DTM 2017: Hockenheim II – Analyse

Hockenheim II 2017 - DTM-Analyse: Spannendes Saisonfinale vor Topkulisse

Beim Heimrennen in Hockenheim setzte sich das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team einen positiven Saisonabschluss zum Ziel. Anfang Mai nahm die DTM-Saison 2017 an Ort und Stelle auf dem Hockenheimring mit einem Sieg von Lucas Auer ihren Lauf. Entsprechend erhoffte sich das Team, das Jahr vielleicht ebenso mit einem Heimsieg oder zumindest einem Podestplatz abschließen zu können. Am Ende hat es leider nicht sollen sein. Aber eine der spannendsten DTM-Saisons der letzten Jahre fand beim Finale dennoch einen würdigen Abschluss - und das vor einer grandiosen Kulisse von 152.000 Zuschauern am gesamten Wochenende.

Rennen 1: Vier Mercedes-AMG C 63 DTM in den Top-10

Im ersten Rennen des Wochenendes sah sich das Team nach dem Qualifying einer schwierigen Ausgangssituation gegenüber. Edoardo Mortara startete in seinem BWT Mercedes-AMG C 63 DTM als bester Fahrer des Teams von Platz fünf, auf dem er auch ins Ziel kam.

'Das war ein langes Rennen, aber ich glaube nicht, dass wir heute mehr hätten herausholen können', sagte Edo. 'Insgesamt denke ich, dass wir so gut wie alles richtig gemacht haben. Ich hatte ein gutes Qualifying und einen guten Start. Ich konnte immer angreifen, wenn es nötig war. Aber wir waren gegen Rennende einfach ein bisschen langsamer als die anderen und haben ein wenig an Pace eingebüßt.' Dadurch konnte er in der Schlussphase nicht mehr angreifen. 'Das ist schade, denn im ersten Stint haben wir ihnen einen guten Kampf geliefert. Aber schlussendlich ist P5 ein gutes Ergebnis für mich.'

Robert Wickens fuhr für einen Großteil des Nachmittags ein einsames Rennen auf Platz sechs. 'Nach den Boxenstopps fiel ich dann auf P7 zurück, weil Rocky im Rennen unglaublich schnell war', verriet der Kanadier. 'Auf der vorletzten Runde versuchte ich, Rene Rast zu überholen, aber leider kam ich nicht vorbei und musste mich mit P7 zufrieden geben.'

Neben Edoardo und Robert fuhren auch Lucas Auer und Gary Paffett im ersten Rennen des Wochenendes in die Top-10. Lucas machte im Verlauf des Rennens sieben Positionen gut und überquerte die Ziellinie einen Platz hinter Robert auf Platz acht. Gary verbesserte sich um drei Plätze und kam auf Rang neun ins Ziel.

'Wir konnten mit vier Mercedes in die Punkte fahren. Das ist das Positive heute', sagte Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef Ulrich Fritz. 'Schade ist natürlich, dass wir uns endgültig aus dem Meisterschaftskampf verabschiedet haben. Das Qualifying war sicherlich entscheidend, dass die vorderen Positionen heute nicht drin waren.' Für das letzte Saisonrennen am Sonntag nahm sich das Team deshalb einen positiven Saisonabschluss vor.

Rennen 2: Starker vierter Platz von Gary Paffett

Zumindest für Gary gelang dies zur Hälfte. Allerdings nur im Rennen, mit dem Qualifying war der DTM-Champion von 2005 erneut nicht zufrieden. 'Das Qualifying verlief mit Startplatz neun leider erneut enttäuschend', sagte Gary nach dem Rennen. 'Das war frustrierend, denn es steckte mehr im Auto.'

