Mercedes-Benz S-Klasse.

Vorbild zu sein, verpflichtet. Mercedes-Benz S-Klasse – Inbegriff des Automobils.
  • Mercedes-Benz S-Klasse.

  • Mercedes-Benz S-Klasse - Inbegriff des Automobils.

    Vorbild zu sein, verpflichtet. Seit den Anfängen des Automobils sind die Spitzenmodelle von Mercedes-Benz die bekanntesten und namhaftesten Repräsentanten der Automobilbaukunst. Mit bahnbrechenden Innovationen setzen sie Maßstäbe für die gesamte Pkw-Entwicklung. Diese Tradition lebt und wird fortgesetzt, die den glanzvollen Namen S-Klasse in die Zukunft trägt.

    Die Wurzeln dieser Modellreihe reichen zurück bis zu den Ursprüngen der Marke Mercedes: 1903 entwickelt Wilhelm Maybach, Chefkonstrukteur der Daimler-Motoren-Gesellschaft, mit dem Mercedes-Simplex 60 PS ein neues Topmodell, das auch als luxuriöse Reiselimousine karossiert wird. Es ist ein Auto der Superlative – elegant und exklusiv, stattlich und schnell. Ein Auto, das der vornehmen Gesellschaft jener Zeit neue Möglichkeiten eröffnet und dank großzügigem Platzangebot, Sitzen im Stil bequemer Fauteuils und rundum geschlossenem Passagierabteil einen Reisekomfort bietet, den man von bisherigen „Motorkutschen“ nicht kennt. So wird das Automobil salonfähig. Kaiser und Könige, Industrielle und Prominente ordern ihre Modelle in Stuttgart; der Name Mercedes wird zum Inbegriff für Luxus und Komfort auf Rädern.

    Dieser Anspruch spornt Generationen von Designern und Ingenieuren an, stets das Beste zu geben. Von der Frühzeit des Automobils bis zur neuen S-Klasse – das bedeutet über 110 Jahre Marken- und Modellgeschichte, vollgepackt mit Innovationen, Patenten und Ideen, die das Automobil revolutioniert haben. Fortsetzung folgt: Wie jedes Vorgängermodell wird auch die künftige S-Klasse ihrer Zeit um mehr als eine Wagenlänge vorausfahren und in vielen Bereichen der Automobiltechnik neue Standards setzen. Denn Vorbild zu sein, verpflichtet.

    Flipbook

    S-Klasse Baureihen.

    Luxus auf Rädern.

    Weite Strecken zurücklegen, jeden Kilometer genießen und ebenso entspannt wie sicher am Ziel ankommen –das sind die Qualitäten der Ober- und Luxusklasselimousinen von Mercedes-Benz. Man steigt ein, lehnt sich zurück und erlebt eine eigene Welt; eine Welt der feinen Dinge, geprägt durch schöne Formen, edle Materialien und technische Meisterleistungen. Kurz gesagt: Luxus pur. Die Geschichte dieser Automobile beginnt, als in Berlin und Wien noch kaiserliche Hoheiten regieren. Den Grundstein legt der Geschäftsmann Emil Jellinek, dessen Tochter Mercedes der Marke ihren Namen gab. 1904 lässt er einen Mercedes-Simplex 60 PS als Reiselimousine karossieren, die ihren fünf Passagieren allen erdenklichen Komfort bietet. Das Mercedes-Topmodell ist damit der erste Luxusreisewagen der Stuttgarter Marke – und der Beginn einer großen Automobiltradition.

    Reisen mit Stil.

    Jellineks Reisewagen mit dem klangvollen Markennamen Mercedes sorgt für Gesprächsstoff in der Welt der High Society und weckt Begehrlichkeiten in einer Zeit, da die vornehme Gesellschaft meist noch per Pferdekutsche oder im offenen, motorisierten „Phaeton“ unterwegs ist. So etablieren sich die großen Limousinen von Mercedes-Benz in höchsten Kreisen und erlangen über viele Jahre einen Status, den sie von jeher ebenso konsequent wie glaubwürdig vertreten: den Status als Botschafter des europäischen Luxus – eines Ideals, das damals wie heute in allen Teilen der Erde für Eleganz, Ästhetik, Komfort, Innovation, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Lebensart steht.

