• Auf & Ab beim zweiten Double-Header in Berlin.

Rückschlag am Samstag: Keine Punkte für das Team.

Der Start in die Finalwoche in Berlin verlief mit drei Punkteplatzierungen und einem Ausfall in den ersten beiden Rennen bittersüß. Dennoch sahen die Vorzeichen vor dem Beginn des zweiten Doppelpacks positiv aus: Stoffel Vandoorne qualifizierte sich auf Starplatz vier, Nyck de Vries fuhr im Qualifying auf P8, musste aufgrund einer Zurückversetzung jedoch von P13 starten.

Race results Race 8 of the ABB FIA Formula E

Der Start in die Finalwoche in Berlin verlief mit drei Punkteplatzierungen und einem Ausfall in den ersten beiden Rennen bittersüß. Dennoch sahen die Vorzeichen vor dem Beginn des zweiten Doppelpacks positiv aus: Stoffel Vandoorne qualifizierte sich auf Starplatz vier, Nyck de Vries fuhr im Qualifying auf P8, musste aufgrund einer Zurückversetzung jedoch von P13 starten.

"Nach starken Leistungen im Qualifying hatten wir uns vom Rennen mehr erhofft", gestand Teamchef Ian James nach dem Rennen. Was war passiert? Die Probleme begannen kurz nach der Rennhälfte. Bis dahin lag Stoffel in den Top-5, fiel dann jedoch in Folge eines Reifenschadens ans Ende des Feldes zurück und musste das Auto vorsichtshalber an der Box abstellen. "Leider hatte Stoffel einen Reifenschaden, nachdem er in Runde 16 von hinten angeschoben worden war", erklärte Ian. "Wir haben entschieden, ihn aus dem Rennen zu nehmen, um weitere Schäden zu vermeiden."

Nykc de Vries competing in race 8 at the season final

Ähnlich hart verlief der Abend für Nyck, der sich zu Beginn des Rennens trotz eines Problems mit blockierenden Vorderrädern nach vorne arbeiten konnte. "Leider verpasste ich dann die Aktivierungsschleife für den Attack Mode, was den weiteren Verlauf unseres Rennens stark beeinträchtigte", gab Nyck zu. "Das war mein Fehler und tut mir für das gesamte Team sehr leid. Durch die lange Safety-Car-Phase hatten wir am Ende leider nicht genügend Runden, um einen Puffer für den Attack Mode herauszufahren."

Die folgende Aufholjagd bis in die Punkteränge verbrauchte jedoch mehr Energie als gedacht und so konnte Nyck seinen Platz auf der letzten Runde nicht mehr verteidigen und überquerte die Ziellinie auf P16. Nach einer 10-Sekunden-Zeitstrafe wurde er als Achtzehnter gewertet. "Der heutige Tag war ein Rückschlag für unser Team", fasste Ian James zusammen. "Aber morgen haben wir wieder die Chance, uns zurückzumelden."

Fahrer FP1 FP2 Qualifying Super Pole Rennen Wertung
#5 S. Vandoorne

P08

1:07.248

29 Runden

P10

1:07.034

19 Runden

P2 (G1: P1)

1:06.714

2 Runden

P4

1:06.965

DNF

Grid: P4

FL: 1:09.690

P5

57 Punkte

#17 N. de Vries

P7

1:07.234

30 Runden

P5

1:06.900

19 Runden

P8 (G3: P3)

1:06.907

2 Runden

-

P18

Grid: P13

FL: 1:09085

P14

30 Punkte

 

Comeback am Sonntag: Zurück in den Punkterängen.

Race results Race 9 of the ABB FIA Formula E

Gesagt, getan. Der Weg dorthin führte jedoch über ein hartes Rennen. Im Qualifying konnte Nyck seine guten Eindrücke aus den bisherigen Qualifikationen bestätigen: ihm gelang erneut der Sprung in die Super Pole. Damit startete er in seinem neunten Formel-E-Rennen zum sechsten Mal aus den Top-5 der Startaufstellung.

