Magische Momente – die Stunde der Silberpfeile.

  • Magische Momente.

  • Die 10-teilige TV-Serie als DVD in der Sammelbox.

    Die Silberpfeile von Mercedes-Benz: mit ihrer einzigartigen Erfolgsgeschichte stehen sie für eine unvergleichliche Ära des Motorsports. Geprägt von spektakulären Rennerfolgen sowie ruhmreichen, aber auch tragischen Einzelschicksalen, faszinieren die Geschichten der Piloten und ihrer silbernen Boliden bis heute. Caracciola, Lang, Fangio und Moss heißen die Helden, die das damalige Renngeschehen dominieren. Mit den Silberpfeilen werden sie zu Legenden. Diese Epoche des Rennsports schreibt jedoch nicht nur Geschichten von grandiosen Triumphen. Das Risiko begleitet die Fahrer auf dem Weg zum heldenhaften Ruhm. Es ist Teil der Faszination, wie sie sich und die Maschine an die Grenze des Möglichen bringen.

     

    Regisseurin Saskia Weisheit und Autor Florian Dennert machen die magischen Momente einer Ära erlebbar, die bis heute nichts an Strahlkraft und Faszination verloren hat − mit aufwendig gedrehten Spielszenen, historisch nachempfundenen Interviews sowie noch nie gezeigtem Archivmaterial in Farbe.

    Experten, Sammler und Rennfahrerlegenden wie Jackie Stewart, Jochen Mass und Hans Herrmann präsentieren die historischen Rennwagen und vermitteln eindrücklich die Faszination, die von diesen wertvollen Originalen ausgeht.

    Folge 1, „Ein Stern wird geboren“

    Die erste Folge beginnt mit einer Zeitreise zu den Wurzeln der Motorsport-Tradition von Mercedes-Benz: Mit seinem Mercedes-Simplex von 1904 präsentiert der deutsche Oldtimersammler Dieter Dressel einen Nachfahren des Mercedes 35 PS von 1901, der als erstes modernes Automobil gilt. Durch seine Erfolge bei der Rennwoche von Nizza wird die Marke Mercedes über Nacht bekannt. Zu den spektakulärsten Triumphen der Folgezeit zählen die Mercedes-Siege beim Großen Preis von Frankreich: 1908 gewinnt Christian Lautenschlager in Dieppe, sechs Jahre später fährt er in Lyon erneut als Erster durchs Ziel. Seine Teamkollegen Louis Wagner und Otto Salzer machen den ersten Dreifachsieg in einem Grand Prix perfekt. George Wingard, Sammler historischer Rennwagen und ehemaliger US-Senator, demonstriert die Besonderheiten der beiden Siegerwagen auf den Straßen von Oregon. Auch Benz in Mannheim setzt zu Beginn des 20. Jahrhunderts Maßstäbe im Motorsport. Legendär ist vor allem der als „Blitzen Benz“ bekannte Benz 200 PS, der zwischen 1909 und 1914 in Nordamerika und auf der britischen Brooklandsbahn Geschwindigkeitsrekorde aufstellt. Für die „Magischen Momente“ kehrt der Wagen rund 100 Jahre nach seiner Rekordfahrt nach Brooklands zurück.

    Folge 2, „Beginn einer Ära“

    1926 fusionieren die Daimler-Motoren-Gesellschaft und Benz & Cie. Aus den beiden ältesten Automobilherstellern der Welt entsteht die Daimler-Benz AG mit der neuen Marke Mercedes-Benz. Ihre gewaltigen Kompressor-Sportwagen der S-Reihe feiern Ende der 1920er- und Anfang der 1930er-Jahre glänzende Sporterfolge. Die Typen S, SS, SSK und SSKL, wegen ihrer meist weißen Lackierung, ihrem ungestümen Auftritt und dem Röhren ihrer Kompressoren auch als „weiße Elefanten“ bekannt, gewinnen die wichtigsten Rennen ihrer Epoche –sie sind die Stars der zweiten Folge. Der deutsche Sammler Franz Maag präsentiert den 1928 eingeführten Typ SS, dessen Bezeichnung für „Super-Sport“ steht, und vermittelt sehr anschaulich die besondere Faszination dieses Fahrzeugs. Noch seltener ist die Kurzversion, der Mercedes-Benz SSK, von dem der niederländische Sammler Evert Louwman ein originales Exemplar besitzt. Die individuelle Geschichte dieses Supersportwagens ist bis ins Detail belegt. Am Steuer dieser Rennsportwagen prägt der junge Rennfahrer Rudolf Caracciola die Jahre 1927 bis 1931, sein kongenialer Partner als Dirigent und Stratege an der Strecke ist Rennleiter Alfred Neubauer.