    Jede Modellreihe aus der langen Tradition der Mercedes-Benz Luxuslimousinen ist ein Repräsentant dieses Stils. Prägend sind dabei vor allem die Topmodelle der Marke – wie der stattliche Typ 770 aus dem Jahr 1930, der seiner Modellbezeichnung „Großer Mercedes“ alle Ehre macht: 5,60 Meter misst die Limousine in der Länge, 2,7 Tonnen Leergewicht bringt sie auf die Waage, und 200 PS leistet der erste serienmäßig hergestellte Achtzylinder-Kompressormotor von Mercedes-Benz. Ein Auto der Superlative – mit einem Kühler, so groß und mächtig wie die Besitzer dieses Wagens.

    Ebenso unvergessen sind die Luxuslimousinen der 1950er- und 1960er- Jahre: der legendäre Typ 300 „Adenauer-Mercedes“, der 1951 als größter und schnellster Serienwagen aus deutscher Produktion Premiere feiert, und der Typ 600 aus dem Jahr 1963, der seine Passagiere mit exquisiter Ausstattung und einer Vielzahl technischer Innovationen für höchsten Fahrkomfort verwöhnt.

    Für stilvolles und luxuriöses Reisen in den 1970er-Jahren steht die Baureihe 116, mit der der Name „S-Klasse“ zur offiziellen Bezeichnung der Mercedes-Benz Ober- und Luxusklasselimousinen wird. Diese Modellreihe macht auch den Dieselmotor im Oberhaus der Personenwagen salonfähig – zunächst allerdings nur in den USA. Mit Zwölfzylinder-Triebwerk, üppigem Platzangebot und Technik vom Feinsten ist die Modellreihe 140 das „Großereignis“ im Straßenbild der 1990er-Jahre: eine Limousine, mit der Mercedes-Benz die Messlatte für automobilen Komfort und Luxus auf ein bis dato unerreichtes Niveau anhebt.

    Immer der Zeit voraus.

    Wie fahren wir morgen? Was wird uns das Auto der Zukunft bieten? Die S-Klasse von Mercedes-Benz gibt die Antwort auf diese Fragen. Seit Jahrzehnten fahren die Limousinen ihrer Zeit voraus und sind Schrittmacher technischer Innovationen, von denen nicht nur ihre Besitzer profitieren. Nahezu jede andere Modellreihe kommt zu gegebener Zeit in den Genuss des mit der S-Klasse gewonnenen Vorsprungs. Auch das hat bei Mercedes-Benz Tradition. Das neue Spitzenmodell von Mercedes-Benz setzt diese Vorreiterrolle fort.

    Ideen bewegen die Welt.

