Der Mercedes-Benz C 111-II unterwegs auf einer einsamen Straße.

Colorado Grand 2015.

1.000 Meilen durch den US-Bundesstaat Colorado mit faszinierenden Klassikern – darunter exquisite Legenden von Mercedes-Benz.

  • Colorado Grand 2015.

  • Der Mercedes-Benz C 111-II unterwegs auf der Landstraße.

    Begegnung der besonderen Art.

    Nord-Colorado, USA. Ein Farmer fährt mit seinem Traktor auf der Colorado 125 durch die weitläufigen Weizenfelder, deren Ockerton sich scharf von den grauen Bergen Wyomings im Hintergrund abhebt. Plötzlich überholt ihn ein sehr modern wirkender Sportwagen. So einen hat er noch nie gesehen. Der Farmer lüftet seinen Cowboyhut, kratzt sich am Kopf und ruft: „Was zum Teufel war denn das?“. „Das“ war der legendäre Mercedes-Benz C 111-II mit Michael Bock, dem Leiter Mercedes-Benz Classic und Kundencenter, am Lenkrad.

    1.000 Meilen Fahrspaß pur.

    Der C 111-II ist westwärts in Richtung der Kleinstadt Encampment in Wyoming unterwegs. Die Mercedes-Benz Legende zählt zu den faszinierendsten Klassikern, die an der diesjährigen Colorado Grand teilnehmen. Atemberaubende Pretiosen mit Stern haben hier Tradition. Es ist bereits die 27. Auflage der Veranstaltung.

    Ein Mercedes-Benz 300 SL unterwegs.

    Damit hat sie sich längst unter den renommiertesten Klassiker-Events in Amerika etabliert. Sie dauert vier Tage, in denen die Teilnehmer 1.000 Meilen (1.600 Kilometer) durch Colorado und die angrenzenden Bundesstaaten zurücklegen.

    Höhepunkt ist der „Concours d’Non-Elegance“.

    Pro Tag stehen etwa 250 Meilen (400 Kilometer) auf dem Programm. Jeden Mittag erleben die 100 Klassiker und ihre Fahrer („Granders“) die traditionelle Gastfreundschaft der Region und werden mit einem hausgemachten Picknick in einer der Städte auf der Route begrüßt. Höhepunkt der Grand ist die Rückkehr nach Vail und der „Concours d’Non-Elegance“, bei dem sich die teilnehmenden Fahrzeuge mit all den Spuren der Rallyewoche präsentieren. Eine der eisernen Regeln der Grand: Fahrzeugwäsche ist streng verboten!

    Der Mercedes-Benz 300 SLR „704“ im Vordergrund – im Hintergrund ist der Mercedes-Benz C 111-II zu sehen.
    Der Colorado Grand ist auch für Carbiofahrer ein Genuss.

    Fahren für den guten Zweck.

    Bei der Colorado Grand sind die Teilnehmer an die Verkehrsregeln gebunden. Die Erlöse aus Eintrittsgeldern und einer Gala-Auktion gehen an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen. Seit Beginn der Veranstaltungsserie wurden etwa fünf Millionen US-Dollar an Spenden gesammelt. Neben berühmten Autos stehen Jahr für Jahr berühmte Rennfahrer und Prominente im Mittelpunkt, wie Klaus Ludwig, Augie Pabst oder Jerry Seinfeld.

    Mercedes-Benz ist Hauptsponsor.

    2015 ist Mercedes-Benz bereits zum 20. Mal Hauptsponsor der Colorado Grand und das Mercedes-Benz Classic Center USA ist zum 13. Mal dabei. Das siebte Jahr in Folge stellt das Classic Center den schnellen und zuverlässigen 1962er 300 SL Roadster zur Verfügung, der bislang immer im Ziel der Grand angekommen ist.

    Der Mercedes-Benz C 111-II war einer der Stars der Colorado Grand 2015.

    Bei Pannen hilft eine mobile Werkstatt, die in einem Mercedes-Benz Sprinter untergebracht ist.

    Mercedes-Benz als Pannenhelfer.

    Die Experten helfen natürlich auch bei Pannen von Fremdfabrikaten – der Austausch eines kompletten Maserati-Kabelbaums oder die Druckprüfung eines reparierten Bugatti-Kühlers in einer Hotelbadewanne zählen zu den gern kolportierten Anekdoten der Grand. Mercedes-Benz unterstützt die Veranstaltung auch mit AMG Fahrzeugen, die Granders nutzen können, deren Fahrzeuge Probleme haben.

    Der Mercedes-AMG GT war als Servicefahrzeug mit von der Partie.

    An Mercedes-Benz Klassikern nehmen bei der 2015er Grand ein 1928er Typ S Tourenwagen, ein „Ponton-Mercedes“, mehrere 300 SL „Flügeltürer“ und natürlich der zuvor erwähnte C 111-II teil.

    Die am Holzzaun der wunderschönen Ranch geparkten Mercedes-Benz Klassiker geben beeindruckende Fotomotive ab.

    Ein Fotomotiv ist schöner als das andere.

    Am ersten Tag geht es 284 Meilen (457 Kilometer) von Vail nach Steamboat Springs. Der Vormittag beinhaltet einen Stopp an der dafür vorgesehenen C-Lazy-U-Ranch für eine kleine Zwischenmahlzeit. Schnell verdrängt strahlender Sonnenschein den Regen vom Morgen und die am Holzzaun der wunderschönen Ranch geparkten Mercedes-Benz Klassiker geben beeindruckende Fotomotive ab. Zur C-Lazy-U-Ranch gehören auch die malerischen Dexter Meadows, an deren Tor ein improvisiertes Fotoshooting mit dem C 111-II stattfindet.

