• London 2022: Erfolgreiches Heimrennen

Zwei Rennen, zwei Podestplätze und die Führung in beiden WM-Wertungen ausgebaut: Das Mercedes-EQ Formel E Team schloss das vorletzte Rennwochenende in Saison 8 der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft vor vielen Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen beim 'Heimrennen' in London mit einem Erfolgserlebnis ab. Noch ist die Saison aber nicht vorbei, bei den letzten beiden Saisonläufen warten noch zwei Herausforderungen auf die beiden Fahrer Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries sowie das gesamte Team.

Stoffels Wochenende: Ein Podestplatz und eine Aufholjagd

Für Stoffel begann das Wochenende gleich im ersten Qualifying mit einer starken Vorstellung, die ihn bis ins Finale der Duell-Phase brachte. Dort unterlag er Jake Dennis zwar hauchdünn, erzielte jedoch seinen elften Startplatz in der ersten Startreihe in der Formel E.

Im Rennen konnte er P2 am Start halten und machte sich danach auf die Jagd nach dem Führenden. Nach einem spannenden Rennen überquerte er die Ziellinie auf dem zweiten Platz - sein 14. Podestplatz in der Formel E und sein siebter in dieser Saison.

Stoffel Vandoorne sitting in the cockpit of his mercedes-eq silver arrow 02

"Glückwunsch an Jake. Das war ein unglaublicher Tag für ihn, er war schon in den Trainings sehr schnell, hat dann die Pole geholt und ist ein sehr intelligentes Rennen gefahren", sagte Stoffel. "Darauf hatten wir keine echte Antwort. Ich versuchte, so lange es ging so nah wie möglich dran zu bleiben, aber auf dieser Strecke konnte ich ihn einfach nicht einholen."

Der Sonntag begann weniger vielversprechend. Stoffel schied bereits in der Gruppenphase des Qualifyings aus und musste den zweiten Lauf von Startplatz 13 in Angriff nehmen. Von dort startete er eine famose Aufholjagd, in deren Verlauf er neun Positionen gutmachte, um das Rennen auf Rang vier zu beenden.

Stoffel Vandoorne with trophy

Nycks Wochenende: Ein Podestplatz und ein Beinahe-Podium

Auch Nyck legte im ersten Qualifying am Samstag einen starken Start ins Wochenende hin. Er fuhr die zweitschnellste Zeit in seiner Gruppe und rückte bis ins Halbfinale vor, was ihm den dritten Startplatz direkt hinter Stoffel einbrachte.

Am Start verteidigte er seine Position und blieb den beiden Führenden in der Folge dicht auf den Fersen. In der Schlussphase lieferte er sich ein packendes Duell mit Nick Cassidy um Platz drei und verteidigte diesen auf der Strecke bis ins Ziel.

Das war dabei gar nicht so einfach, da sein Auto nach einer Mauerberührung beschädigt war. "Danach waren meine Lenkung und die Aufhängung hinten links verbogen und ich hatte stark mit der Balance zu kämpfen, besonders in Rechtskurven", verriet Nyck. "Es war bis zum Schluss ein echter Kampf."

Nach Rennende erhielt Nyck nachträglich eine 5-Sekunden-Zeitstrafe, weil er beim Verteidigen seiner Position vor Kurve 1 öfter als einmal die Spur wechselte. Dadurch fiel er von P3 auf P6 zurück.

Nyck de Vries on ebike

Besser lief es am Sonntag. Diesmal qualifizierte er sich für Startplatz 5, verbesserte sich im Laufe des Rennens jedoch um zwei Positionen bis auf Rang 3. In den Schlussrunden machte er Jagd auf den Zweitplatzierten Jake Dennis und überquerte die Ziellinie lediglich 1,3 Sekunden hinter ihm auf Platz 3.

"Ich bin sehr zufrieden. Ich denke, das Team hat ein großartiges Rennen hingelegt, mit all den Attack Modes und allen Entscheidungen, also bin ich mit dem heutigen Tag sehr glücklich", fasste Nyck zusammen. "Sieben bis acht Runden vor Schluss brach etwas an der linken Vorderradaufhängung, so dass ich wirklich Angst hatte, das Rennen nicht beenden zu können. Wäre das nicht passiert, hätten wir vielleicht später im Rennen einen kleinen Angriff auf Jake starten können, aber ich denke, letztlich sind wir froh, dass wir hier ein gutes Teamergebnis und eine gute Punkteausbeute für die Teammeisterschaft eingefahren haben."

Stoffel Vandoorne and Nyck de Vries high-five

Bereit für das große Saisonfinale

Aus London geht es für das Team in zwei Wochen weiter zum Saisonfinale der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft 2021/22 auf der neuen Strecke in Südkorea.

"Wir schließen das Wochenende in London mit einer sehr guten Punkteausbeute ab", fasste Teamchef Ian James zusammen. "Das heutige Rennen sollte von Anfang an eine Herausforderung werden, denn Nyck und Stoffel starteten von den Plätzen 5 und 13."

Nach dem vorletzten Rennwochenende in London konnte Stoffel seine Führung in der Fahrerwertung gegenüber Mitch Evans auf 36 Punkte ausbauen. Gleichzeitig führt das Mercedes-EQ Formel E Team die Teamwertung mit 35 Zählern Vorsprung vor Venturi Racing an.

Ian James interview

"Wir haben einen kleinen Vorsprung auf unsere Konkurrenten - sowohl in der Team- als auch in der Fahrerwertung, aber wir sind hier in der Formel E und alles kann passieren", betont James. "Es gibt keine Entschuldigung und keinen Spielraum für Fehler; wir werden uns voll konzentrieren und müssen ein weiteres Wochenende abliefern, an dem wir in jeder einzelnen Session und auf jeder einzelnen Runde voll bei der Sache sind."

Wer die beiden Weltmeister-Pokale gewinnt, erfahren wir am 13. und 14. August 2022 beim Debüt der vollelektrischen Rennserie auf den Straßen von Seoul.

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