Analyse: DTM-Saison 2016

Die DTM 2016: Das bedeutete einen strahlenden Debütsieger, einen fantastischen Vierfach-Erfolg, spektakuläre Aufholjagden, starke Rookies und jede Menge Action für die mehr als eine halbe Million Fans, die die 18 Saisonrennen live vor Ort an den neun Rennstrecken verfolgt haben. Wir blicken zurück auf die Top-Momente des Mercedes-AMG DTM Teams in der abgelaufenen Saison.

Ab auf's Stockerl

15 Mal stand ein Mercedes-AMG DTM-Pilot in der zurückliegenden DTM-Saison auf dem Podium, darunter vier Siege von drei verschiedenen Siegern. Gleich fünf unterschiedlichen Fahrern gelang in den 18 Saisonrennen 2016 der Sprung auf das Podium: Robert Wickens (fünf Mal), Paul Di Resta (vier Mal), Lucas Auer (zwei Mal), Christian Vietoris (zwei Mal) und Gary Paffett (zwei Mal). Im verregneten Samstagsrennen in Moskau gingen sogar die ersten vier Plätze an Mercedes-AMG DTM-Fahrer. Nachdem Wickens die Saison mit einem zweiten Platz im Auftaktrennen eröffnet hatte, fuhren Vietoris und Di Resta im letzten Saisonlauf gemeinsam auf das Podest. 'Ein Doppel-Podium zum Abschluss der Saison, das ist was wir uns gewünscht haben', sagte Mercedes-AMG DTM-Teamchef Ulrich Fritz.

Willkommen im Kreis der Sieger

Der Rennsonntag auf dem Lausitzring war der Tag des Lucas Auer. Erst holte er sich in einem Qualifying-Krimi um 0.082 Sekunden seine zweite Pole Position in der DTM, dann fuhr er im zweiten Lauf des Wochenendes seinen ersten DTM-Sieg ein. In seinem erst 23. DTM-Rennen kürte er sich in der Lausitz zum ersten österreichischen Sieger in der Geschichte der DTM. 'Mein Telefon ist am Sonntag explodiert', sagte Auer scherzhaft nach den vielen Glückwünschen zu seinem Debütsieg. 'Am Abend haben wir in Berlin noch zusammen gefeiert, aber am Montag bin ich vom Partymodus direkt wieder auf Vorbereitungsmodus Norisring umgeschwenkt.' Wie ein echter Sieger eben.

Startplatz an der Sonne

18 Rennen bedeuten 18 Qualifyings und damit 18 Pole Positions. Diese teilten sich die drei Hersteller genau auf: jeder von ihnen erzielte sechs Poles. Für das Mercedes-AMG DTM Team starteten in diesem Jahr fünf verschiedene Fahrer vom ersten Startplatz: Paul Di Resta, Christian Vietoris, Robert Wickens, Gary Paffett und Lucas Auer. Nur dem Österreicher gelang es jedoch, sich zwei Mal die Pole zu sichern - bei seinem Sieg auf dem Lausitzring und auf dem Nürburgring, wo er im zweiten Rennen Zweiter wurde. Auffällig: Der Mercedes-AMG C 63 DTM erzielte seine sechs Pole Positions auf sechs der acht verschiedenen Strecken im Rennkalender, war also auf unterschiedlichen Streckentypen konkurrenzfähig.

Volle Attacke im Rennen

Robert Wickens mischte bis zum vorletzten Rennwochenende in Budapest im Kampf um den Fahrertitel mit. Neben seinen beiden Siegen in Zandvoort und Moskau zeigte er seinen Speed auch mit drei schnellsten Rennrunden in Hockenheim I, Spielberg und Zandvoort. Auf dem Dünenkurs in den Niederlanden gelang dem Kanadier sogar ein lupenreiner Hattrick mit Sieg, Pole Position und schnellster Runde. Abgesehen von Wickens fuhren auch Paul Di Resta und Daniel Juncadella (dieser gleich zweimal) eine schnellste Rennrunde in dieser Saison. 'Ich bin glücklich, dass ich am Ende noch Vierter in der Meisterschaft geworden bin', sagte Wickens. 'Das ist eine gute Leistung.'

