkleidet und läuft nach hinten ebenso spitz zu wie das Heck der rasenden Renngurke. Die Front wird von einem gigantischen Kühllufteinlass dominiert, wobei das Cockpit des Stromlinien-SSKL nur marginal von einem Luftleitblech geschützt wird.

Der Jungstar ist geboren.

 Wer die Motorhaube öffnen will, um einen Blick auf den langhubigen Reihensechszylinder zu bekommen, muss erst die aerodynamisch verkleidete Abdeckung am Kopfscharnier lösen. Das Cockpit wurde identisch vom SSKL übernommen und so gibt es zwei Ledersitze, das mächtige Steuer und einen spartanischen Innenraum, um das Gewicht mit seinen 1.444 Kilogramm möglichst gering zu halten. Neben dem Armaturenbrett gibt es das mittige Gaspedal mit Kupplung links und Bremse rechts.

Beim Rennen selbst trat Manfred von Brauchitsch als Privatier an. Wegen der anhaltenden Weltwirtschaftskrise hatte sich Mercedes-Benz seinerzeit entschlossen, die eigenen Motorsportaktivitäten, die bereits 1931 nur noch auf Sparflamme liefen, ganz ruhen zu lassen.

Das Cockpit des Mercedes-Benz SSKL Stromlinienwagens zeigt sich im Vergleich zum unverkleideten SSKL nahezu unverändert.

Das Cockpit des SSKL Stromlinienwagens zeigt sich im Vergleich zum unverkleideten SSKL nahezu unverändert. 

Der 7,1 Liter große Reihensechszylinder leistet mit eingeschaltetem Kompressor 221 kW / 300 PS.

Der 7,1 Liter große Reihensechszylinder leistet mit eingeschaltetem Kompressor 221 kW / 300 PS.

Durchschnittstempo: 194 km/h.

 Doch die Marke mit dem Stern unterstützte den privat startenden Manfred von Brauchitsch und auch Hans Stuck, der einen SSKL mit normaler Karosserie fuhr, bei dem Rennen auf der Avus-Hochgeschwindigkeitsstrecke. Die Avus selbst bestand aus zwei jeweils 9,5 Kilometer langen Geraden, die über zwei Kurven zu einem Oval verbunden waren. Diese Strecke mussten die Rennfahrer während des Rennens 15 Mal und somit eine Strecke von insgesamt 294 Kilometern zurücklegen, während aus dem mächtigen Endrohr auf der rechten Seite der aufgeladene Sechszylinder bollerte. Das Durchschnittstempo, das von Brauchitsch damals erzielte: unglaubliche 194 km/h.

Kopf an Kopf – neun Runden lang.

Ab der zweiten Runde fuhren Favorit und Starfahrer Rudolf Caracciola, der 1932 wegen des Rückzugs „seines“ Mercedes-Benz Teams auf Alfa Romeo startete, und Manfred von Brauchitsch im SSKL Stromlinienrennwagen direkt gegeneinander auf den Plätzen eins und zwei. Stets vergrößert Caracciola an der Spitze im wendigeren Alfa Romeo seinen Abstand in und nach den Kurven beim Beschleunigen, während Manfred von Brauchitsch auf den Geraden immer wieder aufholen konnte. 

Von Brauchitsch hielt sich taktisch klug zurück und überholte Rudolf Caracciola auf seinem Alfa Romeo erst in der letzten Runde und gewann nach 1:30,53 Stunden auf der Zielgeraden – ein Rennen für die Ewigkeit – nicht nur wegen des Silberpfeils. Von 16 gestarteten Wagen gingen nur fünf durchs Ziel, darunter die beiden gestarteten SSKL.

Kraftstoffverbrauch kombiniert CO₂-Emissionen kombiniert Stromverbrauch im kombinierten Testzyklus

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1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die „NEFZ-CO₂-Werte“ i. S. v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

4 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO₂-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

6 Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

7 Angaben zu Stromverbrauch und Reichweite sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe der UN/ECE-Regelung Nr. 101 ermittelt. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.