Back
Back
  • Kein Automobil steht mehr für Mercedes-Benz als die S-Klasse.
    1

    Faszination Mercedes-Benz S-Klasse.

    Kein Automobil steht mehr für Mercedes-Benz als die S-Klasse.

Königin der automobilen Welt.

Kein Automobil steht mehr für Mercedes-Benz als die S-Klasse. Seit Jahrzehnten setzt sie in der weltweiten Luxussparte Maßstäbe made in Sindelfingen. Jede neue Generation definiert das automobile Segment der Schönen und Reichen neu – nicht zuletzt durch ihre zahlreichen Innovationen.

Kein Automobil steht mehr für Mercedes-Benz als die S-Klasse. Seit Jahrzehnten setzt sie in der weltweiten Luxussparte Maßstäbe made in Sindelfingen.

Mit dem Ponton-Mercedes fing alles an. Der Mercedes 220 wurde von einem Reihensechszylinder mit 85 PS angetrieben – zu seiner Zeit das luxuriöse Maß aller Dinge.

Friedrichsruhe. Die kleine, zur Gemeinde Zweiflingen gehörige Ortschaft im Hohenlohekreis hat mehr Einfluss auf die internationale Automobilwelt, als man es ihr auf den ersten Blick ansehen mag.

Familienfoto vor dem traditionsreichen Schoß Friedrichsruhe. In der Umgebung wurden über Jahrzehnte einige der Abnahmefahrten der Mercedes S-Klasse durchgeführt.

Friedrichsruher Versuchsstrecken.

Friedrichsruhe. Die kleine, zur Gemeinde Zweiflingen gehörige Ortschaft im Hohenlohekreis hat mehr Einfluss auf die internationale Automobilwelt, als man es ihr auf den ersten Blick ansehen mag. „Wir haben hier in der Gegend unsere festen Strecken gehabt, um das Fahrwerk der S-Klasse auf alle Erfordernisse abzustimmen“, erinnert sich Frank Knothe, im Hause Daimler bis ins Jahr 2007 für die Entwicklung Gesamtfahrzeug S-Klasse verantwortlich, „es ging natürlich um den Komfort, aber auch um Fahrdynamik. Dazu waren die Straßen hier in der Umgebung mit ihren verschiedenen Fahrbahnbelägen geradezu ideal.“ Knothe hat der S-Klasse über Jahre ebenso seinen technischen Stempel aufgedrückt, wie viele andere Entwicklungsverantwortliche und Designer es für den Klassenprimus getan haben.

Fachsimpeln in traditionsreicher Umgebung.

Bis weit in die 1990er Jahre war die Region im Nordosten Baden-Württembergs dabei zentraler Messstein für die Entwicklung jeder neuen Mercedes-Benz S-Klasse. Einen besseren Platz für eine „Classic Insight“, eine Veranstaltung von Mercedes-Benz Classic, konnte es daher nicht geben. Wo sonst wäre die Lokalität besser geeignet gewesen, um neun verschiedene Generationen der Mercedes-Benz S-Klasse und ihrer Vorgängerbaureihen nebeneinander in traditionsreicher Umgebung zu bewegen, mit Zeitzeugen von gestern zu fachsimpeln und die spektakuläre Historie einzutauchen?


Kein Automobil steht mehr für Mercedes-Benz als die S-Klasse. Seit Jahrzehnten setzt sie in der weltweiten Luxussparte Maßstäbe made in Sindelfingen.
Kein Automobil steht mehr für Mercedes-Benz als die S-Klasse. Seit Jahrzehnten setzt sie in der weltweiten Luxussparte Maßstäbe made in Sindelfingen.

Ein gutes Stück S-Klassen-Geschichte mit verantwortlichen Entwicklern vergangener Jahrzehnte wie Frank Knothe (Mitte) und Karl-Heinz Baumann (links).

Einzigartige Tradition.

