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  • Sportlich und stilvoll unterwegs: Der C 36 AMG begründet eine exzellente Tradition der leistungsstarken Top-Modelle von Mercedes-Benz.
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    Das starke C.

    Das erste von Mercedes-Benz und AMG gemeinsam entwickelte Hochleistungsfahrzeug: der C 36.

Gemeinschaft macht stark.

Gemeinschaft macht stark! Das zeigen Mercedes-Benz und AMG auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September 1993 mit einem beeindruckenden Hochleistungsautomobil: Der C 36 AMG, Top-Modell der neuen C-Klasse der Baureihe 202, hat vor 25 Jahren in Frankfurt Premiere. Die Sportlimousine ist das erste Serienfahrzeug, das der Stuttgarter Konzern und die Sportwagen-Schmiede aus Affalterbach gemeinsam entwickeln.

Mit 206 kW (280 PS) aus dem auf 3,6 Liter vergrößerten Reihensechszylindermotor M 104 stellen die Leistungsdaten des C 36 AMG sogar den ikonischen 190 E 2.5-16 Evolution II der Vorgänger-Baureihe W 201 in den Schatten.


Klare Ansage: Links am Heck des Mercedes-Benz C 36 AMG prangt vor 25 Jahren die aus einem Buchstaben und zwei Ziffern bestehende Typenbezeichnung, auf der rechten Seite kommt das AMG-Logo hinzu.

Klare Ansage: Links am Heck des Mercedes-Benz C 36 AMG prangt vor 25 Jahren die aus einem Buchstaben und zwei Ziffern bestehende Typenbezeichnung.

Alltagstaugliches Kraftpaket: Der C 36 AMG hat 1993 Premiere und wird bis 1997 in mehr als 5.000 Exemplaren gebaut.

Alltagstaugliches Kraftpaket: Der C 36 AMG hat 1993 Premiere und wird bis 1997 in mehr als 5.000 Exemplaren gebaut.


Starker Stern.

Die Partner, die für diesen starken Stern verantwortlich zeichnen, sind eigentlich alte Bekannte. Denn schon vor der AMG-Gründung im Jahr 1967 steht für Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher die Marke mit dem Stern im Mittelpunkt ihres Schaffens. Die vom Rennsport faszinierten Mercedes-Benz Mitarbeiter bauen zunächst Rennsportwagen auf der Basis von Serienautomobilen auf, später kommt die sportliche Optimierung von Kundenfahrzeugen für die Straße dazu.


Fruchtbare Zusammenarbeit.

Über den Tourenwagen-Rennsport, wo Mercedes-Benz und AMG insbesondere in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) sehr erfolgreich zusammenarbeiten, nähern sich die beiden Unternehmen immer weiter an und kooperieren schließlich ab 1990 bei Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Service. Der C 36 AMG ist vor 25 Jahren die erste Neuentwicklung im Rahmen dieser fruchtbaren Zusammenarbeit auf der Basis von Rennsport-Erfolgen. Da passt es, dass diese Hochleistungslimousine im Juni 1996 eine bis heute andauernde Tradition begründet: Der C 36 AMG ist das erste offizielle Safety Car der Formel 1 von Mercedes-Benz und AMG – bis heute folgen zahlreiche Top-Modelle von AMG in dieser wichtigen Funktion.


Auf den ersten Blick mag der dezent gestaltete C 36 AMG nicht als Hochleistungslimousine zu erkennen sein. Aber spätestens der Heckdeckel macht klar, dass diese C-Klasse in einer anderen Liga spielt als die Schwestermodelle der Baureihe 202. Denn die Typenbezeichnung besteht aus nur zwei (statt wie üblich drei) Ziffern hinter dem Buchstaben für die Klasse, dazu kommt das AMG-Logo. Die Zeichenfolge mit dem zweistelligen Kürzel für den Hubraum etabliert sich schnell als Signatur der automobilen Sportlichkeit in Reinkultur – und zwar über das gesamte Mercedes-Benz Produktprogramm hinweg.


Der Motor steht mit im Vordergrund bei der gemeinsamen Arbeit von Mercedes-Benz und AMG am 1993 präsentierten C 36 AMG.

Der Motor steht mit im Vordergrund bei der gemeinsamen Arbeit von Mercedes-Benz und AMG am 1993 präsentierten C 36 AMG.


Die Entwicklung des C 36 AMG.

