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Hockenheim I: Analyse

Die DTM ist zurück - und wie! Zwei spektakuläre Rennen und zwei starke Ergebnisse für das Mercedes-AMG DTM Team boten den 78.500 Zuschauern am ersten Rennwochenende der Saison 2016 in Hockenheim aufregende Zweikämpfe und beste Unterhaltung. Mercedes-AMG DTM-Teamchef Ulrich Fritz zog ein positives Fazit: "Ein Sieg und ein zweiter Platz sind ein super Start in die Saison. Allerdings wäre im zweiten Rennen ein Doppelsieg möglich gewesen, hätte es den 'Unsafe Release' nicht gegeben." 

Gary Paffetts furiose Aufholjagd

Bis zur 13. Runde sah es im zweiten Saisonrennen nach einem aufregenden Duell zwischen den beiden DTM-Champions Paul Di Resta und Gary Paffett um den Sieg aus. Schottland gegen England. DTM-Meister von 2010 gegen DTM-Meister von 2005. Schwarz-gelber Mercedes-AMG C 63 DTM gegen gelb-blauer EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM. Nur rund eine Sekunde trennte die Beiden nach ihren Boxenstopps voneinander. 

Doch dann kam der Schock: Die Rennleitung sprach eine Durchfahrtsstrafe gegen Paffett aus. Die Begründung: Unsafe Release bei seinem Boxenstopp. Paffett trat die Strafe in Runde 18 an und fiel bis auf Platz elf zurück. In Runde 19 wies der Zeitenmonitor für ihn mehr als 17 Sekunden Rückstand auf Di Resta aus. Die Siegchancen waren verflogen, der Kampfgeist des Briten jedoch alles andere als erloschen.

Paffett startete eine furiose Aufholjagd, die ihn zunächst in Runde 21 Marco Wittmann und eine Runde später Nico Müller überholen sah. Sein Rückstand war durch die Manöver auf über 18 Sekunden angewachsen. Doch Paffett kümmerte das wenig. Er überholte erst den BMW von Martin Tomczyk und vier Umläufe danach den von Tom Blomqvist. Nach einem weiteren Überholmanöver gegen Robert Wickens in Runde 32 lag er 2,1 Sekunden hinter dem Vierten Maxime Martin. Diesen jagte er bis zum Fallen der Zielflagge, die er gerade einmal eine halbe Sekunde hinter dem Belgier überquerte. Durch einen nachträglichen Wertungsausschluss von Timo Glock rückte Gary am Ende auf Platz vier nach vorne.

"Gary hatte wie Paul einen Wahnsinns-Speed", lobte Ulrich Fritz. "Wie Gary durch das Feld gepflügt ist und sich trotz des Rückschlags noch den fünften Platz gesichert hat - das war Racing vom Feinsten." Auch Paffett betonte den Speed seines Autos: "Ich hatte eines der schnellsten Autos im Rennen und die Chance, das Rennen zu gewinnen." 

Den Beweis dafür liefert ein Blick in die Rundenzeitentabelle: In 1:35.388 Minuten fuhr Paffett die zweitschnellste Runde des Rennens - nur Di Resta war 0.053 Sekunden schneller. Im Durchschnitt der zehn schnellsten Rennrunden trennte Di Resta und Paffett gerade einmal eine Hundertstel: 1:35.881 Minuten für den Schotten gegen 1:35.891 Minuten für Paffett. 

Di Resta mit dominanten Sieg zur Gesamtführung

Dreimal Platz vier und dann der heiß ersehnte Sieg: So lässt sich Paul Di Restas Beziehung zum Hockenheimring beschreiben. Am Samstag fuhr der Schotte im ersten Saisonlauf seinen dritten vierten Platz in Folge ein - alle drei in Hockenheim. "Jetzt würde ich morgen gerne aufs Podium fahren", kündigte er nach dem Rennen an. Gesagt, getan. Und wie! 

Di Resta setzte sich beim Start von der Pole Position durch und sofort vom restlichen Feld ab. Die frühe Safety Car-Phase verringerte seinen Vorsprung zwar, aber sobald das Rennen wieder freigegeben war, baute er seine Führung wieder auf 2,5 Sekunden aus. Nachdem Paffett seine Strafe absolviert hatte, kontrollierte Di Resta das Rennen überlegen und fuhr mit 13,9 Sekunden Vorsprung einen dominanten Sieg ein - den siebten seiner DTM-Karriere.

"Es ist lange her, seit ich mein letztes DTM-Rennen 2010 hier in Hockenheim gewonnen habe - länger als ich es mir gewünscht habe", sagte er. "Aber heute lief alles super. Wir konnten das Rennen kontrollieren und das Auto funktionierte sehr gut." 

Den Speed des Schotten und seines Mercedes-AMG C 63 DTM unterstreicht die Tatsache, dass der Meister von 2010 neben dem Sieg auch die Pole Position und die schnellste Rennrunde (1:35.335 Minuten) einfuhr. Bereits im ersten Lauf am Samstag erzielte einer seiner Teamkollegen die schnellste Runde des Rennens: Robert Wickens (1:35.465 Minuten). 

Apropos Robert Wickens: Der Kanadier fuhr im ersten Rennen als Zweiter auf das Podium und beendete Lauf zwei am Sonntag als Fünfter. Wickens startete von Platz drei in das erste Rennen der Saison und schob sich schon im vierten Umlauf an Nico Müller vorbei auf Rang zwei. Danach jagte er den Audi des Führenden Edoardo Mortara 21 Runden lang bis ins Ziel, das er nur 1,6 Sekunden hinter dem Italiener erreichte. 

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