    „Die Liebe zum Erfinden höret nimmer auf.“ Mit diesem Bekenntnis gibt Autopionier Carl Benz ein Vermächtnis an nachfolgende Ingenieurgenerationen weiter, das die Entwickler seit Jahrzehnten antreibt. Neugier, Kreativität, der Mut zu neuen Ideen und die Leidenschaft fürs Automobil haben bei Mercedes-Benz Tradition – und Zukunft. Das zeigt die Geschichte der S-Klasse und ihrer Vorgängermodelle, die eindrucksvoll von der technologischen Führerschaft der Stuttgarter Automobilmarke zeugen. Von Beginn an sind diese Fahrzeuge eine Plattform wegweisender Innovationen für Sicherheit und Komfort – für Neuentwicklungen, die bis heute die gesamte Pkw-Technik bereichern. Der Fahrzeugsicherheit fühlt man sich bei Mercedes-Benz von jeher besonders verpflichtet. Viele Innovationen, die von der S-Klasse den Weg in die Großserie fanden, dokumentieren dieses Engagement: Knautschzone, Antiblockiersystem (ABS), Airbag, Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), um nur einige Beispiele dieser innovativen Art zu nennen. Ebenso engagiert forschen und entwickeln die Ingenieure auf dem Gebiet der Karosserietechnik und erzielen seit Jahren kontinuierlich Fortschritte. Beispiel Aerodynamik: Mit einem Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert) von 0,36 ist die S-Klasse des Jahres 1979 (Baureihe 126) das strömungsgünstigste Automobil seiner Zeit – heute beträgt der cW-Wert der neuen S-Klasse nur noch 0,24 und setzt damit wiederum Maßstäbe. Innovationen der Fahrwerkstechnik, die von den Mercedes-Benz Luxuslimousinen den Weg in andere Modellreihen finden, steigern Komfort und Fahrsicherheit: 1954 geht im „Ponton“-Mercedes (W 180) die auch in den Formel-1-Rennwagen verwendete Eingelenk-Pendelachse in Serie und verbessert Radführung und Fahrverhalten, 1961 ist die „Heckflosse“ des Typs 300 SE (W 112) die erste Mercedes-Benz-Limousine mit serienmäßiger Luftfederung an Vorder- und Hinterachse, 1965 entwickeln die Ingenieure eine hydropneumatische Ausgleichsfeder für die Hinterachse der Oberklasselimousinen (W 108/W 109). 1999 präsentieren sie im S 600 (Baureihe 220) nach über 20-jähriger Entwicklungszeit einen vielbeachteten Meilenstein der Fahrwerkstechnik: die aktive Fahrwerksregelung Active Body Control (ABC). Viele Innovationen der Neuzeit basieren auf den Fortschritten in der Mikro-Elektronik. Die S-Klasse fährt auch auf diesem Gebiet seit Jahrzehnten voraus: Die Limousinen der Modellreihe 140 sind 1991 die ersten Serienfahrzeuge mit einem digitalen Datennetzwerk, das schließlich im Nachfolgermodell (Baureihe 220) die Voraussetzungen für zahlreiche Neuentwicklungen schafft – vom schlüssellosen Fahr- und Zugangssystem Keyless-Go über das Anzeige- und Bediensystem COMAND bis zum Abstandsregel-Tempomaten DISTRONIC. Insgesamt mehr als 30 Innovationen machen diese S-Klasse aus dem Jahr 1998 zu einer besonderen Sternstunde der Automobiltechnik – und wie alle Mercedes-Benz mit dem „S“ im Typenschild zu einem Vorbild für nachfolgende Fahrzeuggenerationen.

    Komfort mit Stern.

    Komfort ist ein Thema mit vielen Facetten, höchst komplex und sehr individuell. Denn Komfort wird mit allen Sinnen wahrgenommen, erlebt und beurteilt. Zwar gibt es objektive Messgrößen, die Auskunft über die Existenz typischer Komfortmerkmale wie gutes Klima, erholsame Ruhe oder ausgewogene Federung geben, doch keiner dieser Werte spiegelt das subjektive – sprich: menschliche – Empfinden wider, das unser Komfortempfinden wirklich bestimmt. Deshalb gibt es für Automobilentwickler seit vielen Jahren nur einen wirklich zuverlässigen Gradmesser, wenn es um höchsten Fahrkomfort geht: die Luxuslimousinen von Mercedes-Benz.

    Mensch und Auto.