Auch wenn die Bezeichnung S-Klasse bereits vor 45 Jahren geprägt wurde, so reicht die Tradition dieser Modellreihe noch sehr viel weiter zurück: Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts waren Modelle der Oberklasse und Luxusklasse stets ein wichtiger Bestandteil der Modellpalette von Mercedes-Benz und den Ursprungsmarken. Mehr noch: Die Mercedes Topmodelle haben die Automobilentwicklung in ihrer jeweiligen Epoche immer wieder durch bahnbrechende Innovationen geprägt. In der Nachkriegszeit war der Schritt vom gerade einmal 80 PS starken Mercedes-Benz 220 (W 187) von 1951 zum acht Jahre später vorgestellten Heckflossenmodell 220 SE (W 111) gigantisch, obschon der 2,2 Liter große Reihensechszylinder gleicher Basisbauart war.

Völlig neue Maßstäbe.

Die dank Benzineinspritzung auf nunmehr 88 kW / 120 PS gestiegene Leistung ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von imposanten 170 km/h, und mit der Einführung der Sicherheitskarosserie mit Knautschzonen steht die Baureihe W 111 für eine Mercedes-Benz Innovation, die unzähligen Menschen das Leben gerettet hat. Nicht nur beim Antrieb, sondern auch beim Platzangebot und den Komfortattributen setzte die 1965 vorgestellte Baureihe W 109 völlig neue Maßstäbe. Deren 1968 eingeführtes V8-Topmodell mobilisierte mit Fokus auf den so wichtigen US-Markt aus über 6,3 Litern Hubraum mächtige 184 kW / 250 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Der stärkste 109er war dabei auch die technische Basis für die in Spa-Francorchamps zur Ikone gewordene Rennlimousine Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 AMG.

Kein Automobil steht mehr für Mercedes-Benz als die S-Klasse. Seit Jahrzehnten setzt sie in der weltweiten Luxussparte Maßstäbe made in Sindelfingen.

Hier steht fast ein Jahrhundert luxuriöser Mercedes Limousinengeschichte – vom legendären 460 Nürburg (vorne links) bis zu den verschiedenen S-Klasse-Generationen.

Einen besseren Platz für „Classic Insight“, eine Veranstaltung von Mercedes-Benz Classic, als am Schloss Friedrichsruh konnte es nicht geben.

S wie Super.

Die längst legendär gewordene Baureihe 116 verzückte als erste Mercedes-Benz Luxusklasse-Baureihe mit dem einprägsamen Namen S-Klasse lange Jahre nahezu ohne Konkurrenz die oberen Zehntausend zwischen Cannes und Los Angeles, Tokio und München. In den USA-Sonnenstaaten Kalifornien und Florida sieht man bisweilen noch heute zahlreiche im Originalzustand befindliche Exemplare in grün umsäumten Villeneinfahrten stehen. In Europa haben viele ihre Liebe zur damals grenzenlos luxuriösen S-Klasse entdeckt und sie wieder als Oldtimer zu einem zweiten Leben erweckt. Die Baureihe 116 debütierte im deutschen Olympiajahr 1972 und kostete als Einsteigermodell Mercedes-Benz 280 S mindestens 23.500 Mark. Die S-Klasse bot das seinerzeit technisch machbare und war mit allem Komfort zu bekommen, nur eines hatte sie nicht – eine echte Konkurrenz. Jaguar hatte seine luxuriösen Katzen, BMW arbeitete mit Hochdruck am ersten 7er und die Konkurrenz aus Italien, den USA oder Frankreich war kaum eine solche zu nennen.

Die schönste S-Klasse.

Der fast fünf Meter lange, elegant gestreckte Viertürer mit allerhand Chrom außen und Holz innen war für Manchen die schönste S-Klasse, die es je gab und bot ein Motorenspektrum, das vielen Autobauern Tränen in die Augen trieb. Ging es mit dem 115 kW /156 PS starken 280 S und dem Einspritzer 280 SE mit 136 kW / 185 PS als Handschalter und Automatikversion schon eindrucksvoll los, brachten die 350er und 450er V8-Modelle das Herz der automobilen Limousinenfans zum Rasen. Unübertroffenes Luxusmodell war der 1975 eingeführte elitäre Mercedes-Benz 450 SEL 6.9, eine fahrdynamische Weiterentwicklung des 300 SEL 6.3. Triebwerk und Automatikgetriebe des Über-116ers hatten das Leistungspotential eines Sportwagens. Technisch war der 6.9 mehr als alle anderen Modelle eine S-Klasse für sich. Statt der 4,5 Liter Hubraum des 450 SEL hatte der Achtzylinder ein Gesamtvolumen von grandiosen 6,9 Litern. Resultat: 210 kW / 286 PS und 560 Nm maximales Drehmoment bei 3.000 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit des 450 SEL 6.9 lag mit über 230 km/h auf Sportwagenniveau.