Den Beweis dafür trat Gary im Rennen an, das er hinterher als 'perfekt' bezeichnete. Der Brite verbesserte sich vom neunten Startplatz um fünf Plätze und beendete den letzten Saisonlauf auf Platz vier - knapp hinter dem Podium. 'Ich musste am Start etwas kämpfen, aber ich fand mich danach auf P8 wieder', erklärte Gary, der zum 14. Mal in dieser Saison in die Punkteränge fuhr. 'Dann blieben wir lange draußen, länger als die meisten Fahrer.'

Mit dieser Strategie machte er gegen Rennende etliche Positionen gut. 'Nachdem ich an der Box war, hatte ich die frischesten Reifen und das Auto war im Rennen unglaublich', so Gary weiter. 'Die Pace war fantastisch und der Unterschied zu den anderen war im zweiten Stint sehr groß. Es war ein richtig gutes Rennen.'

Ganz nach Wunsch verlief das Abschlussrennen der DTM-Saison 2017 jedoch nicht. 'Wir hätten die Saison natürlich gerne mit einem Podium beendet', betonte Ulrich Fritz. 'Aber der starke vierte Platz von Gary hat gereicht, um in der Markenwertung Zweiter zu werden.'

Dazu trugen auch die Punkteplatzierungen der beiden 'Pink Panther' bei: Edoardo Mortara beendete das Rennen auf Platz neun, sein Teamkollege Lucas Auer direkt dahinter auf Platz zehn. 'Das Qualifying war super - heute haben wir alles zusammenbekommen', freute sich Lucas. 'Auch am Start lief alles sehr gut und ich verbesserte mich bis auf Platz drei. Danach haben wir leider nicht den Speed gefunden.' Die Reifen hielten nicht so lange, wie er es sich gewünscht hätte, und so verlor Lucas im Rennverlauf einige Positionen.

Ähnlich erging es auch Edo, dessen Tag von einem technischen Problem im Qualifying beeinträchtigt wurde. 'Dann ist es immer schwierig, wenn man versucht, die anderen im Rennen zu überholen', erklärte Edo. 'Zu einem Zeitpunkt sah es durch unsere Strategie gar nicht so schlecht aus. Aber als ich im zweiten Stint die anderen Fahrer eingeholt habe, muss irgendetwas mit dem Auto passiert sein.' Vielleicht fuhr er über ein Karbonteil auf der Strecke oder zu hart über einen der Kerbs. 'Danach war die Pace nicht mehr so toll und ich hatte bis zum Ende zu kämpfen.'

DTM-Saison 2017: Zweiter Platz in der Herstellerwertung

Nach 18 spannenden Rennen fand die DTM-Saison 2017 in Hockenheim ihr Ende. Während sich das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team mit sieben Punkteplatzierungen aus den beiden Rennen in die Winterpause verabschiedete, steht Audi-Pilot Rene Rast als neuer DTM-Champion fest.

'Gratulation an Audi, Dieter Gass und Rene Rast zur verdienten Meisterschaft', sagte Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff. 'Als Rookie im ersten Jahr die eng umkämpfte DTM zu gewinnen ist eine Spitzenleistung. Audi hatte in diesem Jahr das beste Paket und hat auch heute im letzten Rennen einen spannenden Wettkampf gezeigt.'

Für das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team endete die Saison mit Platz zwei in der Herstellerwertung. Mit 568 Punkten setzte sich die Marke mit dem Stern im Kampf um Platz zwei gegen BMW durch. 'Danke an unsere Mannschaft, die den zweiten Platz in der Herstellerwertung erzielt hat', betonte Toto. 'Das war am Ende noch ein enger Kampf mit BMW, den wir für uns entscheiden konnten.' Jetzt steht für das Team eine lange Winterpause an, um sich auf die DTM-Saison 2018 vorzubereiten und dann erneut anzugreifen.

Sorry, es scheint so, als sei die Version deines Browser zu alt!

Bitte aktualisiere deinen Browser oder lade eine aktuelle Version der unten aufgelisteten Browser herunter.

Internet Explorer Mozilla Firefox Opera Browserr Google Chrome