• "Am meisten freue ich mich auf Vancouver und Jakarta."

Nyck, Du gehst als Titelverteidiger in die Saison 8. Gibt das noch einmal einen kleinen Schub?

Natürlich freue ich mich sehr auf Saison 8. Eine neue Saison bringt immer eine neue Herausforderung mit sich und als amtierender Champion erhält das noch einmal eine besondere Note. Entsprechend bin ich schon heiß darauf, wieder Rennen zu fahren und unsere beiden Titel zu verteidigen.

Werden wir die Startnummer 1 auf Deinem Auto sehen?

Ich wurde noch nicht danach gefragt, aber wenn die Frage kommen sollte, werde ich sagen, dass ich lieber bei meiner Nr. 17 bleiben möchte. 

Nyck de Vries sitting in the pitlane during the Valencia test, holding his helmet

Das bisherige Qualifying-Format hat es den Führenden in der WM oftmals schwer gemacht, sich weit vorne zu qualifizieren. Was erwartest Du dir vom neuen Format?

Das neue Qualifying-Format sieht sehr vielversprechend aus. Es sieht so aus, als ob es für alle ausgeglichener und fairer sein wird. Deshalb bin ich ein Freund des Ganzen. Wie es am Ende wirklich aussehen wird, müssen wir abwarten und selbst herausfinden, aber es sieht definitiv gut aus und ich begrüße es mit offenen Armen. Ich bin mir sicher, dass es eine ausgeglichenere Meisterschaft ermöglichen wird, die jeder gerne verfolgt. Die Formel E ist schon eng genug und braucht keine externe Unberechenbarkeit, um sie spannend zu machen. 

Nyck de Vries`Mercedes-EQ Silver Arrow 02 standing in the pitlane in Valencia

Die Basisleistung im Rennen sowie die Power im Attack Mode wird für Saison 8 erhöht. Welchen Einfluss erwartest Du dadurch auf die Rennen?

Im nächsten Jahr wird die verfügbare Leistung im Rennen anders sein. Aber ich glaube nicht, dass sich dadurch viel verändern wird. Es wird aber vor allem die Hinterreifen mehr belasten und das kann möglicherweise dazu führen, dass das Reifenmanagement neben all den anderen Dingen, auf die wir im Rennen achten müssen, noch etwas wichtiger wird. 

Nyck de Vries standing in the box putting his earpiece in

Was ist das Geheimnis für die bestmögliche Nutzung des Attack Mode im Rennen?

Es gibt kein Geheimnis, um das Beste aus dem Attack Mode herauszuholen. Es hängt stark von den unterschiedlichen Situationen ab. Wo befindet man sich gerade auf der Strecke? Gegen wen kämpft man? Wie viel Energie hast du noch? Wie viel Energie haben deine Kontrahenten noch? Zu welchem Zeitpunkt des Rennens befindest du dich? Ist es noch am Anfang des Rennens oder schon am Ende? Ist es eine Strecke, auf der es sehr auf die Energie ankommt oder nicht? Es gibt viele verschiedene Variablen, die einen Einfluss aufden Denkprozess haben, der hinter der Strategie und dem Einsatz des Attack Mode steckt. Es geht nicht nur um den Attack Mode, man kann es beinahe mit den Boxenstopps in anderen Rennserien vergleichen. Es ist ein wichtiges strategisches Element, über das man genau nachdenken muss. Man muss genau analysieren und all die verschiedenen Szenarien und Optionen durchdenken, bevor man die finale Entscheidung trifft, was für uns zu diesem Zeitpunkt am besten ist.

Nyck de Vries sitting in the pitlane during the Valencia test, looking at some documents

Freust Du dich darauf, in dieser Saison hoffentlich mehr Rennen zu haben und neue Austragungsorte sowie Rennstrecken in aller Welt kennenzulernen?

Am meisten freue ich mich auf Vancouver und Jakarta. Beides sind einzigartige Austragungsorte. Jakarta war schon im ursprünglichen Rennkalender für Saison 7 vorgesehen, aber leider konnten wir aufgrund der Umstände nicht dort fahren. Ich freue mich sehr darauf, auf beiden Strecken zu fahren und finde es superspannend, dass unsere Meisterschaft weiter wächst und in so vielen interessanten Städte antritt. Es ist klasse, dass wir wieder in die Städte zurückkehren. Ich bin überzeugt davon, dass die Saison in vielerlei Hinsicht gut wird, einerseits auf der sportlichen Seite mit dem neuen Qualifying-Format und andererseits mit der Spannung, die durch diese neuen Veranstaltungsorte hinzu kommt. 

Nyck de Vries sitting in his mercedes-eq silver arrow 02 with his helmet on

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