Der fast fünf Meter lange, elegant gestreckte Viertürer mit allerhand Chrom außen und Holz innen war für Manchen die schönste S-Klasse.

S-Klasse Generationen auf großer Fahrt – Vordergrund der 250 PS starke 300 SEL 6.3.

Als edelste Limousine auf der Welt, wie der SEL damals gerne bezeichnet wurde, gab es eine Luxusausstattung vom allerfeinsten.

Der Kühlergrill spielte bei Mercedes-Benz und speziell bei der S-Klasse immer eine besonders große Bedeutung. Auch die verschiedenen Grille sind Zeichen ihrer Zeit.

Die edelste Limousine auf der Welt.

Als edelste Limousine auf der Welt, wie der SEL damals gerne bezeichnet wurde, gab es eine Luxusausstattung vom allerfeinsten. Nicht der übertriebene Pomp der amerikanischen Gegenüber, sondern eine Mischung aus angemessener Opulenz gepaart mit Stuttgarter Bodenständigkeit und jeder Menge Hightech, der im Automobilbau ein neues Zeitalter einläutete. Auch der 6.9 wusste nur zu gut, aus welchem Stall er kam. Und dass der Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 sage und schreibe das Doppelte eines 350 SE kostete, schien die Kundschaft kaum zu stören. Serienmäßig gab es damals neben dem üppigen Platzangebot und der konkurrenzlosen Sicherheitsausstattung Annehmlichkeiten wie Tempomat, Zentralverriegelung, Klimaanlage, elektrische Fensterheber 4fach, Scheinwerfer-Waschanlage und auch im Fond Kopfstützen mit den charakteristischen „Ohren“.

Einführung des ABS.

Zudem war der 116er Ende 1978 das erste Serienfahrzeug, das mit dem innovativen lebensrettendem Anti-Blockier-System ABS erhältlich war. Ein halbes Jahr zuvor hatte die erste S-Klasse mit Dieselmotor ihre Markteinführung: Der 300 SD wurde jedoch nur für die USA – und hier insbesondere für den kalifornischen Markt - produziert. Als leistungsstarkes V8-Modell hingegen hielt die 116er S-Klasse Einzug bei Stars, Sternchen sowie Regierungen und Königshäusern in aller Welt.

Als leistungsstarkes V8-Modell hingegen hielt die 116er S-Klasse Einzug bei Stars, Sternchen sowie Regierungen und Königshäusern in aller Welt.

Von elitär bis sportlich. Mit dem Mercedes 460 Nürburg (links) begann die Geschichte der Mercedes-Benz S-Klasse. Rechts die legendäre rote Sau, der als 300 SEL 6.8 beim 24-Stunden-Rennen von Spa Platz zwei belegte.

Kein Automobil steht mehr für Mercedes-Benz als die S-Klasse. Seit Jahrzehnten setzt sie in der weltweiten Luxussparte Maßstäbe made in Sindelfingen.

Wo sonst wäre die Lokalität besser geeignet gewesen, um neun verschiedene Generationen der Mercedes-Benz S-Klasse nebeneinander in traditionsreicher Umgebung zu bewegen und mit Zeitzeugen von gestern zu fachsimpeln und die spektakuläre Historie einzutauchen?

Luxuslimousine für Selbstfahrer und Chauffierte.

