Hockenheim II: Analyse

Wie die Zeit doch verfliegt: Kaum hatte die DTM-Saison in Hockenheim ihren Lauf genommen, fanden sich die Fahrer und Teams am vergangenen Wochenende schon wieder im Fahrerlager des Hockenheimrings ein, um das neunte und letzte Rennwochenende der Saison 2016 in Angriff zu nehmen. Und was für eine Saison das war! Wie die acht vorangegangenen Wochenenden zwischen Hockenheim und Budapest bot auch das Finalwochenende beim Heimrennen von Mercedes-AMG viele Höhen und Tiefen für die Marke mit dem Stern. Aber der Reihe nach...

Paul Di Resta: Harter Kampf wird belohnt

Der Hockenheimring war eigentlich schon immer ein gutes Pflaster für das Mercedes-AMG DTM Team. Seit 1988 erzielte die Marke mit dem Stern bei ihrem Heimrennen 32 Siege und 19 Pole Positions. Paul Di Resta, seines Zeichens DTM-Champion des Jahres 2010, trug selbst schon zu dieser Bilanz bei: Er erzielte beim Saisonauftakt in diesem Jahr seinen zweiten Sieg auf dem Hockenheimring, auf dem er insgesamt schon sechs Mal auf dem Treppchen gestanden hat.

Dennoch erwies sich der Samstag als ein schweres Stück Arbeit für den Schotten wie das gesamte Team. Nach 27 Rennrunden stand für Di Resta nur Platz zehn zu Buche. 'Das war ein hart erkämpfter Punkt', sagte Di Resta. 'Ich hatte keine andere Wahl, als das DRS schon relativ früh im Rennen einzusetzen. So konnte ich es später nicht mehr nutzen, um zu überholen.' Auf der vorletzten Runde gelang es ihm, Augusto Farfus zu überholen. Aber gegen Jamie Greens Audi hatte er keine Chance, da dieser noch DRS einsetzen durfte. Di Restas Hoffnungen lagen danach auf dem Sonntag: 'Hoffentlich wird es dann besser.'

Er sollte Recht behalten. Aber auch diesmal lag viel Arbeit vor ihm, um sein Ziel eines Podestplatzes zu erreichen. 'Das Qualifying war durch den Verkehr sehr schwierig, aber das Team hat mir ein gutes Auto gegeben', sagte Di Resta, der von Startplatz 18 ins Rennen ging. Bereits auf der Startrunde machte der Schotte sechs Positionen gut. Nach fünf Runden lag er auf Rang neun in den Punkten. Von dort ging es bis zu seinem Boxenstopp in Runde 14 sukzessive bis auf Platz sechs nach vorne.

Nachdem alle Fahrer ihren Pflichtstopp absolviert hatten, lag Di Resta hinter seinem Mercedes-AMG DTM-Teamkollegen Christian Vietoris auf dem dritten Platz. Die Strategie eines früheren Boxenstopps war wie bei Vietoris perfekt aufgegangen. 'Jetzt freue ich mich auf die Feier heute Abend', sagte Di Resta. 'Aber schon morgen früh beginnt die Arbeit für die neue Saison.'

Christian Vietoris führt Doppel-Podium an

Die zweite Hälfte des Doppel-Podiums zum Saisonabschluss war Christian Vietoris. Er erzielte in Hockenheim seinen zweiten Podestplatz in der abgelaufenen Saison. 'Cooles Rennen, cooler Abschluss des Jahres', bilanzierte Vietoris nach der Siegerehrung. 'Nach einer schweren Saison mit vielen Aufs und Abs ist es schön, das Jahr mit einem Highlight zu beenden.'

Trotz verlorener Punkte am Lausitzring, am Norisring und in Zandvoort ist der Gönnersdorfer mit seiner Leistung in seiner sechsten DTM-Saison zufrieden. 'Denn obwohl es die Gesamtwertung nicht zeigt, bin ich in diesem Jahr meine bislang beste DTM-Saison gefahren. Damit haben wir eine solide Basis, um im nächsten Jahr um den Titel zu kämpfen.'

Während Vietoris in Hockenheim das Glück hold war, erwischte Gary Paffett diesmal die Rolle des Pechvogels. Der Meister des Jahres 2005 kämpfte nach dem Start für einige Runden gegen BMW-Pilot Antonio Felix da Costa um die Führung. 'Ich war viel schneller als er und versuchte ihn mit DRS zu überholen', erklärte Paffett. 'Dabei waren wir einmal Seite an Seite und er lenkte ein, wodurch ich nach außen gedrückt wurde. Auf der nächsten Runde ging ich in Kurve acht innen rein, aber er bremste sehr früh und lenkte ein. Dabei berührte ich das Heck seines Autos und erhielt dafür eine Durchfahrtsstrafe.' Das kostete Paffett die Chance auf seinen ersten Saisonsieg.

Volle Konzentration auf die DTM-Saison 2017

'Ein Doppel-Podium zum Abschluss der Saison, das ist, was wir uns gewünscht haben', fasste Mercedes-AMG DTM Teamchef Ulrich Fritz das letzte Rennen des Jahres zusammen. 'Ein großes Dankeschön an das ganze Team für die super Arbeit der letzten Monate. Leider hat es nicht zu einem Titel gereicht, aber dafür hatten wir in dieser Saison den Renngott zu selten auf unserer Seite.'

Bis Budapest mischte Robert Wickens im Titelkampf mit, am Ende musste er sich nun mit Gesamtrang vier in der Fahrerwertung begnügen. 'Das war nicht der Saisonabschluss, den wir verdient gehabt hätten', sagte Wickens. 'Ich bin glücklich, dass ich am Ende noch Vierter in der Meisterschaft geworden bin. Das ist eine gute Leistung, aber heute hätten wir den Speed gehabt, um einen Podestplatz mitzufahren.'

Mit Platz neun beendete er die Saison aber immerhin in den Punkteerängen. 'Mehr hat heute einfach nicht sollen sein', so Wickens. 'Jetzt hoffe ich, dass wir im nächsten Jahr noch stärker zurückkommen.' Ulrich Fritz hat seine Mannschaft bereits darauf eingestimmt: 'Morgen ist der erste Tag der neuen Saison. Wir werden alles dafür tun, um 2017 noch stärker zurückzukommen.'

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