    Folge 3, „Geburt der Legende“

    Internationales Eifelrennen auf dem Nürburgring, Juni 1934.Was für ein Schock: Mercedes-Benz soll mit dem neuen Grand-Prix-Rennwagen W 25 nicht starten dürfen, weil das Fahrzeug ein Kilogramm zu schwer ist. In der Not, so erzählt die Legende, wird über Nacht der traditionelle weiße Lack von der Karosserie geschliffen. Damit liegt der W 25 im blanken Aluminiumkleid unter dem Gewichtslimit, das die neue 750-Kilogramm-Formel vorschreibt, und der erste „Silberpfeil“ ist geboren. In einem eindringlichen Re-Enactment können die Zuschauer diesen zentralen Moment des Silberpfeil-Mythos miterleben. Im Mittelpunkt stehen Rennleiter Neubauer und der Rennfahrer Manfred von Brauchitsch – er fährt den W 25 bei diesem ersten Renneinsatz zum Sieg. Im Folgejahr 1935 gewinnt dann Rudolf Caracciola auf dem W 25 die erstmals ausgetragene Grand-Prix-Europameisterschaft. Das Originalfahrzeug aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic, dessen Sound und Dynamik bis heute faszinieren, erlebt der Zuschauer nicht nur bei einer Ausfahrt auf der werkseigenen Teststrecke, sondern auch bei der aufwendigen Vorbereitung und der anschließenden Konservierung.

    Folge 4, „Der Stärkste seiner Art“

    Frühjahr 1936: Trotz zweier Siege in Monaco und Tunis zeichnet sich ab, dass der W 25 nicht mehr konkurrenzfähig ist. Die Rennabteilung erhält einen eigenen Technischen Leiter, der den Rennwagen wieder auf Erfolgskurs bringen soll. Rudolf Uhlenhaut, selbst fast so schnell wie die Silberpfeilpiloten, erprobt den W 25 unter Rennbedingungen und wählt für den Nachfolger W 125 eine revolutionäre Fahrwerkauslegung mit weicher Federung und straffer Dämpfung. Mit Erfolg: Der neue Silberpfeil dominiert aus dem Stand die Saison 1937. Hermann Lang gewinnt gleich das erste Rennen, den Großen Preis von Tripolis in der italienischen Kolonie Libyen, und Rudolf Caracciola holt erneut die Europameisterschaft auf Mercedes-Benz. Mit 435 kW (592 PS) ist der W 125 das leistungsstärkste Fahrzeug in der gesamten Epoche der Silberpfeile von 1934 bis 1955. Erst in den 1980er-Jahren übertreffen die Formel-1-Rennwagen das Leistungsniveau des W 125. Als „Urbild eines Rennwagens“ beschreibt ihn Jochen Mass voller Begeisterung. Der Mercedes-Benz Markenbotschafter gehört zu den wenigen heutigen Rennfahrern, die den W 125 beherrschen. Dies demonstriert er mit einer eindrucksvollen Fahrt beim Großglockner Grand Prix 2012.