Die Mercedes-Benz S-Klasse war schon immer ein Technologieträger, dazu niemals modisch aber grenzenlos distinguiert. Der Mann von Welt saß im Fond einer S-Klasse, natürlich mit Chauffeur. Trotzdem war die S-Klasse zugleich auch schon immer die perfekte Luxuslimousine für Selbstfahrer. Man fährt keinen Mercedes-Benz, sondern eine S-Klasse. Die Motorisierung interessierte allenfalls am Rande, denn auch wenn die Basismodelle meist nicht so luxuriös ausgestattet waren, wusste man, dass hinter getönten oder gar gepanzerten Glasscheiben Ledersessel und edelste Materialien einen Transfer besonders angenehm machten.

Der ruhende Luxus-Pol im alltäglichen Getümmel.

Nicht nur Privatpersonen aus Grünwald und Blankenese, sondern in erster Linie Geschäftsleute in leitender Position ließen sich in einer Mercedes-Benz S-Klasse durch die Massen chauffieren. Der ruhende Luxus-Pol im alltäglichen Getümmel. Seit über vier Jahrzehnten das gleiche Bild: Industriebosse und Wirtschaftskapitäne lieben den Über-Benz ebenso wie Staatsoberhäupter oder Regierungschefs. Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl beispielsweise ließ auf seine schwer gepanzerten dunkelgrauen S-Klassen seit seinem Amtsantritt 1982 nichts kommen und erledigte seine Staatsgeschäfte nur allzu gerne in der mit langem Radstand ausgelieferten Limousine – alternativ vorne oder im Fond.


So viel Chrom und Pomp wie der 116er hatte die Nachfolge-Baureihe 126 zwar nicht zu bieten, dafür aber zeitlose Eleganz. Und so gilt diese Generation für viele Fans als die Mercedes-Benz S-Klasse schlechthin. Karl-Heinz Baumann, langjähriger Leiter passive Sicherheit: „Die S-Klasse war immer ein Trendsetter im Bereich der Fahrzeug- und Unfallsicherheit. Der 126er war der erste, der wirklich auf den frontalen Unfall ausgelegt war.“


Der luxuriöse Mercedes-Benz 560 SEL

Der Mercedes-Benz 560 SEL der Baureihe W 126 gilt für viele bis heute als die eleganteste und perfekteste S-Klasse aller Zeiten. Kein Modell wurde öfter gebaut.

Die meistgebaute S-Klasse.

Von 1979 bis 1991 waren 280 S bis 560 SEL das Maß der Dinge. Elegant, luxuriös und grandios verarbeitet, schwören viele ehemalige Entwickler auch im Hause Daimler bis heute auf diese S-Klasse. Ein Auto ohne Schwächen und auf Wunsch mit allen nur erdenklichen Extras zu bekommen. Airbags, elektrische und beheizte Sitze vorne und hinten, Klimaautomatik, Autotelefon mit Fax und elitärer Büroausstattung, Reiserechner und vieles mehr ließen die damaligen Aufpreislisten kaum Grenzen kennen. Den in den frühen 1980er Jahren immer stärker werdenden Drang zur Individualisierung konnte die Marke mit dem Stern im 126er nun allzu zuvorkommend bedienen. Kultstatus bekam der 560 SEL, bis heute für viele der Inbegriff einer luxuriösen Mercedes-Benz S-Klasse mit Platz im Überfluss, grenzenlosem Reisekomfort und bis zu 220 kW / 300 PS. Von keiner S-Klasse wurden mehr Fahrzeuge gebaut als von der Baureihe 126. In den zwölf Produktionsjahren liefen knapp 820.000 Limousinen vom Band.

Luxus und Technologie pur.

Anfang der 90er Jahre wurde die elegante und geradezu filigran gezeichnete S-Klasse der 126er Baureihe von einem außen wie innen beeindruckenderen Modell abgelöst. Mächtige Dimensionen und eine optische Dominanz brachten die S-Klasse der Baureihe 140 zumindest in seiner Heimat Deutschland in die Schlagzeilen. Bis die elektronische Einparkhilfe das Zeug zur Serienreife hatte, halfen am Heck ausfahrbare Peilstäbe, das kantige Topmodell in Parklücken zu geleiten. Platzangebot, Verarbeitung, Ausstattung und Luxus kannten kaum irdische Grenzen und wieder setzte die S-Klasse weltweit Maßstäbe in Sachen Komfort und Sicherheitsausstattung; nicht zuletzt durch den Schleuderverhinderer ESP, der 1995 als Weltinnovation eingeführt wurde – als Sonderausstattung der V8-Modelle und als Grundausstattung der Zwölfzylinder. Weitere Hightech-Extras wie Navigationssystem, Sprachbedienung und beschlagfreie Doppelglasscheiben hielten mit der Baureihe 140 Einzug - und die Personenschützer hatten die Sonderschutzmodelle dieser Baureihe schnell zu ihren Lieblingsfahrzeugen auserkoren.