    „Wie viel Auto braucht der Mensch?“ Diese Frage steht bei der Konzeption neuer Mercedes-Benz-Modelle ganz am Anfang. Zu Recht: Die Raumplanung zählt zu den wichtigsten Kriterien, die über das Wohlbefinden der Autoinsassen entscheiden. Oder anders gesagt: Der Mensch braucht Raum, um sich entfalten und entspannen zu können. Auch im Automobil. Die Luxuslimousinen von Mercedes-Benz tragen diesem Grundbedürfnis stets Rechnung. Ihre Karosserien schaffen hinsichtlich Länge, Breite, Höhe und Radstand die Voraussetzungen für geräumige Interieurs. Mehr noch: Weil Komfort eine höchst individuelle Angelegenheit ist, bietet Mercedes-Benz von jeher die Möglichkeit, das Platzangebot an die persönlichen Ansprüche anzupassen. Modellvarianten mit verlängertem Radstand gibt es bereits seit Anfang der 1960er-Jahre ab Werk. Damals erscheint die Langversion des Typs 300 SE (W 112) und bietet im Fond ein Plus an zehn Zentimetern mehr Bewegungsfreiheit. In den 1920er- und 1930er-Jahren gehören die geräumigen Pullman-Limousinen mit bis zu acht Sitzplätzen zu den beliebtesten Varianten der Luxusklassemodelle Nürburg (W 08) und „Großer Mercedes“ (W 07). Doch Raum ist nicht alles. Komfort zu entwickeln bedeutet auch, die Technik so zu adaptieren, dass sie dem Menschen dient und ihn entlastet. Schon der Name „Simplex“, den die ersten Modelle der Marke Mercedes tragen, zeugt davon. Er steht für eine vereinfachte Bedienung, die dem Fahrer das damals noch recht anstrengende Ein- und Auskuppeln beim Gangwechsel erleichtert. In den 1930er-Jahren ist der Typ 770 „Großer Mercedes“ (W 07) eines der ersten Automobile mit „Servo-Fußbremse“, und zu Beginn der 1950er-Jahre kommen die Passagiere des Mercedes-Benz 300 (W 186) erstmals in den Genuss eines serienmäßigen Heizgebläses und, ab 1958, einer Klimaanlage – damals noch als Kühlanlage bezeichnet und als Sonderausstattung fast so teuer wie ein fabrikneuer VW „Käfer“. Beim Typ 220 „Ponton“ (W 180) von 1954 ist die Heizung bereits für Fahrer und Beifahrer getrennt regelbar. Den Gipfel der Bequemlichkeit erleben ab 1963 freilich die Insassen des Mercedes-Benz 600 (W 100), dessen „Komfort-Hydraulik“ nicht nur Sitze, Fensterheber und Schiebedach per Knopfdruck in die gewünschten Positionen bringt, sondern auch die Türen schließt. Bei der S-Klasse Baureihe 140 von 1991 ist der Geräuschkomfort ein zentrales Thema: Die Limousine kommt erstmals mit geräuschdämmender Doppelverglasung auf den Markt. Seit die Technik der Automobile immer leistungsfähiger, aber auch immer komplexer wird, haben die Ingenieure eine zusätzliche Aufgabe: Weniger Schalter für mehr Funktionen. Stichwort Bedienkomfort: Die S-Klasse des Jahres 1998 (Baureihe 220) ist das erste Modell von Mercedes-Benz mit dem innovativen COMAND-System, das verschiedene Fahrzeugfunktionen in einem Gerät vereint und deren Bedienung durch Menüsteuerung enorm vereinfacht. Daraus entwickelt sich im Nachfolgermodell (Baureihe 221) ein umfassendes Bedien- und Anzeigekonzept, das heute in allen Pkw-Modellen von Mercedes-Benz verfügbar ist.

    Sinn und Sinnlichkeit.

    Design ist für Mercedes-Benz mehr als nur ein Thema, bei dem es um schöne Formen und optische Effekte geht. Design ist ein Markenzeichen von ganz besonderer Bedeutung. Es prägt das Image der Automobilmarke und spiegelt ihre Werte wider: Souveränität, Innovation, Sportlichkeit, Progressivität … Design soll aber auch Leidenschaft wecken – die Leidenschaft für das Automobil und den Wunsch, ein Modell zu besitzen. Diese interessante Symbiose aus Vernunft und Emotion wird bei der S-Klasse und ihren Vorgängermodellen besonders deutlich. Die Limousinen sind nicht nur die höchsten Repräsentanten der Marke Mercedes-Benz, sondern auch faszinierende Traumwagen; es sind Techniktrendsetter und Designikonen, Prestigeobjekte und Charaktertypen.

    Zeichen der Zeit.

