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Episode 6: Bester Beifahrer.

Der vorzügliche Kopilot für den Fahrer ist längst das Auto selbst: immer aufmerksam und jederzeit die beste Route im Sinn. Mit vernetzter Technologie unterstützt es den Fahrer. Es parkt auf Knopfdruck sogar in engste Lücken ein – und fährt künftig autonom bis ans Ziel. Bei Mercedes-Benz sind sämtliche Komponenten und Systeme eingebettet in das umfassende Konzept von Intelligent Drive.

Das Roadbook.

Mit brüllendem Motor rast der silberne Rennsportwagen durch die Nacht. Dörfer, Berge, Olivenhaine fliegen schemenhaft vorbei. Rennfahrer Stirling Moss kauert hinter dem Lenkrad des Mercedes-Benz 300 SLR und steuert den Silberpfeil nach den Handzeichen seines Kopiloten Denis Jenkinson.

Von diesen Kommandos hängen Sicherheit und Sieg ab: Moss fährt beim berühmten italienischen Langstreckenrennen Mille Miglia im vollen Vertrauen auf die präzisen Hinweise des Engländers mit dem roten Bart. Der liest Kurven und Geschwindigkeiten von einer Papierrolle ab, die er selbst vorbereitet hat: sein „Roadbook“.

Mille Miglia (Brescia–Rom–Brescia, Italien), 1. Mai 1955: Die späteren Sieger Stirling Moss / Denis Jenkinson auf Mercedes-Benz Rennsportwagen 300 SLR bei der Fahrt durch Ravenna.

Das Vertrauen lohnt sich. Moss und Jenkinson kommen 1955 als Sieger der Mille Miglia ins Ziel – mit der besten Durchschnittszeit, die je bei dem italienischen Langstreckenrennen erzielt wird. Und Mercedes-Benz gewinnt in diesem bis dahin erfolgreichsten Motorsportjahr der Marke nach der Formel-1-Weltmeisterschaft auch die Sportwagen-WM.

Damit es läuft wie geschmiert: Klaviatur der Öler am Daimler Phönix 23 PS Rennwagen aus dem Jahr 1900.

Unterstützung und Navigation durch den Beifahrer.

Aber nicht nur im Rennsport, sondern auch auf ganz alltäglichen Reisen ist der Beifahrer als Unterstützer und Kopilot lange Zeit gefragt. Das ist schon so, als Bertha Benz 1888 zur ersten Fernfahrt der Autogeschichte aufbricht und ihre beiden Söhne im Teenager-Alter mitnimmt. In den ersten Kraftwagen muss der Beifahrer nämlich nicht nur die Landkarte lesen, sondern zum Beispiel auch ganz virtuos eine Klaviatur aus Benzin- und Ölpumpen bedienen. Das bringt ihm prompt den Namen „Schmiermaxe“ ein. Das Pumpen kann der Beifahrer bald an die Mechanik des Autos abgeben. Und es kommen immer mehr und immer einfallsreichere Systeme dazu.

Komfort und Technik auf Spitzenniveau.

Der Mensch lernt schnell, diese Assistenztechnik zu schätzen und ihr zu vertrauen. Einen beispielhaften Höhepunkt erreicht diese Entwicklung 1963 in der Repräsentationslimousine Mercedes-Benz 600: Das Topmodell mit bärenstarkem V8-Motor ist mit einer sogenannten Komforthydraulik ausgestattet, einem echten Alleskönner. Auf Knopfdruck lassen sich die Türen schließen, das Schiebedach betätigen, die Fenster senken und heben, die Trennwand zum Fond öffnen und schließen, der Kofferraum betätigen, die Heizungs- und Lüftungsklappen bedienen, die Sitze vorn und hinten verstellen, die Feststellbremse entriegeln und die Stoßdämpfer verstellen.

Viergang-Automatikgetriebe und Servolenkung gehören ohnehin zu den Komfortmerkmalen der Limousine – und auf Wunsch gibt es sogar ein Autotelefon. Heute sind diese Dinge verbreitet, damals waren sie absolut visionär. Davon ist sogar der Papst begeistert, für den ein individueller Typ 600 gefertigt wird.

In dieser exzellenten Tradition stehen heute Repräsentationsfahrzeuge wie der Mercedes-Maybach S 600 Pullman. Im Fond nehmen die Passagiere in zwei Executive-Sitzen mit umfassender Komfort- und Multimedia-Ausstattung Platz.

Mercedes-Maybach S 600 Pullman kombiniert: 11,7 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 274 g/km.

