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Episode 4: Schutz mit System.

Konsequente Forschung für die Sicherheit hat bei Mercedes-Benz Tradition. Nach Meilensteinen der passiven und aktiven Sicherheit steht heute die alle Systeme umfassende integrale Sicherheit im Fokus.

Wirksamer zusätzlicher Schutz: der Fahrer-Airbag. Seit 1981 bietet ihn Mercedes-Benz in Kombination mit Gurtstraffern für Fahrer und Beifahrer als weltweit erste Marke in ihren Serienautomobilen an.

Premiere für den Airbag: Die Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe 126 ist 1981 das erste Automobil mit Fahrer-Airbag und Gurtstraffern für Fahrer und Beifahrer.

Premiere für den Airbag.

Ende der 1960er Jahren findet ein Urknall für die Fahrzeugsicherheit statt: Damals entfaltet sich in den Labors der Mercedes-Benz Forschung zum ersten Mal ein Airbag mit Treibladung. Der lebensrettende Luftsack feiert für den Fahrer 1981 zusammen mit Gurtstraffern für Fahrer und Beifahrer in der S-Klasse die Weltpremiere.

Schon ein Jahr später gibt es den Fahrer-Airbag dann auf Wunsch für alle Personenwagen von Mercedes-Benz. Und bereits 1992 läuft im Werk Sindelfingen der einmillionste Mercedes-Benz Personenwagen mit Airbag vom Band.

Bildergalerie.

Schutz mit System.

Heute umgeben uns Airbags im ganzen Auto: vorn, an den Fenstern und an den Innenraumseiten. In der S-Klasse und der E-Klasse sind jetzt sogar im Fond Airbag-Komponenten in die Rücksitzgurte integriert: Der Beltbag bläst sich pyrotechnisch auf und wird dadurch mehr als doppelt so breit.

Bis zu diesem Erfolg ist es ein langer Weg, auf dem die Ingenieure auch ungewöhnliche Wege gehen. Einige von ihnen machen beispielsweise in den 1960er und 1970er Jahren einen „staatlich anerkannten sprengtechnischen Sonderlehrgang für Airbag-Techniker“ inklusive Abschlussprüfung, um mit Treibladungen experimentieren zu dürfen. Das lohnt sich: Die Ladungen erweisen sich tatsächlich als vorzügliche Methode, um den Luftsack blitzschnell aufzublähen, wenn die elektronischen Sensoren einen Unfall erkennen.

Schutz mit System: Der seitliche Blick in die Fahrgastzelle der Mercedes-Benz E-Klasse Limousine (W 213) zeigt zahlreiche Rückhaltesysteme.

Dazu gehören Sicherheitsgurte mit pyrotechnischer Gurtstraffung und Gurtkraftbegrenzern vorn und auf den äußeren Rücksitzen, reversible elektrische PRE-SAFE® Gurtstraffer vorn, Fahrer-Airbag und Kneebag, Beifahrer-Airbag, Windowbags und Sidebags vorn und hinten (hinten als Sonderausstattung), Beltbags im Fond außen (Sonderausstattung) und PRE-SAFE® Impuls für die Vordersitze (Sonderausstattung).

Das gesamte Fahrzeug im Mittelpunkt.

Der Sicherheitsgurt ist nach wie vor das primäre Rückhaltemittel. Der Airbag ergänzt ihn, um den Körper großflächig abzubremsen. Ergänzend arbeiten die vielen weiteren Assistenzsysteme der aktiven Sicherheit. So wird der Mensch an Bord umfassend geschützt.

Seit Mercedes-Benz die Sicherheitsforschung intensiv betreibt, steht immer das gesamte Fahrzeug im Mittelpunkt. Aus dieser Perspektive untersucht auch Béla Barényi die typische Autokarosserie. Der Ingenieur arbeitet seit 1939 für Mercedes-Benz. Er meldet in seinem Leben mehr als 2.500 Patente an und gilt als Wegbereiter der modernen Fahrzeugsicherheit.

Der Ingenieur Béla Barényi.

