1931: Erster Sieg eines Nicht-Italieners.

  • Mille Miglia Herausragende Mercedes-Benz Erfolge in den Jahren 1931 und 1955

  • Mercedes-Benz und die Mille Miglia gehören untrennbar zusammen.

    Insbesondere die Gesamtsiege in den Jahren 1931 und 1955 sind absolute Sternstunden in der Motorsportgeschichte der Stuttgarter Marke. Aber auch der Klassensieg von Rudolf Caracciola und Christian Werner bei der Mille Miglia 1930 auf Mercedes-Benz SSK und der 2. Platz im Gesamtklassement von Karl Kling auf 300 SL Rennsportwagen (W 194) im Jahr 1952 gehören zu den glänzenden Kapiteln der Rennsportgeschichte.

    Seit 1927 wird die Mille Miglia von Automobilenthusiasten aus der lombardische Stadt Brescia ausgetragen. Bei der vierten Auflage des Straßenrennens, das über 1.000 römische Meilen nach Rom und zurück führt, fährt Mercedes-Benz im Mai 1930 erstmals einen Klassensieg ins Ziel. Der mächtige Mercedes-Benz SSK Rennsportwagen von Caracciola und Werner macht Eindruck:

    „Sich seinen Weg durch den Staub bahnend, erschien Caracciola, der deutsche Meister, in seinem niedrigen, weißen Mercedes“, schreibt der Reporter der britischen Zeitschrift „Motor“ im Rennbericht, der am 15. April 1930 erscheint.

    Auf dem Rückweg liegt Caracciola auf der Höhe von Bologna auf dem 4. Platz und kommt schließlich auf der 6. Position liegend ins Ziel. Er gewinnt die Klasse der Wagen über 5 Liter Hubraum.

    1931 gewinnt Caracciola auf Mercedes-Benz SSK als erster nicht-italienischer Rennfahrer die Gesamtwertung der Mille Miglia mit Wilhelm Sebastian als Kopilot. Vom 12. auf den 13. April liefert Caracciola am Steuer des SSK eine glänzende Vorstellung über 1.635 Kilometer Renndistanz. Er erzielt in dem Rennen von Brescia nach Rom und zurück 101,1 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit – erstmals in der Geschichte der Mille Miglia liegt dieser Wert über 100 km/h. Mitte der 1930er-Jahre erinnert sich Caracciola in seiner ersten Autobiografie „Rennen – Sieg – Rekorde“ an diese Leistung: „1.600 Kilometer auf staubigen Landstraßen, an Schluchten und Abgründen vorbei … durch scheußliche Korkenzieherkurven und Serpentinen; durch Städte und Dörfer und wieder über lattengerade Straßen mit 150, 160, 170 Kilometer Durchschnitt … eine Nacht und wieder einen Tag lang.“ Er erhält für seinen Sieg die Goldmedaille des Königs von Italien und den Pokal des Automobil-Clubs von Deutschland.

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