"Ich hatte einen guten Start und kam ohne Probleme durch die erste Runde. Alles in allem war es ein schönes Rennen, über das es nicht viel zu sagen gibt", fasste Nyck zusammen. "Es hat sehr viel Spaß gemacht, in der Spitzengruppe mitzufahren. Wir haben das Rennen gut kontrolliert, nichts übereilt und alles im Griff gehabt. Es war schön, am Ende noch eine Position gegen Oliver Rowland gutzumachen. Er versuchte, mir das Leben schwer zu machen und wir haben uns leicht berührt, aber ich hatte einen Energie-Vorteil gegenüber ihm und hätte ihn so oder so überholt."

Stoffel waiting before the start of race 09 at the abb fia formula e final in berlin

Am Ende überquerte Nyck die Ziellinie als Vierter - das gleiche Ergebnis mit dem er am vergangenen Mittwoch in die Berliner Woche gestartet war. "Nyck konnte seine Position in der Spitzengruppe von Beginn an halten und leistete fantastische Arbeit, um das Rennen von Anfang bis Ende unter Kontrolle zu behalten", lobte Ian James. "Ich freue mich sehr darüber, dass er sich auf der letzten Runde noch P4 geschnappt hat und so im Vergleich zu seiner Startposition einen Platz gutmachen konnte. Alles in allem hat das Team eine saubere Leistung abgeliefert und ist ruhig und konzentriert geblieben."

Für Stoffel lief es am Sonntag nicht so gut wie am Samstag. So konnte er seinen vierten Startplatz nicht wiederholen und ging stattdessen von Rang 20 ins Rennen. "In diesem Rennen fiel es mir schwerer, eine Aufholjagd zu starten, aber immerhin konnte ich ein paar Positionen gutmachen - obwohl es am Ende nicht für Punkte gereicht hat", bilanzierte Stoffel, der im Verlauf der 37 Rennrunden acht Positionen gutmachte und den E-Prix auf Rang zwölf beendete. "Wenn man von so weit hinten startet, ist es eben sehr schwer, sich im Rennen nach vorne zu arbeiten. Das Qualifying-Ergebnis hat unseren gesamten Tag beeinflusst." Dennoch gibt es einige positive Aspekte, die Stoffel und das Team aus dem Rennen mitnehmen können. "Gerade im Hinblick auf das Energie-Management und die Überholmanöver, die ich gezeigt habe", verrät er.

Fahrer FP3 Qualifying Super Pole Rennen Wertung
#5 S. Vandoorne

P4

1:06.474

28 Runden

P20 (G1: P5)

1:07.064

2 Runden

-

P12

Grid: P20

FL: 1:08.828

P8

57 Punkte

#17 N. de Vries

P6

1:06.557

30 Runden

P3 (G3: P1)

1:06.575

2 Runden

P5

1:06.597

P4

Grid: P5

FL: 1:08.895

P12

42 Punkte

 

Auf zum finalen Double-Header.

Am kommenden Donnerstag findet die Debütsaison des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams ihren Abschluss. Zuvor stehen in Berlin-Tempelhof jedoch die letzten beiden Saisonrennen auf dem Programm. Der finale Double-Header wird auf einer neuen Streckenvariante ausgetragen, auf der noch nie ein E-Prix stattgefunden hat.

The Mercedes-Benz EQ Formula E Team getting ready for the last double-header

Dabei erwartet die Fahrer und Teams zum Saisonabschluss eine neue Herausforderung: die neue 2,505 km lange Strecke unterscheidet sich im zweiten und dritten Sektor deutlich von der traditionellen Variante. Sie bietet mehr Kurven und es gibt weniger Überholmöglichkeiten.

Die beiden Meisterschaften sind vor den beiden Finalrennen schon entschieden: "Herzlichen Glückwunsch an António Félix da Costa zu seinem ersten Titel und an die gesamte Mannschaft von DS Techeetah zum Gewinn der Team-Meisterschaft", gratulierte Ian James. "Sie haben in dieser Saison eine außergewöhnliche Leistung gezeigt."

Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team geht mit einem Punktestand von 99 Zählern auf Gesamtrang vier in die letzten beiden Saisonrennen. In der Fahrerwertung belegen Stoffel (57 Punkte) und Nyck (42 Punkte) die Plätze acht und zwölf.

"Jetzt bleiben uns zwei Tage bis zum letzten Double-Header der Saison", sagt Ian James. "Der neue Streckenverlauf sieht interessant aus und wir würden unsere Saison gerne mit einem Erfolgserlebnis abschließen."

Weitere Artikel.