Kein Automobil steht mehr für Mercedes-Benz als die S-Klasse. Seit Jahrzehnten setzt sie in der weltweiten Luxussparte Maßstäbe made in Sindelfingen.
Kein Automobil steht mehr für Mercedes-Benz als die S-Klasse. Seit Jahrzehnten setzt sie in der weltweiten Luxussparte Maßstäbe made in Sindelfingen.

Die perfekte S-Klasse.

Bis heute gilt die Baureihe 140 als die luxuriöseste S-Klasse, die es je gab. „Der W 140 war seinerzeit das Sinnbild für größtmöglichen Komfort“, blickt Frank Knothe zurück, „alle Ingenieure bei Daimler haben sich damals wirklich in die Eisen gelegt, um dem Auto das Maximum am Fahrkomfort zu bringen. Dazu gehörten zum Beispiel auch Doppelscheiben oder eine Fahrschemel-Achse. Alles war vom Besten und vom Feinsten.“ Bis heute mit großem Erfolg, denn bestens verarbeitet und als Youngtimer mit gerade noch überschaubarem Aufwand zu reparieren sind die Fuhrparks vieler Regierungen nach wie vor mit dem gepanzerten B6- / B7-Modellen der Jahre 1991 bis 1998 ausstaffiert. Unter anderem ließ sich Wladimir Putin noch bis vor kurzem bevorzugt mit einem seiner zahlreichen Mercedes-Benz S 600 Pullman durch die unsichere Welt chauffieren. Als 300 SD (ab 1993 S 350 Turbodiesel) und später als S 300 Turbodiesel war der 140er die erste S-Klasse mit Dieselmotor, die auch in Europa angeboten wurde.


Die S-Klasse: Aushängeschild und Gütesiegel.

Nach der heiß diskutierten Baureihe 140 wurde es optisch weniger spektakulär, aber technisch nochmals deutlich aufwendiger. Der 1998 vorgestellte Nachfolger der Baureihe 220 wurde in den verschiedensten Varianten zwischen Mercedes-Benz S 320 CDI und S 600 L angeboten. „Der 220er hat mit seiner Ausstattung nicht nur beim Thema Komfort, sondern besonders auch bei der Sicherheit Maßstäbe gesetzt“, erinnert sich Karl-Heinz Baumann, „zum Beispiel mit dem reversiblen Gurtstraffer. In einer Notsituation hat man den Insassen so enger an das Fahrzeug gekoppelt und zum Beispiel die Sitze vorkonditioniert.“ Das 2002 als Weltinnovation eingeführte vorbeugende Insassenschutzsystem PRE-SAFE gilt bis heute als Meilenstein der Sicherheitsentwicklung.


Die weltweiten Verkaufszahlen unterstrichen, dass das Aushängeschild von Mercedes-Benz in der Luxusklasse trotz verschiedenster Konkurrenzmodelle nach wie vor allein auf weiter Flur stand. Im Vergleich zur Baureihe 140 setzt das 220er Modell optisch auf einen dezenteren Auftritt. In der jüngeren Vergangenheit präsentierte sich die S-Klasse wieder etwas opulenter. Die im Herbst 2005 vorgestellte Modellreihe 221 vereint Eleganz, Luxus und Hightech ebenso in sich, wie die aktuellen Modelle der Baureihe 222. Eine Mercedes-Benz S-Klasse ist und bleibt, was sie schon immer war: die S-Klasse unter den Automobilen, die bis heute in Sachen Luxus, Eleganz, Komfort und Sicherheit Maßstäbe setzt.