Kämpferische Leistung

Gary Paffett absolvierte 2016 seine 14. DTM-Saison. Der DTM-Champion des Jahres 2005 gehört aber noch immer zu den stärksten Racern im Feld. Das musste er zu Saisonbeginn gleich zweimal unter Beweis stellen. So erhielt der Brite im zweiten Saisonrennen in Hockenheim eine Durchfahrtsstrafe für ein 'Unsafe Release', die ihn aus den Top-10 herauswarf und eine Chance auf einen möglichen Podestplatz kostete. Trotzdem arbeitete sich Paffett mit einer starken kämpferischen Leistung wieder bis auf Platz fünf nach vorne. Genauso spektakulär fiel seine Aufholjagd ein Rennwochenende später in Spielberg aus: Paffett hatte sich bereits um zehn Positionen verbessert, als es im Duell mit Timo Scheider (Audi) zu einer Berührung kam, die den Briten bis auf Platz 13 zurückwarf. Aufholjagden werden im Rennsport eben leider nicht immer belohnt. Das Lob hat sich Paffett dafür aber dennoch redlich verdient.

König des Nürburgrings

Lucas Auer und der Nürburgring - das passt einfach. Die besondere Beziehung des Österreichers zum Eifelkurs nahm bereits 2015 ihren Lauf, als er auf dem Nürburgring seine erste DTM-Pole Position erzielte. An diese Serie knüpfte er 2016 nahtlos an: Auer fuhr in beiden Qualifyings die schnellste Rundenzeit. Aber nicht nur das: Im zweiten Qualifying erzielte er in 1:22.728 Minuten auch die schnellste Runde des gesamten Rennwochenendes (Durchschnittsgeschwindigkeit: 157.919 km/h). Seine drei schnellsten Sektorzeiten zusammengenommen ergaben eine theoretische Bestzeit von 1:22.449 Minuten - schneller als die Sektor-Kombinationen aller anderen Fahrer. Seine Bestzeitenjagd krönte der 'König des Nürburgrings' im zweiten Rennen mit einem Podestplatz - und all das an seinem 22. Geburtstag.

Persönliche Bestleistung

Mit dem erhofften Podium klappte es leider nicht, dennoch war der Vierfach-Sieg in Moskau ein ganz besonderes Erlebnis für Maximilian Götz. Er stellte auf dem Moscow Raceway gleich zwei persönliche Bestleistungen auf: Götz fuhr am Samstag mit Startplatz vier und Rang vier im ersten Rennen sowohl sein bestes Qualifying- als auch sein bestes Rennergebnis in der DTM ein. 'Daran sieht man mal wieder, dass das Qualifying das A und O in der DTM ist', betonte Götz. 'Wenn man vorne startet, kann man auch an der Spitze mitfahren.'

Debütantenball

Gleich zwei Rookies gaben in diesem Jahr ihr DTM-Debüt mit dem Mercedes-AMG DTM Team. Eine der Besonderheiten dabei: Sie traten kein einziges Mal gegeneinander an! Esteban Ocon saß an den ersten fünf Rennwochenenden am Steuer des FREE MEN'S WORLD Mercedes-AMG C 63 DTM. Nachdem er in Zandvoort seine ersten DTM-Punkte gesammelt hatte, wechselte er in der Sommerpause zu Manor Racing in die Formel 1. Sein Cockpit übernahm ab dem Rennwochenende in Moskau der Test- und Ersatzfahrer des Teams Felix Rosenqvist. Und wie! Der Schwede fuhr in seinem Debütrennen auf Anhieb in die Punkte und belegte im zweiten Lauf in Budapest Platz acht. Zwischendrin überzeugte er mit starken Leistungen im Mercedes-AMG GT3, mit dem er nicht nur Platz zwei beim 24-Stundenrennen in Spa-Francorchamps belegte, sondern in Barcelona auch seinen ersten Sieg in der Blancpain GT Series einfuhr.

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