• Höhen & Tiefen beim Auftakt in die Finalwoche von Berlin.

9 Tage, 6 Rennen.

Nach einer fünfmonatigen Rennpause startete das Mercedes-Benz EQ Formel E Team in dieser Woche in den intensiven Endspurt der ABB FIA Formel E Saison. Zum Auftakt in die Finalwoche erlebte das Team beim ersten von drei Double-Headern in Berlin gemischte Gefühle: mit einem guten Mannschaftsergebnis im ersten Rennen und einem bittersüßen Ergebnis im zweiten Lauf.

Race results Race 6 of the ABB FIA Formula E

Bestes Rennergebnis für Nyck.

Für Nyck de Vries begann sein erster Berlin E-Prix mit einem guten Qualifying. Mit einer Bestzeit in Gruppe 3 erreichte der Rookie die Super Pole und sicherte sich mit Startplatz fünf eine gute Ausgangsposition für das erste Rennen in Berlin Tempelhof. Dieses wurde auf der bekannten 2,355 km langen Strecke ausgetragen, allerdings entgegen der aus den vergangenen Jahren gewohnten Fahrtrichtung.

Im Rennen bestritt Nyck viele harte Zweikämpf, am Ende überquerte er die Ziellinie in einem spannenden Finish auf dem vierten Platz. "Nyck hatte intensive Zweikämpfe, um seine Position zu verteidigen und verbesserte sich am Ende um einen Platz im Vergleich zu seiner Startposition", fasste Teamchef Ian James zusammen. "Das heutige Rennen hat wieder einmal gezeigt, wie spannend ein Formel-E-Rennen sein kann."

Nyck de Vries on the the airfield in Berlin Tempelhof

Für Nyck de Vries begann sein erster Berlin E-Prix mit einem guten Qualifying. Mit einer Bestzeit in Gruppe 3 erreichte der Rookie die Super Pole und sicherte sich mit Startplatz fünf eine gute Ausgangsposition für das erste Rennen in Berlin Tempelhof. Dieses wurde auf der bekannten 2,355 km langen Strecke ausgetragen, allerdings entgegen der aus den vergangenen Jahren gewohnten Fahrtrichtung.

Im Rennen bestritt Nyck viele harte Zweikämpf, am Ende überquerte er die Ziellinie in einem spannenden Finish auf dem vierten Platz. "Nyck hatte intensive Zweikämpfe, um seine Position zu verteidigen und verbesserte sich am Ende um einen Platz im Vergleich zu seiner Startposition", fasste Teamchef Ian James zusammen. "Das heutige Rennen hat wieder einmal gezeigt, wie spannend ein Formel-E-Rennen sein kann."

Stoffel Vandoorne Racing in R6

Stoffels furiose Aufholjagd - Teil I.

Schon vor seiner Anreise nach Berlin erwartete Stoffel Vandoorne beim Saisonfinale der Formel E eine Woche voller Emotionen. Genau so sollte es schon am ersten der insgesamt sechs Renntage kommen. Stoffel qualifizierte sich auf Startplatz 15 und sah sich somit im Rennen einer großen Herausforderung gegenüber, um seine Position zu verbessern.

Das gelang ihm jedoch bestens. So verbesserte sich Stoffel im Verlauf der 36 Rennrunden um neun Positionen und beendete den E-Prix nach einer starken Leistung und einem cleveren Einsatz des Attack Modes und des Fanboosts auf Platz sechs. "Stoffel hat sich gut durch das Feld gekämpft und während des Rennens neun Positionen gutgemacht", sagte Ian James. "Damit hat er heute seine Pace untermauert."

Fahrer FP1 FP2 Qualifying Super Pole Rennen Wertung
#5 S. Vandoorne

P14

1:08.996

24 Runden

P20

1:07.988

20 Runden

P16 (G1: P4)

1:07.993

3 Runden

-

P6

Grid: P15

FL: 1:09.091

P5

46 Punkte

#17 N. de Vries

P8

1:08.601

23 Runden

P1

1:06.846

20 Runden

P4 (G3: P1)

1:07.308

4 Runden

P5

1:07.302

P4

Grid: P5

FL: 1:09.601

P12

30 Punkte

 

Stoffel Vandoorne racing in Berlin

Angesichts seiner Startposition zeigte sich auch Stoffel mit seiner Aufholjagd zufrieden. "Wenn man bedenkt, von wo ich gestartet bin, ist Platz sechs ein gutes Ergebnis", sagte er. "Ich hatte einen guten Start und achtete zu Beginn auf meine Energiereserven. Danach traf ich einige gute Entscheidungen im Hinblick auf den Attack Mode und zeigte zur richtigen Zeit entschlossene Manöver."

Das machte ihm das Leben gegen Rennende allerdings nicht ganz einfach. "Ich habe viele Überholmanöver gezeigt, aber auf den letzten paar Runden habe ich nur noch versucht, das Auto nach Hause zu bringen", verriet er weiter. "Ich lag sogar schon auf Platz fünf, aber meine Energie war verbraucht und ich konnte die Position auf der letzten Runde nicht mehr verteidigen." Für das zweite Rennen stimmte ihn seine Pace aber zuversichtlich.

Pech in Rennen 2: Nycks Leistung bleibt unbelohnt.

