Die jüngste Fahrerin der Geschichte: Theresa Unnold am Steuer eines Mercedes-Benz 8/38 PS Baujahr 1928.

Auf der Spur von Bertha Benz.

Dieses Jahr nahm die jüngste Fahrerin der Geschichte an der Bertha-Benz-Fahrt teil.
  • Auf der Spur von Bertha Benz.

  • Theresas 12-jährige Schwester Elisa hat bereits Ambitionen angemeldet, den „Stuttgart“ bei einer Bertha-Benz-Fahrt zu steuern.

    Mit 17 Jahren und 38 PS zum 125. Jubiläum.

    „Lieber Gott, ist das Mädchen klein!“ war ein Satz, den sie an jenem Tag oft hörte. Damals, als Theresa Unnold ihre Großeltern zum allerersten Mal auf die Bertha-Benz-Fahrt begleiten durfte. Begierig sog die damals 10-Jährige all die neuen Eindrücke auf: die vielen unbekannten Gesichter, die außergewöhnlichen Automobile, den Duft nach Benzin, den sie so liebte. Das aufregendste aber war für sie der Ablauf der gesamten Veranstaltung. Die Großmutter versprach ihr: „Wenn du erst einmal Deine Fahrerlaubnis hast, dann bilden wir ein Frauenteam und fahren die Strecke gemeinsam.“ Fortan verpasste Theresa keine einzige Bertha-Benz-Fahrt mehr. „Und dieses Jahr war es dann soweit“, strahlt die 17-Jährige, die gerade erst ihren Führerschein gemacht hat. Zum 125. Jubiläum der legendären Pionierfahrt saß Theresa Unnold am Steuer des „Stuttgart“, eines Mercedes-Benz 8/38 PS, Baujahr 1928.

    Eine Fahrt über den eigenen Schatten.

    Obwohl sie den „Stuttgart“ aus der Garage ihrer Großeltern schon von Kindesbeinen an kennt, war die Aufregung so groß, dass sie am Vorabend des Starts kaum etwas essen konnte. Schließlich war sie – trotz aller Übungsrunden in ihrem Lieblingsklassiker – noch nie so lange am Stück Auto gefahren. Doch je länger sie dann am Steuer des „Stuttgart“ saß, desto ruhiger wurde sie. Ab Mannheim fuhr sie dann richtig routiniert. Auch mal über den eigenen Schatten zu springen, um etwas zu erreichen, findet sie wichtig: „Bertha Benz“, sagt Theresa, „ist für mich ein großes Vorbild. Deswegen war ich schon sehr stolz darauf, als eine der wenigen Frauen hier am Steuer zu sitzen.“ Das kann sie auch sein: Immerhin darf sie nun eine Urkunde als jüngste Teilnehmerin aller Zeiten ihr Eigen nennen. Und das, obwohl sie dieses Jahr vor allem diesen Satz oft hörte: „Meine Güte, ist das Mädchen groß geworden!“

    Auf der Spur von Bertha Benz.

    Die Bertha-Benz-Fahrt 2013 in Bildern.

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