    Unterwegs zu den Hochebenen von Colorado.

    Anschließend fahren die Teilnehmer Richtung Norden zu den Hochebenen von Colorado und in die Stadt Walden. Vor deren Gerichtsgebäude wartet der Mercedes-Benz 300 SLR „704“ als besondere Überraschung.

    Der 1961er 300 SL Roadster von Stephen und Beau Brauer verlässt Walden auf dem Weg nach Steamboat Springs am regnerischen Nachmittag des ersten Tages.

    Das kalte Regenwetter stellt sich erst nach dem Mittagessen wieder ein, als die Granders Walden verlassen und sich auf die 120 Meilen (193 km) nach Steamboat Springs begeben.

    Der C 111-II ist der Publikumsliebling.

    Der zweite Tag der Grand mit 250 Meilen (400 Kilometer) beginnt ebenfalls regnerisch mit der Rückfahrt nach Walden. Dann führt die Route in das kleine Fischerdorf Encampment (450 Einwohner), wo die Granders begrüßt werden und Schulkinder den C 111-II bestaunen können, und weiter nach Steamboat Springs. Am dritten, ebenfalls regnerischen Tag geht es 251 Meilen (404 Kilometer) von Steamboat Springs nach Grand Junction im Westen Colorados.

    Die 6. Klasse von Mr. Sike der Grundschule von Encampment war vom C 111-II begeistert und ließ sich fotografieren, während die bemerkenswerte Geschichte des C 111-II erklärt wurde.
    Ein Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürer“ unterwegs vor der idyllischen Kulisse von Colorado.

    Landschaften wie aus dem Bilderbuch.

    Beim morgendlichen Stopp an der Carpenter Naturschutz-Ranch wärmen sich die Granders mit Kaffee. Danach stehen 90 Meilen (144 Kilometer) in die Stadt Meeker auf dem Programm. Gegen Mittag lässt der Regen endlich nach und die Granders durchqueren die sonnenbeschienene Landschaft des westlichen Colorado. Von Rangly geht es über hügelige Straßen durch das malerische Ackerland bei Loma nach Süden in die Stadt Grand Junction – um die Rückkehr des sonnigen Wetters zu feiern und sich auf die Rückfahrt nach Vail am folgenden Tag vorzubereiten.

    Die letzte Etappe führt über 234 Meilen.

    Die teilnehmenden Mercedes-Benz Klassiker laufen ausgezeichnet. Am vierten Tag steht die letzte Etappe der diesjährigen Grand auf dem Programm – der 234 Meilen (376 Kilometer) lange Abschnitt von Grand Junction nach Vail. Höhepunkt ist der Zieleinlauf in Lionshead Village.

    Ein Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürer“ unterwegs auf der Landstraße.

    Dazwischen liegen Fahrten durch wild-romantische Sandstein-Canyons, über einen 3.300 Meter hohen Pass in Grand Mesa, ein Halt an einem Alpine Trails Ice Cream Shop (Eis ist sehr beliebt bei den Granders) und ein Stopp am Landwirtschaftszentrum Hotchkiss mit den Delta County Fairgrounds.

    Der Mercedes-Benz C 111-II beim Zieleinlauf.

    Begeisterung beim Zieleinlauf.

    Von Hotchkiss fahren die Granders nach Osten an typischen Farmen vorbei in die charmante Kleinstadt Panonia. Weiter geht es auf dem 50 Meilen (80 Kilometer) langen Abschnitt, auf dem die Bergpanoramen zu bewundern sind, für die Colorado berühmt ist.

    Am Nachmittag werden die Teilnehmer an der Start-/Ziellinie von einer begeisterten Menge empfangen. Und wieder zählt der orangefarbene C 111-II mit Michael Bock am Steuer zu den Publikumslieblingen.

    Berühmt: der Concours d’Non-Elegance.

    Am Abend folgen das obligatorische Festessen und die Auktion, um Geld für Wohltätigkeitsorganisationen in Colorado zu sammeln. Einige Granders erhalten Auszeichnungen, darunter Michael Bock als „Rookie of the Year“.

    Der Mercedes-Benz 300 SLR mit der Startnummer „704“.

    Abschließend findet am folgenden Morgen der berühmte „Concours d’Non-Elegance“ statt, bei dem ausgewählte Fahrzeuge auf dem Lionshead Village Platz ausgestellt werden, mit all den Spuren von 1.000 Meilen und vier Tagen.

    Nach der Grand ist vor der Grand.

    Die Colorado Grand trägt ihren Namen zu Recht – weil Planung, Organisation und Streckenführung wirklich großartig sind. Die Stimmung unter den Organisatoren und Teilnehmern ist stets freundlich – Granders helfen sich untereinander in jeder Situation.

    Der Mercedes-Benz C 111-II an einer Tankstelle.

    Zählt man die luxuriösen Unterkünfte, die großartige Verpflegung, die spektakuläre Landschaft und natürlich die bemerkenswerten Fahrzeuge hinzu, ist es kein Wunder, dass der meistgehörte Satz unter den Teilnehmern am Abschlusstag „See you next year!“ ist.

    Bildergalerie.

    Verwandte Themen.