Vor allem Motor und Fahrwerk überarbeiten die Experten des ältesten Automobilherstellers der Welt und der Sportwagen-Schmiede aus Affalterbach Anfang der 1990er-Jahre bei der Entwicklung des C 36 AMG gegenüber dem Ausgangstyp C 280 umfassend. So kommt statt der 2,8-Liter-Ausführung des Reihensechszylindermotors M 104 dessen 3,2-Liter-Version zum Einsatz. Der Hubraum des größeren Motors wird auf 3.606 Kubikzentimeter weiter erhöht, indem die Ingenieure Bohrung (von 89,9 auf 91 Millimeter) und Hub (von 84 auf 92,4 Millimeter) vergrößern.


Feinabstimmung.

Weitere Methoden zur Feinabstimmung sind unter anderem Spezialkolben als Sonderanfertigung, die Nacharbeitung der Ölspritzdüsen, Anpassung der Einlass-Nockenwellen sowie erweiterte Auslasskanäle und ein Querrohr mit deutlich größerem Querschnitt zwischen Luftfilterkasten und Ansaugkrümmer. Auch die Motorsteuerung wird optimiert. Das Ergebnis aller Modifikationen ist beeindruckend: Die Leistung des 3,6-Liter-Motors im C 36 AMG wächst gegenüber dem 2,8-Liter-Serienmotor im C 280 um 64 kW (87 PS) auf 206 kW (280 PS) bei 5.750/min. Das Drehmoment erreicht 385 Nm bei 4.000 bis 4.750/min.

Kraftquelle: Die AMG-Ingenieure verfeinern den 3,2-Liter-Motor M 104 zum 3,6-Liter-Hochleistungstriebwerk. Im C 36 AMG hat er 1993 sein Debüt. Das Foto zeigt AMG-Motoren der Typen M 104 und M 119.

Kraftquelle: Die AMG-Ingenieure verfeinern den 3,2-Liter-Motor M 104 zum 3,6-Liter-Hochleistungstriebwerk. Das Foto zeigt AMG-Motoren der Typen M 104 und M 119.

Signatur der Sportlichkeit: Das C 36-Logo auf dem Wählhebelknopf des serienmäßigen Viergang-Automatikgetriebes aus dem Mercedes-Benz C 280.

Signatur der Sportlichkeit: Das C 36-Logo auf dem Wählhebelknopf des serienmäßigen Viergang-Automatikgetriebes aus dem Mercedes-Benz C 280.


„Schnell und unauffällig.“

Bei ihren Arbeiten am C 36 AMG greifen die Entwickler immer wieder auf Komponenten aus dem Mercedes-Benz Personenwagenprogramm zurück: Die Bremsen an der Vorderachse beispielsweise stammen vom Mercedes-Benz SL 600 der Baureihe R 129, jene an der Hinterachse vom E 420 der Baureihe 124. Direkt aus dem C 280 übernommen wird dessen Viergang-Automatik. Das Magazin „Auto Motor und Sport“ schreibt zu ihr 1994: „Sie schaltet schnell und unauffällig, reagiert spontan auf Kickdown und lässt sich dank der Wählhebelkulisse mühelos manuell schalten. Auf kurvenreichen Strecken kann dies nicht nur die Freude am Fahren steigern, sondern auch die Harmonie der Fortbewegung.“


Überlegene Gelassenheit.

Insgesamt überzeugt der C 36 AMG mit einem Eindruck überlegener Gelassenheit. Dazu trägt die sportlich-komfortable Fahrwerksabstimmung ebenso bei wie die Ausstattung mit Antriebsschlupfregelung (ASR). Das Assistenzsystem macht das Ausnutzen der Motorleistung zum verträglichen Genuss ohne Reue. Die Begeisterung der Kunden schlägt sich in den Verkaufszahlen nieder:

Insgesamt 5.221 Exemplare des Top-Modells der Baureihe 202 werden bis 1997 verkauft. Nach der Modellpflege der Baureihe 202 lösen der C 43 AMG (1997 bis 2000) und der C 55 AMG (1998 bis 2000) den C 36 AMG an der Spitze der C-Klasse ab.


Der C 36 AMG steht am Anfang einer herausragenden Erfolgsgeschichte: Mercedes-Benz und AMG entwickeln gemeinsam immer mehr Top-Modelle für die verschiedenen Baureihen. Noch 1993 kommt der E 60 AMG der Baureihe 124 ins Programm. 1999 übernimmt der Stuttgarter Konzern die Mehrheit an der neu gegründeten Mercedes-AMG GmbH, die 2005 zur hundertprozentigen Tochter wird. Heute prägt die Leidenschaft für Leistung mit mehr als 50 Mercedes-AMG Modellen sämtliche Segmente des Mercedes-Benz Personenwagen-Programms, darunter seit 2009 auch komplett in Eigenregie entwickelte Sportwagen wie der SLS und die GT-Familie.