Race results Race 7 of the ABB FIA Formula E

Auch der zweite Renntag begann für Nyck mit einer starken Performance im Qualifying. Ihm gelang erneut der Einzug in die Super Pole, in der er mit Rang vier noch einen Platz besser abschnitt als am Vortag. Damit startete er in seinem siebten E-Prix zum vierten Mal aus der zweiten Reihe.

Im Rennen konnte er die gute Ausgangslage zunächst nutzen. "Zu Beginn konnte ich einen Platz gutmachen, mich danach aber nicht von meinen Verfolgern absetzen, da ich mit Untersteuern zu kämpfen hatte", erklärte Nyck. "Ich versuchte, mich nach der Full-Course-Yellow-Phase zu verteidigen, hatte aber keine Chance. Danach konnte ich ihnen sehr gut folgen und an ihnen dranbleiben."

Gerne hätte er die Jagd nach einem weiteren starken Rennergebnis fortgesetzt, doch leider war das Rennen für ihn zur Rennhälfte vorzeitig beendet. "Das ist schade, aber so etwas gehört zum Rennsport dazu", sagte Nyck. Teamchef Ian James erklärte: "Wir haben die Verbindung zu Nycks Auto verloren, und es ist komplett ausgegangen. Wir untersuchen gerade genau, was passiert ist, haben die Ursache dafür aber noch nicht gefunden."

Nyck de Vries and Stoffel Vandoorne racing at Tempelhof Airfield

Stoffels furiose Aufholjagd - Teil II.

Das zweite Rennen der Woche brachte für Stoffel die zweite Aufholjagd mit sich. Nachdem er sich im Qualifying für Startplatz 13 qualifizierte hatte, musste sich Stoffel erneut durch das Feld kämpfen - was ihm abermals mit Bravour gelang. Diesmal verbesserte er sich im Rennverlauf um acht Positionen und beendete das Rennen auf dem fünften Platz.

"Das war heute wieder ein super Rennen für mich", freute er sich. "Das Auto hatte heute eine gute Pace, ich glaube sogar noch mehr als gestern. Ich fühlte mich darin wohl und hatte volles Vertrauen ins Auto. Wir konnten pushen, haben wieder die richtigen Entscheidungen getroffen und mit dem Attack Mode konnte ich einige Autos überholen. Alles in allem war es eine gute Aufholjagd."

Stoffel Vandoorne waiting for the start at Tempelhof Airfield

Ähnlich wie Nyck am Vortag rechnete sich auch Stoffel zu einem Zeitpunkt des Rennens noch ein bisschen mehr aus. "Zwischenzeitlich dachte ich, dass vielleicht sogar ein Podestplatz drin sein könnte, aber wir sind keine unnötigen Risiken eingegangen. Am Ende bedeutet P5 für uns erneut eine gute Punkteausbeute." Zumal Stoffel mit einer Zeit von 1:08.635 Minuten auch noch die schnellste Runde des Rennens gelang.

"Das Team hat sich dann [nach Nycks Ausfall, Anm. d. Red.] darauf konzentriert, Stoffel mit der richtigen Strategie zu unterstützen", fügte Ian James hinzu. "So verbesserte er sich bis auf Platz fünf und stellte erneut seine Pace unter Beweis. In diesem Zuge erzielte Stoffel auch die schnellste Rennrunde. Alles in allem fuhr er elf Punkte ein."

Fahrer FP3 Qualifying Super Pole Rennen Wertung
#5 S. Vandoorne

P10

1:06.969

30 Runden

P13 (G1: P4)

1:07.292

2 Runden

-

P5

Grid: P13

FL: 1:08.635

P3

57 Punkte

#17 N. de Vries

P17

1:07.267

27 Runden

P5 (G2: P2)

1:06.951

2 Runden

P4

1:06.921

DNF

Grid: P9

FL: 1:09.374

P13 30 Punkte

 

Der nächste Double-Header wartet bereits.

The Mercedes-Benz EQ Formula E Team getting attack Mode

Nach sieben von elf Saisonläufen belegt das Mercedes-Benz EQ Formel E Team mit 87 Punkten den vierten Platz in der Teammeisterschaft - einen Zähler hinter Nissan e.Dams und fünf Zähler hinter BMW i Andretti Motorsport. Stoffel schob sich mit seinen beiden Top-6-Ergebnissen in Berlin auf den dritten Platz in der Fahrerwertung. Mit 57 Zählern ist er punktgleich mit dem Zweiten Lucas di Grassi (Audi).

Zeit zum Verschnaufen bleibt für das Team nach dem ersten Double-Header in Berlin nicht. Bereits am kommenden Wochenende steht der nächste Renn-Doppelpack auf dem Programm. Diesmal werden die beiden Rennen auf dem traditionellen Streckenlayout ausgetragen. "Bis Samstag bleibt uns jetzt nicht viel Zeit", weiß Ian James. "Aber wir werden den morgigen Tag nutzen, um uns gründlich auf den nächsten Double-Header vorzubereiten."

Stoffel kennt den normalen Streckenverlauf schon aus dem Vorjahr, Nyck tritt hingegen zum ersten Mal in diese Fahrtrichtung an. "Wichtig ist, dass man in der Formel E nichts als selbstverständlich ansehen darf", betont Nyck. "Wir behalten auf jeden Fall unseren Ansatz bei, den wir seit Saisonbeginn verfolgen, und dann werden wir am Samstag sehen, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen."

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