    Während die Luxuswagen der 1920er- und 1930er-Jahre durch ihre kantigen Aufbauten und mächtigen Kühler sehr dominant erscheinen, zeugen die Modelle der frühen 1950er-Jahre vom Zeitgeist einer Epoche, in der man nach formaler Neuausrichtung strebt. Zwar sind Kotflügel und Scheinwerfer bei den Modellen 220 (W 187) und 300 (W 186) bereits in den Karosseriekörper integriert, doch die üppigen, barocken Formen entsprechen wie viele andere Produkte dieser Zeit noch dem Schönheitsideal der Vorkriegszeit. Ein Neuanfang scheint geboten, und Mercedes-Benz vollzieht diesen Schritt sowohl technisch als auch formal: Der Typ 220 „Ponton“ (W 180) ist 1954 nicht nur das erste Oberklassemodell mit selbsttragender Karosserie, er setzt auch durch das moderne „Three-Box“-Design Zeichen. Fünf Jahre später folgt bereits der nächste gestalterische Generationenwechsel: „Trapezlinie“ lautet der Fachbegriff für die elegante, lang gestreckte Linienführung der Modellreihe W 111, mit der man sich endgültig von den rundlichen Karosserieformen früherer Jahre verabschiedet und eine neue Designära einläutet. Zu dieser Linienführung gehören auch die markanten Heckflossen, die den Limousinen ihren bekannten Beinamen bescheren. Das modische Detail im Stil damaliger US-Modelle ist auch mit einer Funktion verknüpft: Die offiziell als „Peilstege“ bezeichneten Heckflossen dienen als Einparkhilfe. Als buchstäblich stilbildend für Mercedes-Benz erweisen sich andere Designmerkmale wie die senkrecht stehenden Scheinwerfer, die horizontal angeordneten Rückleuchten, die niedrigere Kühlermaske und die modernen „Vollsichtscheiben“. Sie halten Einzug in die Formensprache der Modellreihen der 1960er und 1970er-Jahre, die durch ihre klare, schnörkellose Form und ihre zurückhaltende Eleganz in Erinnerung bleiben. „Ästhetik aus dem Windkanal“ lautet Ende der 1970er-Jahre einer der Slogans für die aerodynamisch optimierte Limousine der Baureihe 126, in den 1980er-Jahren spricht man bei der Modellreihe 140 von einem „neuen Formenfluss“ mit weichen Übergängen, und bei der S-Klasse des Jahres 1998 (Baureihe 220) präsentieren die Designer eine „coupéhafte Limousine“, die das neue, progressiv-dynamische Markenbild von Mercedes-Benz widerspiegelt. Daraus entwickelt sich 2005 bei der Modellreihe 221 ein neuer Stil nach dem Prinzip „Weniger ist mehr“. Gemeint ist die Konzentration auf das Wesentliche guter Produktgestaltung: auf das Zusammenspiel von Flächen und Linien. Die Designer realisieren eine bewusst puristische Formgestaltung mit großen, sanft modellierten Karosserieflächen, die durch straff gezogene Linien strukturiert werden – ein Kunstwerk auf Rädern. Diesen anspruchsvollen Stil setzt die neue S-Klasse fort und weist zugleich durch neue Designelemente den Weg in die Zukunft der Automobilgestaltung von Mercedes-Benz. Dazu gehört beispielsweise ein neuer Linienfluss, der dynamisch auf das Heck ausgerichtet ist – dort, wo das Kraftzentrum der neuen Luxuslimousine liegt. Kraftvolle Proportionen – lange Motorhaube, großer Radstand, kurzes Heck – unterstreichen diese Neuausrichtung des Designs.

    Im Namen des Sports.

    Darf man eine Luxuslimousine mit dem Attribut „Sportlichkeit“ auszeichnen? Können solche Modelle reinrassigen Sportwagen Paroli bieten? In früheren Jahren antworteten Automobilexperten auf Fragen dieser Art mit einem klaren „Nein“. Doch dann müssen sie umdenken: im Jahr 1968 präsentiert Mercedes-Benz in der Baureihe 108/109 ein neues Spitzenmodell, das in puncto Leistung, Fahrverhalten und Tempo alles in den Schatten stellt, was man bis dato in diesem Marktsegment kannte: den legendären 300 SEL 6.3. Er ist der Urtyp für ein Oberklasseautomobil in neuer Ausprägung, das Mercedes-Benz bis heute bietet: die Hochleistungslimousine.