    Folge 5, „Auf der Jagd nach Rekorden“

    Nicht allein Rennsiege machen den Mythos der Mercedes-Benz Silberpfeile aus, sondern auch die mit ihnen aufgestellten Geschwindigkeitsrekorde. Auf Basis der Grand-Prix-Rennwagen entwickeln die Ingenieure von Beginn an eigenständige Rekordfahrzeuge, die speziell auf diese Rekordfahrten zugeschnitten sind. Im Herbst 1936 erzielt Rudolf Caracciola auf einem W 25, der für die Rekordversuche eine Stromlinienkarosserie und einen leistungsstarken V12-Motor erhalten hat, mehrere internationale Geschwindigkeitsrekorde, darunter einen Weltrekord. Dabei erreicht er eine Geschwindigkeit von 372 km/h. Die exzellente Aerodynamik des fast 80 Jahre alten Rekordwagens wird durch aufwendige Messungen im Daimler Windkanal bestätigt. Wenn die Rekordfahrt mit dem Originalfahrzeug von 1936 im modernsten Fahrsimulator Europas nachempfunden und von der Kamera begleitet wird, kann der Zuschauer nachvollziehen, wie Caracciola die Fahrt mit 372 km/h erlebt hat. Ein spannungsreiches und dramatisches Re-Enactment widmet sich einem Rekord, der bis heute ungebrochen ist: Im Januar 1938 erzielt Caracciola mit 432,7 km/h die höchste Geschwindigkeit auf einer öffentlichen Straße.

    Folge 6, „Gentleman im Silberpfeil“

    1937 ist das letzte Jahr der 750-Kilogramm-Formel, der die Mercedes-Benz Silberpfeile ihre Entstehung verdanken. Ab 1938 gilt eine neue Formel, die für weniger extreme Geschwindigkeiten sorgen soll, indem sie den Hubraum beschränkt. Wird Mercedes-Benz an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen können? Die Ingenieure um Rudolf Uhlenhaut haben einen komplett neuen Rennwagen nach der 3-Liter-Formel gebaut. Dieser W 154 ist der erste Mercedes-Benz Rennwagen mit Zwölfzylindermotor. An seinem Steuer bewährt sich als Neuzugang in der Stuttgarter Rennmannschaft der junge Engländer Richard „Dick“ Seaman, der 1938 sogar den Großen Preis von Deutschland gewinnt. 1939 jedoch kommt der Gentleman im Silberpfeil bei einem tragischen Rennunfall ums Leben. Ein fesselndes Re-Enactment zeichnet die dramatischen Momente von Spa-Francorchamps nach. Zu den Siegen von Mercedes-Benz in den 1930er-Jahren trägt neben der Überlegenheit der Fahrzeuge und dem fahrerischen Können ihrer Piloten der perfekte Ablauf an den Boxen bei. So erleben die Zuschauer einen durchchoreografierten Boxenstopp des W 154, der samt Reifenwechsel nur 21 Sekunden dauert.

    Folge 7, „Rivalen am Steuer“

    Rudolf Caracciola wird auch 1938 wieder Europameister auf Mercedes-Benz. Seine Vormachtstellung bleibt jedoch nicht unangetastet. In einem Re-Enactment erleben die Zuschauer, wie er zunehmend Konkurrenz aus den eigenen Reihen erfährt: Nachwuchsfahrer Hermann Lang, der zweimalige Tripolis-Sieger, wird immer erfolgreicher. Wird es 1939 wieder zum Zweikampf der beiden in Libyen kommen? Zunächst sieht es nicht so aus. Denn die Veranstalter beschließen im September 1938, das Rennen des kommenden Jahres in der Voiturette-Klasse mit 1,5 Liter Hubraum auszuschreiben. Damit soll die übermächtige deutsche Konkurrenz ausgeschaltet werden, die in dieser Klasse keinen Rennwagen zu bieten hat. Doch Mercedes-Benz entwickelt in weniger als acht Monaten ein völlig neues Fahrzeug, den W 165. Bei seinem ersten und einzigen Einsatz erzielen Lang und Caracciola in Tripolis gegen 28 rot lackierte Alfa Romeo und Maserati einen spektakulären Doppelsieg. Eindrucksvolle Aufnahmen vom alljährlich veranstalteten „Goodwood Revival“ in Südengland lassen die Rennatmosphäre der damaligen Zeit heute wieder aufleben: Hier vermitteln zehn originale Silberpfeile ungebrochene Faszination.