Das autonome Fahren als Zukunftsvision.

Straßenkarte oder Atlas allerdings sind bei der Premiere des Mercedes-Benz 600 noch immer unverzichtbares Handwerkszeug für die Routenführung. Das ändert sich ab dem 15. Mai 1995, als das erste Navigationssysteme Auto-Pilot-System (APS) in der S-Klasse angeboten wird.

Links: Das Auto kennt die richtige Route: Navigationssystem in der S-Klasse der Baureihe 140, 1991 bis 1998.

Rechts: Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe 140 aus dem Jahr 1995 mit Auto Pilot System (APS).

Vernetzte Daten.

Und bald sind Navigationssysteme auch in anderen Mercedes-Benz Fahrzeugen erhältlich. Sie verarbeiten die GPS-Satellitensignale ebenso wie Daten aus dem Fahrzeugsystem. Am Beispiel der C-Klasse der Baureihe 202 zeigt die Grafik symbolhaft, wie der Bordrechner neben den Signalen der GPS-Satelliten auch die Informationen der ABS-Sensoren verarbeitet.

Ein Bildschirm, zwei Ansichten.

Der Beifahrer erhält so neue Freiräume – unter anderem zur individuellen Mediennutzung. Mercedes-Benz schafft dafür intelligente Möglichkeiten wie die SPLITVIEW-Technik, die 2009 in der S-Klasse Premiere hat. So können Fahrer und Beifahrer unterschiedliche Inhalte auf dem gleichen Bildschirm sehen.

Ein Bildschirm, zwei Ansichten: Das macht Mercedes-Benz SPLITVIEW seit 2009 möglich.

Vorweg in die Zukunft.

Die Forscher und Ingenieure denken zu diesem Zeitpunkt schon viel weiter: In dem europäischen Forschungsvorhaben „Prometheus“ fahren bereits um 1990 Automobile von Mercedes-Benz erstmals autonom auf der Autobahn. Das ist ein entscheidender Durchbruch für die Weiterentwicklung von Assistenzsystemen, die das autonome Fahren in unseren Alltag bringen werden.

Links: Cockpit des Mercedes-Benz Forschungsfahrzeugs VITA, das 1991 im Projekt „Prometheus“ Vorarbeit zum autonomen Fahren leistet.

Rechts: Autonom fahrende S-Klasse: Im Forschungsprojekt Prometheus fährt der Mercedes-Benz 500 SEL „VaMP“ 1994 autonom.

Assistenzsysteme.

Der beste Beifahrer ist heute das Auto selbst.

Dafür steht die Mercedes-Benz E-Klasse, die intelligenteste Business-Limousine der Welt. Die E-Klasse weiß jederzeit, wo sie ist und welcher Verkehr um sie herum herrscht. Dafür sorgt neben den zahlreichen Sensoren auch der Datenaustausch mit anderen Verkehrsteilnehmern und der Infrastruktur (Car-to-X), der über abgesicherte Cloud-Funktionen abgewickelt wird. Zu den Assistenzsystemen gehören unter anderem auch der Aktive Brems-Assistent und Ausweich-Assistent, der Aktive Spurhalte-Assistent und Aktive Totwinkel-Assistent. Insbesondere der DRIVE PILOT ist in Verbindung mit den zahlreichen unfallvermeidenden Systemen ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum autonomen Fahren.

So lenkt das Fahrzeug beispielsweise aktiv mit, hält auf allen Straßentypen den korrekten Abstand zu vorausfahrenden Autos und regelt auf Wunsch die erkannten Geschwindigkeitsbeschränkungen ein. Mercedes-Benz Intelligent Drive: Die Marke kommt ihrem Ziel des unfallfreien Fahrens immer näher.

Die Zukunft ist HERE: Mobilität von morgen beginnt mit digitalen Echtzeit-Karten.

Die Zukunft ist HERE.

Beim voll autonomen Fahren der Zukunft spielt die hoch präzise Selbstverortung des Autos eine noch wichtigere Rolle als heute. Deshalb unterstützt die Daimler AG seit 2015 als Anteilseigner HERE, den führenden Technologieanbieter für digitale Mobilität. HERE liefert besonders genaue Kartendaten, die mit ortsbezogenen Echtzeit-Informationen verknüpft sind. Diese Daten ergeben das virtuelle Abbild der Welt, durch die sich Automobile künftig bewegen: selbständig und sicher. Mit dem größten Vertrauen des Fahrers – und natürlich des Beifahrers.