    Power und Performance.

    „König der Autobahn“ – diese Beschreibung, die Motorjournalisten Ende der 1960er-Jahre für den Typ 300 SEL 6.3 der Modellreihe 109 wählen, spricht Bände. Es ist ein Auto der Superlative: Ausgestattet mit dem V8-Motor und dem Automatikgetriebe des „großen“ Mercedes-Benz 600 übertrifft er das Leistungspotenzial hochkarätiger Sportwagen und erwirbt sich den Ruf als schnellste und sicherste Reiselimousine der damaligen Zeit. Der Achtzylinder leistet 184 kW/250 PS, entfaltet eine maximale Durchzugskraft von rund 500 Newtonmetern und beschleunigt die Limousine in nur acht Sekunden von null auf 100 km/h. Bei 221 km/h erreicht der 300 SEL 6.3 die Höchstgeschwindigkeit. Doch äußerlich ist dieses Kraftpaket nur an den breiteren Reifen, den Halogen-Doppelscheinwerfern und den zusätzlichen Weitstrahlern zu erkennen –ein Wolf im Schafspelz. Oder anders gesagt: Understatement pur. Der Erfolg dieses Ausnahmeautomobils – es werden immerhin über 6.500 Exemplare verkauft – spornt die Produktplaner bei Mercedes-Benz an, diesen Weg fortzusetzen. Sportliche Performance bei höchstem Komfort, diese interessante Kombination bietet 1975 auch der Typ 450 SEL 6.9 der Baureihe 116. Hier beschleunigt das nunmehr 210 kW/286 PS starke Achtzylindertriebwerk die Limousine in bisher unerreichte Dimensionen: 225 km/h Spitzentempo und nur 7,4 Sekunden für den Spurt von null auf 100 km/h. Seitdem weist der Trend in puncto Leistungsentfaltung steil nach oben: Der 560 SEL der Modellreihe 126 bringt es 1985 auf 200 kW/272 PS. Sechs Jahre später ist der 600 SEL (Baureihe 140) als erster Serien-Pkw von Mercedes-Benz mit Zwölfzylindermotor 300 kW/408 PS stark – ein neues Spitzenergebnis in der langen Geschichte der Stuttgarter Luxuslimousinen. „Biturbo“ lautet 2002 das Stichwort für die Charakterisierung der leistungsstärksten Version der Modellreihe 220: Zwei Turbolader beatmen den V12-Motor des S 600 und ermöglichen eine Spitzenleistung von 368 kW/ 500 PS. Ein sanfter Tritt aufs Gaspedal genügt, und die Limousine beschleunigt mit 800 Newtonmetern Drehmoment in nur 4,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Damit ist die S-Klasse erneut vielen reinrassigen Sportwagen ebenbürtig. Seit 1999 gehört Mercedes-AMG als Tochtergesellschaft zum Konzern und treibt die Entwicklung von Hochleistungsautomobilen mit sportlicher Ausprägung, anspruchsvoller Technik und exquisiter Ausstattung konsequent voran. In der S-Klasse der Modellreihe 221 gilt der S 65 AMG als das Nonplusultra dieser automobilen Spezialitäten. Sein Zwölfzylindermotor leistet 463 kW/630 PS – und damit 277 kW/380 PS mehr als das Triebwerk des ersten „Königs der Autobahn“. Power und Performance – das bietet auch die neue S-Klasse mit ihren leistungs- und drehmomentstarken Verbrennungsmotoren. Zur Wahl steht außerdem ein Hybridantrieb, der Dynamik und Effizienz, Sportlichkeit und Umweltverträglichkeit miteinander verbindet. Ein Hochleistungsautomobil in moderner Ausprägung.

    Design für die Umwelt.