    Folge 8, „Comeback auf der Strecke“

    Nach dem Zweiten Weltkrieg ist der Wiedereinstieg eines deutschen Herstellers in den Grand-Prix-Sport zunächst unvorstellbar. Mercedes-Benz setzt daher ab 1952 vorerst auf Sportwagenrennen und entwickelt den Rennsportwagen 300 SL (W 194). Mit diesem Fahrzeug, das wegen seines leichten Gitterrohrrahmens die charakteristischen Flügeltüren erhält, gelingt der Stuttgarter Marke die Rückkehr in den Rennsport. Der erste Einsatz des 300 SL führt nach Italien, wo Karl Kling und Rudolf Caracciola bei der legendären „Mille Miglia“ die Plätze zwei und vier belegen. Die besondere Faszination, die die „Mille Miglia“ als historische Veranstaltung seit 1977 jährlich immer wieder neu vermittelt, kann der Zuschauer in einer fesselnden Reportage miterleben. 1952 erzielt der 300 SL nach dem ersten Achtungserfolg in Italien spektakuläre Doppelsiege bei den 24 Stunden von Le Mans und bei der Carrera Panamericana über 3.100 Kilometer quer durch Mexiko. Nicht nur bei solchen strapaziösen Langstreckenrennen haben die Reifen an einem Rennsieg oft entscheidenden Anteil. Diese Rolle würdigt eine Reportage über die Herstellung klassischer Rennreifen in ihrer historischen Fabrik in Großbritannien.

    Folge 9, „Meister aus Übersee“

    1954 kehrt Mercedes-Benz in den Grand-Prix-Sport zurück – mit dem neuen Rennwagen W 196 R und Juan Manuel Fangio als neuem Star der Rennmannschaft. Am Steuer des Silberpfeils gewinnt Fangio gleich das erste Rennen, den Großen Preis von Frankreich, vor seinem Teamkollegen Karl Kling. Mit diesem Doppelsieg gelingt der Stuttgarter Marke am 4. Juli 1954 eine eindrucksvolle Premiere – am selben Tag wird Deutschland in Bern Fußballweltmeister. Den Sieg in Reims erzielt der W 196 R als futuristisch anmutender Stromlinienwagen; auf kurvenreichen Rennstrecken startet er dagegen als klassischer Monoposto mit frei stehenden Rädern. Mit dem neuen Silberpfeil gewinnt Fangio, der Formel-1-Weltmeister von 1951, den Titel auch 1954 und 1955. Rennfahrerlegende Hans Herrmann vermittelt dem Zuschauer eindringlich, wie sich die damaligen Fahrer von den Gefahren des Motorsports nicht abschrecken ließen. Die möglichen Folgen zeigt ein eindrucksvolles Re-Enactment, in dem Juan Manuel Fangio den Tod seines Rennfahrerfreunds Onofre Marimon verkraften muss. Eine Reportage über die umfangreiche Rennwagen-Sammlung von Mercedes-Benz Classic gewährt dem Zuschauer exklusive Einblicke in die „Heiligen Hallen“.

    Folge 10, „Abschied der Sieger“

    Die Triumphe in der Formel 1 ergänzt Mercedes-Benz 1955 mit spektakulären Siegen in Sportwagenrennen. An den Start geht dabei der Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S), eine Weiterentwicklung des aktuellen Formel-1-Rennwagens. Da er nicht an das Hubraumlimit des Formel-1-Reglements gebunden ist, wird er von einer Dreiliter-Version des Reihenachtzylinders angetrieben. Durch seine unübertroffene Standfestigkeit und Zuverlässigkeit ist der 300 SLR seinen Konkurrenten 1955 weit überlegen. So gewinnt Stirling Moss die Mille Miglia in einer bis heute nicht übertroffenen Bestzeit, und am Ende der Saison holt Mercedes-Benz auch den Titel in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Doch die Stuttgarter Marke will sich in den kommenden Jahren noch stärker der Entwicklung ihrer Serienautomobile widmen und beendet ihr Motorsport-Engagement mit dem Abschluss der Saison 1955. Die zehnte Folge der „Magischen Momente“ würdigt diesen Schlussstrich auf der Höhe des Erfolges in einem Re-Enactment und präsentiert mit dem legendären „Uhlenhaut-Coupé“ den 300 SLR für die Saison 1956. Der Rennsportwagen, der kein einziges Rennen fuhr, gehört für viele auch heute noch zu den faszinierendsten Autos überhaupt.

    DVD bestellen.

    Produktdetails:

    • Sprache: deutsch / englisch
    • Laufzeit: ca. 530 Min.
    • Ton: Stereo
    • Genre: Dokumentation
    • Bild: 16:9
    zum Online Shop

    Verwandte Themen.