• Die wichtigsten Regeln auf einen Blick

Mehr Leistung im Rennen

Den Fahrzeugen stehen ab dieser Saison im Rennen 220 kW (anstatt 200 kW) an Leistung zur Verfügung. Die Leistung des Attack-Mode steigt von 235 kW auf 250 kW. Zugleich besteht die Möglichkeit, die Renndauer von 45 Minuten plus einer Runde im Falle von Safety-Car- oder „Full Course Yellow“-Phasen um bis zu 10 Minuten zu verlängern.

Für jede Minute während einer SC- oder FCY-Phase werden 45 Sekunden zur Rennzeit hinzugefügt. Sollte eine solche Phase sich über die 40 Minuten-Marke erstrecken oder erst danach beginnen, wird die Renndauer dadurch nicht mehr verlängert.

mercedes-eq-formula-e-team-rules-silver-arrow

Neues Qualifying-Format

Ab der Saison 8 werden die Fahrer (außer beim ersten Saisonrennen) für das Qualifying auf Basis ihrer WM-Platzierung in zwei Gruppen zu je 11 Piloten aufgeteilt. In Gruppe A treten die Fahrer mit ungeraden WM-Platzierungen an, in Gruppe B jene mit geraden WM-Positionen. Jede Gruppe fährt eine 10-minütige Session, in der die Anzahl der Runden nicht beschränkt ist. Den Fahrern stehen dafür 220 kW an Leistung zur Verfügung. Jeder Fahrer muss eine Runden- zeit innerhalb der ersten fünf Minuten der Session erzielen.

Die schnellsten vier Fahrer jeder Gruppe erreichen die K.O.-Phase des Qualifyings, in der ihnen 250 kW an Leistung zur Verfügung stehen. Im Viertel-, Halb- und Finale treten nun jeweils zwei Fahrer gegeneinander an, um ihre Startpositionen zu bestimmen. Der Fahrer mit der schnelleren Zeit kommt eine Runde weiter. 

Die vier Viertelfinal-Duelle werden nach folgendem Schema aufgeteilt: V1: P4 (B) vs. P1 (A), V2: P3 (B) vs. P2 (A), V2: P3 (A) vs. P2 (B), V4: P4 (A) vs. P1 (B). Im Halbfinale treten jeweils die Gewinner von V1 und V2 sowie V3 und V4 gegeneinander an. Die Startreihenfolge im Halbfinale ist umgekehrt zu den Rundenzeiten im Viertelfinale. Der Schnellste geht als letzter Fahrer auf die Strecke.

Der Gewinner der K.O.-Phase erhält die Pole Position, der Verlierer des Finales startet als Zweiter. Die Verlierer der Halbfinal-Läufe qualifizieren sich gemäß ihren erzielten Rundenzeiten auf den Plätzen drei und vier. Selbiges gilt für die Verlierer der Viertelfinal-Läufe, die sich auf den Positionen fünf bis acht einordnen.

Die in der Gruppenphase ausgeschiedenen Fahrer erhalten ihre Startpositionen wie folgt: Die Fahrer aus der Gruppe des Final-Siegers starten von den ungeraden Positionen, die Piloten aus der anderen Gruppe von den geraden Positionen. 

mercedes-eq-formula-e-team-rules-qualifiying

Punktesystem

Die Top-10 jedes E-Prix sammeln jeweils Punkte für die Fahrer- respektive Teammeisterschaft. Die Punkte werden nach dem bekannten Schema von Platz eins bis zehn vergeben: 25 - 18 - 15 - 12 -10 - 8 - 6 - 4 - 2 - 1.

Zusatzpunkte gibt es für die Pole Position (3 Punkte), den schnellsten Fahrer der Gruppenphase im Qualifying (ein Punkt) und die schnellste Rennrunde (ein Punkt). 

Um den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde zu erhalten, muss der jeweilige Fahrer innerhalb der Top-10 ins Ziel gekommen sein. Ansonsten erhält ihn derjenige Pilot unter den ersten Zehn des Rennergebnisses, der am nächsten an der schnellsten Rundenzeit liegt. Zeiten, die mit FanBoost erzielt wurden, werden nicht berücksichtigt.

Zusatzpunkte für Pole: 3
Zusatzpunkt für Schnellsten in Qualifying-Gruppenphase: 1 Zusatzpunkt für schnellste Rennrunde: 1 

mercedes-eq-formula-e-team-rules-points

Attack-Mode

Der „Attack-Mode“ ist ein weiteres taktisches Element für die Fahrer, um mehr Leistung für einen Angriff oder zur Verteidigung der Position zu erlangen. Die Belohnung: die Leistung des Elektromotors steigt für eine gewisse Zeit auf 250 kW. Hierfür wird abhängig von der jeweiligen Streckencharakteristik eine spezielle „Attack-Zone“ abseitsder Ideallinie festgelegt. Um den „Attack-Mode“ nutzen zu können, muss der Fahrer einen Knopf am Lenkrad betätigen und dann in der „Attack-Zone“ abseits der Ideallinie drei Aktivierungsschleifen überfahren. Wenn ihm das gelingt, wird die zusätzliche Leistung direkt freigeschaltet. 

Jeder Fahrer erhält fünf Versuche, um den „Attack-Mode“ zu aktivieren. In welchem Zeitraum dieser nach der Aktivierung eingesetzt werden muss wird erst kurz vor dem Start von der FIA bekanntgegeben. Dazu gehört auch: Wie oft der „Attack-Mode“ im Laufe des Rennens eingesetzt werden kann und wie lange die Aktivierungszeiträume sind. Wenn der „Attack-Mode“ aktiviert ist, pulsieren die LEDs am Halo in blauer Farbe. Der „Attack-Mode“ darf nicht in einer Gelbphase oder in den ersten zwei Rennrunden des Rennens aktiviert werden. Die Aktivierung ist nur unter normalen Rennbedingungen möglich.werden. 

mercedes-eq-formula-e-team-rules-attack-mode

FanBoost

Bei einer Online-Abstimmung können Fans bis 15 Minuten nach Rennstart abstimmen, welche fünf Piloten den sogenannten FanBoost erhalten sollen. Diesen dürfen die Fahrer dann in der zweiten Rennhälfte für einen kurzen Zeitraum einsetzen, um die Leistung ihres Autos zu erhöhen. Der FanBoost wird durch eine violette Beleuchtung am Halo-Cockpitschutz angezeigt und darf nicht mit dem Attack- Mode kombiniert werden.

Online-Abstimmung | Beginn: 6 Tage vor Rennen | Ende: 15 min nach Rennbeginn

Ergebnis | Top-5 erhalten FanBoost im Rennen

Einsatz des Fan-Boost | In zweiter Rennhälfte (nach 22 Min.)

Zusätzliche Energie durch Fan-Boost | 100 kJ (min. 240 kW / max. 250 kW)

LED-Farbe am Halo | Violett 

 

mercedes-eq-formula-e-new-facts-fanboost

Weitere Artikel.