Links: Patent auf die Knautschzone: 1951 meldet Béla Barényi die Sicherheitskarosserie zum Patent an.

Rechts: Welle für die Sicherheit: Die neue Sicherheitslenkwelle von Béla Barényis wird 1963 patentiert.

Patent auf die Knautschzone.

Von Barényi stammt das Konzept der Sicherheitskarosserie mit Knautschzonen an Front und Heck sowie einer gestaltfesten Passagierzelle dazwischen. Es ist ein geniales Konzept: Beim Unfall verformen sich die Vorbauten kontrolliert und bauen dabei Bewegungsenergie ab. Die steife Zelle in der Fahrzeugmitte hingegen schützt die Passagiere. Das Konzept ist so gut, dass es heute alle Fahrzeughersteller verwenden.

Crash-Tests seit 1959.

Klar, dass Barényi die geniale Idee der Sicherheitskarosserie zum Patent anmeldet – das geschieht 1951. Das Konzept wird im selben Jahrzehnt zur Wirklichkeit:

Serienpremiere hat sie in den Mercedes-Benz „Heckflossen“-Limousinen im August 1959. Und wie gut das Ganze funktioniert, zeigt sich schon wenige Wochen später. Denn im September 1959 findet der erste Crash-Test bei Mercedes-Benz statt.

Der erste Dummy.

Bei solchen realistischen Unfallversuchen zeichnen mit Sensoren ausgestattete Messpuppen – die Dummys – Kräfte auf, die beim Unfall auf einen Menschen wirken würden. Der erste Dummy, den Mercedes-Benz einsetzt, bekommt auch einen Namen: Er heißt Oskar. Seither sind viele dieser Testpuppen dazugekommen, die Jahr für Jahr im Dienst der Sicherheit ganz schön viel wegstecken.

Schließlich finden vor der Produktion eines neuen Mercedes-Benz mehr als hundert Crash-Tests statt. Dazu kommen unzählige digitale Simulationen.

Mit diesen können die Ingenieure schon während der Entwicklung berechnen, wie sich das Fahrzeug bei einem Crash verhält. Und dabei geht es nicht nur um die Blechstruktur, sondern auch um Dinge wie die Lenkung.

Ein weiteres Ergebnis der konsequenten Forschung zur Fahrzeugsicherheit ist die Sicherheitslenkwelle, ebenfalls ein wegweisendes Barényi-Patent: Die Lenksäule ist als Wellrohr ausgebildet und gibt bei einem Unfall in mehrere Richtungen nach, sodass sie nicht in den Fahrzeuginnenraum eindringt. Erstmals wird das komplette Konzept 1976 in der Mercedes-Benz Baureihe 123 eingesetzt – einem Vorläufer der E-Klasse. Es gehört zu den Lösungen der passiven Sicherheit.

Technologie für vorbildlichen Schutz

Weitere Meilensteine der Sicherheit sind zum Beispiel das Anti-Blockier-System ABS (1978) und das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® (1995) – beide werden zur aktiven Sicherheit gerechnet. Und auch die offenen Fahrzeuge von Mercedes-Benz profitieren von der konsequenten Sicherheitsentwicklung.

So ist der SL der Baureihe 129 im Jahr 1989 der weltweit erste Zweisitzer mit einem aufklappbaren Überrollbügel, und in der Baureihe 124 feiert 1991 das erste viersitzige Cabriolet mit einem entsprechenden Schutzsystem seine Weltpremiere.

Und heute? Fahrzeuge von Mercedes-Benz folgen dem Konzept der Integralen Sicherheit, das beide Welten aufs Beste miteinander verbindet. Dazu gehören auch die Lösungen von PRE-SAFE®, die vorbeugende Maßnahmen zum Unfallschutz aktivieren.

Sicher in die Zukunft fahren. Dafür stehen viele Jahrzehnte konsequenter Forschung von Mercedes-Benz. Das Vertrauen auf diese Leistungen gehört zu den Kernwerten der Marke. Das ist auch die Basis, auf der Mercedes-Benz einem künftigen autonomen Fahren den Weg bereitet.