    Rcov= Rcyc+mTE/mv x 100 > 95 %. Das ist eine der Formeln, die ein umweltgerechtes Automobil kennzeichnen. Ganz einfach: Die Rechnung geht auf, wenn 95 Gewichtsprozent aller Materialien verwertet werden können – höchstens zehn Prozent davon durch Verbrennung zur Energiegewinnung. Diese Recyclingquote verlangt die Europäische Union ab 2015 für alle Personenwagen; die S-Klasse der Modellreihe 221 erfüllt diese Vorgabe bereits seit 2005. Das ist einer der Gründe, warum dieser Luxuswagen als weltweit erstes Automobil ein von unabhängigen Gutachtern ausgestelltes Umweltzertifikat nach internationaler ISO-Norm erhielt. „Design for Environment“ – seit Mitte der 1990er-Jahre ist diese Aufgabe fest in den Entwicklungs- und Herstellungsprozess der Automobile mit dem Stern integriert. Doch schon lange vorher haben sich die Ingenieure intensiv mit dem „Design für die Umwelt“ beschäftigt. Die S-Klasse fährt auch hier stets als einer der Trendsetter voraus. So ist beispielsweise die Baureihe 140 der erste FCKW-freie Personenwagen und wird deshalb 1992 mit dem Umweltpreis der amerikanischen „Environmental Protection Agency“ (EPA) ausgezeichnet. Ebenso zukunftsweisend ist der Einsatz hochwertiger Recyclingmaterialien und nachwachsender Rohstoffe, die beispielsweise in der S-Klasse des Jahres 1998 (Baureihe 220) zur Herstellung der Türinnenverkleidungen und der Hutablage dienen. Konsequent arbeiten die Entwickler von Mercedes-Benz auch daran, die Kraftstoffeffizienz der Limousinen zu steigern und die Abgasemissionen zu verringern. Dazu trägt die moderne Motorentechnologie maßgeblich bei: Im Sommer 1957 ist der Typ 300 (W 189) das erste Modell mit Saugrohr-Benzineinspritzung. Seitdem ist diese leistungs- und effizienzfördernde Technologie ohne Unterbrechung in den Topmodellen von Mercedes-Benz im Einsatz. Im September 1977 ist der für den US-Markt konzipierte Typ 300 SD (Baureihe 116) die erste Oberklasselimousine mit Turbodieselmotor, ab Ende 1999 ermöglicht die moderne Common-Rail-Direkteinspritzung im S 320 CDI (Baureihe 220) eine rund 15-prozentige Kraftstoffeinsparung gegenüber den bisherigen Vorkammermotoren, und im Sommer 2000 präsentiert Mercedes-Benz im S 400 CDI seinen ersten V8-Dieselmotor. Bei nur 9,6 Liter Kraftstoffverbrauch pro 100 Kilometer legt die Luxuslimousine die Strecke von Hamburg nach Basel ohne Tankstopp zurück – und das so komfortabel wie es der Kunde von den Spitzenklasselimousinen von Mercedes-Benz von jeher gewohnt ist. Mit dem S 250 CDI BlueEFFICIENCY debütiert 2010 zum ersten Mal ein hocheffizientes Vierzylindermodell in der S-Klasse. Sein Dieseltriebwerk ermöglicht Verbrauchswerte auf dem Niveau eines Kleinwagens, die bislang für ein Fahrzeug der Luxusklasse als unerreichbar galten. Der Begriff BlueEFFICIENCY ist das Markenzeichen für besonders sparsame und umweltverträgliche Modelle von Mercedes-Benz. Die Mehrzahl der Limousinen der Modellreihe 221 trägt dieses Emblem oder signalisiert durch die Zusatzbezeichnung BlueTEC, dass hier ein Diesel mit der derzeit besten Abgasreinigungstechnologie unterwegs ist. BlueTEC-Modelle erfüllen bereits heute die strengen EU-Schadstofflimits von morgen und haben damit die Zukunft serienmäßig an Bord.

    Auf Nummer sicher.

