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  • Mit seiner umfassenden Modellpalette entsprach der Mercedes-Benz Geländewagen von Anfang an allen nur denkbaren Kundenanforderungen.
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    Mercedes-Benz G-Klasse – made in Steiermark.

    Die Mercedes-Benz G-Klasse ist eines der bekanntesten Autos auf der Welt und ohnehin einer der bekanntesten Geländewagen.

Man kommt an der G-Klasse längst nicht mehr vorbei.

Mercedes-Benz hat mehr Ikonen in seiner Palette als die meisten anderen Automarken. Waren es einst insbesondere die Modelle der S- und SL-Klasse, die als Aushängeschilder von Daimler strahlten, so kommt man an der G-Klasse längst nicht mehr vorbei.

Niemand kennt die Mercedes-Benz G-Klasse so wie Erwin Wonisch. Seit 1976 ist der Österreicher so eng mit dem Grazer Kantholz verbunden wie kein anderer. Er kennt jede G-Klasse wie sein ganz persönliches Wohnzimmer, jede einzelne Motorisierung und jeden noch so ungewöhnlichen Sonderaufbau.


Erwin Wonisch kennt die Mercedes-Benz G-Klasse wie kaum ein anderer. Er ist als Entwickler seit 1976 an Bord.

Erwin Wonisch kennt die Mercedes-Benz G-Klasse wie kaum ein anderer. Er ist als Entwickler seit 1976 an Bord.


Seit dem Start im Jahre 1979 gab es die Mercedes-Benz G-Klasse in einem breiten Angebot mit kurzem und langem Radstand, sowie als offene Versionen mit Planendach und kurzem Radstand

Seit dem Start im Jahre 1979 gab es die Mercedes-Benz G-Klasse in einem breiten Angebot mit kurzem und langem Radstand, sowie als offene Versionen mit Planendach und kurzem Radstand.


„Weltweit kein besseres Auto.“

„Die G-Klasse hat mich fast mein ganzes berufliches Leben lang begleitet. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich damals am 2. Januar 1976 bei Steyr Puch angefangen habe. Wir bauten damals den Prototypen mit der laufenden Nummer vier“, erinnert sich der langjährige Entwicklungsleiter, „es gibt für mich im Gelände weltweit kein besseres Auto. Das fing schon damals mit der harten Erprobung an. Wir waren mit der G-Klasse seinerzeit wirklich überall. Ich erinnere mich zum Beispiel an das Jahr 1978, als wir mit Prototypen des 240 GD und dem 230 G in Tunesien unterwegs waren. Die Motoren haben damals schon unten gehustet, wenn sie die hohen Dünen gesehen haben. Wir waren in der Erprobung aber auch viel in Malaysia oder Thailand, sind durch Reisfelder gefahren oder die City von Singapur.“


„Nach wie vor ist und bleibt der Schöckl das Maß der Dinge.“

Die Mercedes-Benz G-Klasse ist eines der bekanntesten Autos auf der Welt und ohnehin einer der bekanntesten Geländewagen. Er wird in einem Atemzug mit Offroadlegenden wie dem Willys Jeep, einem Jeep Wrangler, dem Land Rover Defender und einem Toyota Land Cruiser genannt. Seine kantige Silhouette ist dabei derart einzigartig, dass beinahe jedes Kind sie zeichnen kann. Er ist schwer gepanzert in Krisengebieten dieser Welt ebenso zu Hause wie strahlend poliert und prächtig ausstaffiert in den Nobelgegenden von Los Angeles, München oder Shanghai. Auch wenn viele Kunden mit ihrer Mercedes-Benz G-Klasse allenfalls einmal auf den unbefestigten Parkplatz der Tennisanlage oder auf den Reitplatz fahren; jeder weiß, dass die Mercedes-Benz G-Klasse seit ihrer Präsentation im Jahre 1979 mit jedem noch so schwierigen Gelände fertig wird. Die Erprobungen von ihr gehören seit über vier Jahrzehnten zu den härtesten auf der Welt.


„Nach wie vor ist und bleibt der Schöckl als unser Hausberg das Maß der Dinge, wenn es um die Geländegängigkeit geht. Ich weiß nicht, wie oft ich in den vergangenen 40 Jahren über die Teststrecken rauf- und wieder runtergefahren bin – meine Hüfte weiß ein Lied davon zu singen“, blickt Erwin Wonisch, Jahrgang 1955, zurück, „an manchen Tagen fahren wir fünf- oder sechsmal rauf und wieder hinab, um Auto und Regelsysteme zu testen. Von den zehn Kilometern der Teststrecken zählen für uns nur die härtesten 6,2 Kilometer. Hier kenne ich jeden Stein. Doch weder am Schöckl noch woanders in der Welt bin ich je mit einer G-Klasse liegen geblieben.“


Bis 2014 legte Gunther Holtorf mit seinem blauen Mercedes-Benz 300 GD insgesamt 897.000 Kilometer zurück.

