DTM 2017: Zandvoort – Analyse

Rennen 1: Hart erkämpfte Punkte für Paul und Gary

Schon das erste Rennen am Samstag stellte eine große Herausforderung für das Team dar. Mit Gary Paffett startete nur ein Mercedes-Pilot aus den Top-10. Entsprechend hart mussten Gary und sein Teamkollege Paul Di Resta kämpfen, um mit den Plätzen sieben und acht etwas Schadensbegrenzung zu betreiben.

'Ich glaube nicht, dass das heutige Ergebnis ein klares Bild zeigt', fasste Paul zusammen. 'Wir haben heute alles herausgeholt, was möglich war. Wichtig ist, dass wir als Schadensbegrenzung Rast ein paar Punkte abgenommen haben, um Lucas zu helfen.' Der Österreicher blieb als 15. leider ebenso ohne Punkte wie einen Tag später im zweiten Rennen.

Hinter Paul belegte Gary Platz acht - von dem er auch ins Rennen gegangen war. 'Wir haben zwar gepunktet, aber ich wollte im Rennen weiter nach vorne kommen', bilanzierte er. 'Ich dachte, dass wir das Auto dafür hätten. Insgesamt war es enttäuschend, da ich dachte, dass wir heute ein recht starkes Rennen hätten fahren können.'

Mehr war für die Mercedes-AMG Motorsport-Fahrer am Samstag aber nicht drin. 'Kaum ein Fahrer hat größere Fehler gemacht und auf einer engen Strecke wie Zandvoort ist das Überholen dann natürlich auch sehr schwer', erklärte Teamchef Ulrich Fritz. Seine Hoffnungen lagen nun auf einer besseren Ausgangslage für das zweite Rennen am Sonntag.

Rennen 2: Garys furiose Aufholjagd

Doch auch am Sonntag erlebte das Team einen schwierigen Tag, der zudem von technischen Problemen am Auto von Paul Di Resta geprägt war. 'Die Jungs haben fantastische Arbeit abgeliefert, um das Auto für das Rennen fertig zu bekommen', sagte der DTM-Champion von 2010. Im Rennen konnte der Schotte seine Leistung vom Samstag jedoch nicht wiederholen. Stattdessen musste er sein Auto als Vorsichtsmaßnahme gegen Rennmitte vorzeitig abstellen.

Viel besser lief es für den zweiten Punktefahrer vom Samstag: Gary Paffett verbesserte sich im Verlauf des Rennens um elf Positionen und kam auf Platz sechs ins Ziel. Durch die nachträgliche Disqualifikation von Sieger Marco Wittmann (BMW) rückte Gary nach Rennende noch auf Platz fünf auf - ein gutes Ergebnis am Ende eines extrem schwierigen Tages, der für Gary selbst mit einer Disqualifikation im Qualifying begonnen hatte.

'Nach der Disqualifikation hatten wir nicht mehr viel erwartet, aber wir hatten eine großartige Strategie', fasste Gary zusammen. 'Das war ein Mega-Rennen. Ich pushte, wenn es nötig war, und gab alles, sodass ich an Augusto vorbeikam. Das war ein tolles Manöver gegen ihn außen herum in Kurve eins.'

In den Schlussrunden kämpfte Gary gegen die Audi-Fahrer Mattias Ekström und Nico Müller um den vierten Platz. 'Müller blockte mich das gesamte Rennen über, um Eki zu helfen', sagte Gary. 'Ich überholte ihn in Kurve eins und dann ließ mich Eki ausgangs der Kurve auflaufen. Das gleiche machte er in Kurve zwei, um Nico wieder vorbeizulassen. Das ist nicht fair und ich bin von dem Manöver enttäuscht.' Dennoch beendete der Brite beide Rennen in Zandvoort in den Punkten und kann damit auf zehn Punkteankünfte in bislang zwölf Saisonrennen zurückblicken.

Einen weiteren Lichtblick an diesem schwierigen Wochenende hätte Maro Engel setzen können. Der Sieger des zweiten Rennens in Moskau lag am Sonntag erneut in aussichtsreicher Position, um zumindest einen Podestplatz anzugreifen. Doch ein Reifenschaden vereitelte Maros Ambitionen, der die Ziellinie schlussendlich auf Platz elf überquerte.

'Schade, das Rennergebnis ist wahnsinnig enttäuschend für mich. Mein Auto war heute super', sagte Maro. 'Aber leider habe ich einen möglichen Podestplatz verloren. Vielen Dank an die Jungs, die mir ein Mega-Auto hingestellt haben. Am meisten tut es mir für das gesamte Team leid. Sie hätten es verdient gehabt, einen Fahrer auf dem Podium zu haben.'

Ausblick: Auf zum Nürburgring

Für Teamchef Ulrich Fritz war das Rennen am Sonntag sinnbildlich für das gesamte Wochenende in Zandvoort: 'Platz 5 für Gary ist leider das einzig Positive, was es heute zu berichten gibt. Maro, Luggi und Rob mussten jeweils mit einem Reifenschaden aufgrund von Berührungen einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen bzw. das Rennen frühzeitig beenden. Auch Paul konnte das Rennen nicht beenden und für Edo war die Ausgangssituation durch seinen Penalty sowieso schon hart. Alles in allem nicht unser Wochenende.'

Vom Dünenkurs in Zandvoort geht es für die DTM in die Eifel. Dort findet vom 8. bis 10. September das siebte Rennwochenende der Saison auf dem legendären Nürburgring statt. 'Heute hatten wir Pech, jetzt blicken wir nach vorne und versuchen, am Nürburgring zurückzuschlagen', kündigt Maro Engel an, der im vergangenen Jahr das 24-Stundenrennen auf der Nordschleife gewinnen konnte.

Und auch Lucas Auer besitzt schöne Erinnerungen an den Nürburgring. Der Österreicher fuhr dort in den vergangenen beiden Jahren jeweils eine Pole Position ein. 'Die Strecke war letztes Jahr gut für uns', sagt Luggi. 'Ich blicke dem optimistisch entgegen und habe keine Angst davor.' Auf geht's in die Eifel!

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