Formvollendet.

  • Meilensteine Intro

  • Die Highlights des Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagens.

    Die Historie im Überblick.

    • Gebaut in der ersten Jahreshälfte 1938.
    • Im Juni 1938 ausgeliefert an den Reifenhersteller Dunlop.
    • Eingesetzt für die Erprobung von Hochleistungsreifen für besonders schnelle und schwere Fahrzeuge.
    • In den 1950er-Jahren Eingliederung in die Sammlung des Mercedes-Benz Museums.
    • 2011: Startschuss für die originalgetreue Restaurierung bei Mercedes-Benz Classic.

    Das Fahrzeug.

    • Fahrgestell und Motor des Mercedes-Benz 540 K.
    • Stromlinienkarosserie aus Aluminium – ein Einzelstück.
    • Konsequent nach damaligen Erkenntnissen der Aerodynamik konstruiert; fließende Linien, niedrige Silhouette, minimierte Störquellen an der Oberfläche; Unterboden verkleidet.
    • Technische Daten Zylinder: 8/Reihe Hubraum: 5.401 Kubikzentimeter Leistung: 85 kW (115 PS), mit Kompressor 132 kW (180 PS) Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h Luftwiderstandsbeiwert: cW = 0,36
    • Die längere Übersetzung der vorgefundenen Hinterachse mit i = 2,90 (statt i = 3,08, wie bei den 540 K Serienfahrzeugen) verhindert ein Überdrehen des Motors bei der höheren Endgeschwindigkeit, die die optimierte Aerodynamik ermöglicht.

    Die Spurensuche.

    • Der Chassisrahmen erzählt die Geschichte: Aluminiumreste geben Hinweise auf die Karosserie, Farbspuren auf den silbernen Lack, Bohrungen auf die Befestigung der Unterbodenvollverkleidung, Abnutzungsspuren auf den Erprobungsalltag bei Dunlop.
    • Umfangreiche Recherchen in den Archiven führen zu wichtigen Erkenntnissen: Die aufgefundenen Nummern am Rahmen bestätigen nach dem Abgleich mit dem Kommissionsbucheintrag die Originalität. Weitere Dokumente ergeben Hinweise auf die Lackfarbe Silberbronze, auf die in Grau gehaltene Innenausstattung sowie die Verwendung von Nussbaumholz.
    • Eine wichtige Basis für die Restaurierung sind die in den Archiven dokumentierten Fotos, Offertzeichnungen und – als größter Schatz – die historische Flächenbeschreibung der Karosserie-Außenhaut. Dieser im Februar 1938 fertiggestellte Linienriss enthält wichtige Details, die sich am originalen Rahmen wiederfinden.

    Die Restaurierung und Rekonstruktion.

    • Zeitrahmen: Anfang 2012 bis Mitte 2014 (rund 2,5 Jahre).
    • Originalgetreue Restaurierung und Rekonstruktion mit zeitgenössischen Handwerkstechniken, Methoden und Materialien.
    • Die originale Linienrisszeichnung von 1938 wird in akribischer Detailarbeit in ein 3D-Flächenmodell modernster CAD-Konstruktionstechnik überführt, das als Basis für die Fertigungszeichnungen, Hilfswerkzeuge und Schablonen dient.
    • Höchste Präzision in Vorbereitung und Durchführung in allen Details und Arbeitsschritten.
    • Originalteile werden konserviert und erneut eingesetzt – sie zeigen nach wie vor die Spuren der Zeit.
    • Alles entsteht in handwerklicher Arbeit. Allein für die Karosserie sind mehr als 4.800 Stunden erforderlich – ein Aufwand, kaum vergleichbar mit konventionellen Restaurierungen.
    • Rekonstruktion der Unterbodenverkleidung mithilfe von Aerodynamik-Fachleuten der Mercedes-Benz Pkw-Entwicklung.
    • Instandsetzung von Motor und Getriebe und anschließende Erprobung der Komponenten auf dem Leistungsprüfstand der Motorenentwicklung in Untertürkheim.

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