Bis 2014 legte Gunther Holtorf mit seinem blauen Mercedes-Benz 300 GD insgesamt 897.000 Kilometer zurück.


„Ich bin nie liegen geblieben.“

Das ging Weltenbummler Gunther Holtorf kaum anders. Er kennt die Mercedes-Benz G-Klasse zwar nicht ganz so gut wie Erwin Wonisch, hat in ihr jedoch wohl ähnlich viel Lebenszeit verbracht. Von 1988 bis 2014 war der Göttinger in einem im Laufe der Jahre leicht blau-verblichenen GD 300 mit seiner Frau Christine auf Weltreise. Die 897.000 Kilometer legten die beiden Weltenbummler in einem unverwüstlichen Mercedes-Benz GD 300 mit dem Spitznamen „Otto“ zurück. Nach über einem Vierteljahrhundert ging „Otto“ nach über 400 außereuropäischen Grenzübertritten, 41 Container-Transfers und 113 Hochseefähren in den mehr als verdienten Ruhestand ins Mercedes-Benz Museum. Ein Blick auf die Weltkarte der umtriebigen Holtorfs zeigt keine nennenswerten Lücken. „Ich bin nie liegen geblieben“, erzählt Gunther Holtorf, „nur Verschleißteile wie Bremsen, Reifen oder Stoßdämpfer wurden ausgetauscht.“


Am Blechkleid hat sich kaum etwas geändert.

Während der Begleiter der Holtorfs seine Dauertour um die Welt mit gerade einmal 88 PS erledigen musste, erstarkte die Mercedes-Benz G-Klasse im Laufe der Jahre zum Hochleistungssportwagen mit doppelt aufgeladenem V8 oder V12 mit bis über 600 PS. Auch wenn die Technik immer wieder aufwendig erneuert wurde und die Triebwerke effizienter und stärker wurden; am Blechkleid hat sich nach vier Jahrzehnten kaum etwas geändert. Der Wagen hat statt Blattfedern eine entsprechende Schraubenkonstruktion sowie Längs- und Querlenker an seinen Starrachsen. Grundpreis anno 1979: 32.600 D-Mark; gerade einmal 5.000 D-Mark weniger als das Basismodell der damaligen Mercedes-Benz S-Klasse vom Typ W 116.


Die Grenzen für die Mercedes-Benz G-Klasse sucht man im Gelände vergeblich. Drei Sperren und die Geländeuntersetzung lassen den Klettermaxen seit fast vier Jahrzehnten jeden Hügel erklimmen.

Die Grenzen für die Mercedes-Benz G-Klasse sucht man im Gelände vergeblich. Drei Sperren und die Geländeuntersetzung lassen den Klettermaxen seit fast vier Jahrzehnten jeden Hügel erklimmen.


Der Mercedes-Maybach G 650 Landaulet ist eine G-Klasse wie keine andere. Im Vorderwagen arbeitet ein über 600 PS starker V12-Doppelturbo, während im offenen Fond auf den Maybach-Liegesesseln die Natur vorbeifliegt.

Der Mercedes-Maybach G 650 Landaulet ist eine G-Klasse wie keine andere. Im Vorderwagen arbeitet ein über 600 PS starker V12-Doppelturbo, während im offenen Fond auf den Maybach-Liegesesseln die Natur vorbeifliegt.


Traumwagen aus 1.001 Nacht.

Die spektakulärsten Modelle aus vier Jahrzehnten G-Klasse-Geschichte sind Versionen wie der Mercedes-Benz G 500 4x42 mit seinen 45 Zentimetern Bodenfreiheit, einem Meter Wattiefe, Portalachsen und doppelt aufgeladenem V8-Kraftpaket mit 422 PS und 610 PS. Noch nicht spektakulär genug? Dann blieben hier noch Sonderserien wie das Mercedes-Maybach G 650 Landaulet oder der 544 PS starke Mercedes-Benz AMG G 6x6 als Traumwagen aus 1.001 Nacht. Um den Sand nach Belieben bezwingen zu können, kann die Luft in den Reifen wie bei einem Dakar-Rennwagen während der Fahrt ab- und wieder eingelassen werden. So haben die gigantischen Pneus die im Wüstenmekka unverzichtbare Aufstandsfläche.

„Wenn man in die Dünen fährt, sollte der Reifendruck auf 0,5 bar reduziert werden“, erklärt G-Klasse-Cheftechniker Erwin Wonisch, „wenn der Untergrund härter wird, sollten es 1,8 bar sein.“ Die Druckluft kommt aus einem 20 Liter großen Kompressorbehälter. Und ein Ende der Mercedes-Benz G-Klasse ist nicht abzusehen. Im Gegenteil, denn gerade rollt die neue Generation des W 463 seiner Publikumspremiere entgegen, während der bisherige W 461 für Behörden und Armee weiter im Angebot bleibt.