    „Es genügte uns nicht, eine hervorragende Bremse zu bauen. Wir wollten mehr, damit der Autofahrer in gefährlichen Grenzsituationen die Kontrolle über seinen Wagen behält.“ Mit diesen Worten präsentiert Daimler-Benz Vorstand Professor Dr. Hans Scherenberg einen Meilenstein der Fahrzeugtechnik: das Antiblockiersystem (ABS). Es wird bereits 1978 in der Modellreihe 116 angeboten und ist das erste moderne Fahrerassistenzsystem. In der neuen S-Klasse wird gut ein Dutzend solcher elektronischer „Kopiloten“ den Autofahrer begleiten. Sie können ihn in kritischen Situationen warnen und ihn bei akuter Gefahr auch aktiv unterstützen, um einen Unfall zu vermeiden oder zumindest die Unfallschwere deutlich zu reduzieren. Damit wird auch die neue Limousine der Vorreiterrolle der S-Klasse auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit gerecht.

    „S“ wie Sicherheit.

    Am Anfang stand eine Vision. Béla Barényi, Mercedes-Benz Ingenieur seit 1939, hatte die Vision eines rundum sicheren Automobils – einer Karosserie „umgeben von Knautschzonen vorne und hinten“. Als Erster hat er erkannt, dass die Aufprallenergie beim Unfall durch Verformung abgebaut werden muss. Das Blech soll sich gezielt verbiegen und dabei den Großteil der Kräfte aufzehren, die sonst auf die Insassen einwirken und schwere Verletzungen verursachen können. 1952 wird aus der Vision des Automobilingenieurs ein Patent, 1959 geht die Erfindung in Serie: Die Modelle 220, 220 S und 220 SE (W 111), besser bekannt als „Heckflossen“-Mercedes, sind die weltweit ersten Automobile mit dieser Technik. Heute ist jeder moderne Personenwagen nach diesem Prinzip konstruiert. Dem Vorbild Béla Barényis folgend, forschen und entwickeln die Ingenieure weiter, um die Sicherheit der Personenwagen zu verbessern. Und stets ist die S-Klasse der technologische Schrittmacher: 1967 geht die Sicherheitslenkung in Serie, 1972 das erste umfassende Sicherheitskonzept, 1978 ist das Antiblockiersystem erhältlich, und 1979 präsentiert Mercedes-Benz erstmals eine Karosseriestruktur, die auf den besonders häufigen Offset-Frontalaufprall ausgelegt ist. Kurze Zeit später folgt der nächste Paukenschlag: Rund 14 Jahre haben Experten von Mercedes-Benz an der Entwicklung eines Luftpolsters gearbeitet, das sich beim Crash blitzschnell aus dem Lenkrad entfaltet und den Fahrer auffängt. Die S-Klasse der Modellreihe 126 ist 1981 das weltweit erste Auto mit Airbag und verfügt außerdem erstmals über einen Gurtstraffer für den Beifahrer. 1988 folgt der Beifahrer-Airbag. Einen weiteren bedeutenden Meilenstein auf dem Gebiet der Fahrsicherheit präsentiert die Stuttgarter Automobilmarke Anfang 1994: Das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) kann die Schleudergefahr bei Kurvenfahrt verhindern und trägt damit bis heute maßgeblich zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei. Seit 1995 ist das System in der S-Klasse verfügbar. Mit dem ersten Abstandsregel-Tempomaten beginnt 1998 in der Modellreihe 220 die Ära der vorausschauenden Assistenzsysteme, die heute dank moderner Radar- und Kameratechnik vor kritischen Situationen warnen und bei akuter Gefahr eingreifen, um das Auto abzubremsen. Auch der Aktive Totwinkel- und Aktive Spurhalte-Assistent, seit 2010 in der S-Klasse (Baureihe 221) lieferbar, zählen zu diesen modernen, elektronischen Assistenten des Autofahrers. Vorausschauend – besser gesagt: vorbeugend – arbeitet auch eine geniale Erfindung der Ingenieure von Mercedes-Benz, die 2002 in der S-Klasse (Baureihe 220) erstmals in Serie geht: PRE-SAFE kann anhand von Sensorsignalen erkennen, wenn es brenzlig wird und aktiviert schon vor einem drohenden Unfall verschiedene Schutzmaßnahmen für die Insassen. Denn vorbeugen ist bekanntlich besser …

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