Mille Miglia.

Mercedes-Benz ist Sponsor bei der Mille Miglia 2016.

Vom 19. bis 22. Mai 2016 findet die Mille Miglia 2016 statt. Mercedes-Benz unterstützt das prestigeträchtige und berühmte Straßenrennen quer durch Italien erneut: Die Marke ist Automotive Sponsor. Selbst schickt sie zahlreiche Fahrzeuge aus der unternehmenseigenen Sammlung auf die „1.000 Meilen“, unter anderem die Mercedes-Benz Typen SS, SSK und 300 SL. Und erstmals in der Neuauflage der Mille Miglia auch einen 190 SL: Originaldokumente belegen, dass 1956 ein Exemplar die ursprüngliche Veranstaltung mitgefahren ist.

Mercedes-Benz und die Mille Miglia sind untrennbar miteinander verbunden. Die Liste der historischen Triumphe enthält beispielsweise den Sieg von Rudolf Caracciola und Wilhelm Sebastian im April 1931 auf SSKL, der erste eines nicht-italienischen Fahrers, sowie die Rekordfahrt von Stirling Moss und Denis Jenkinson im Jahr 1955 auf 300 SLR.

Für die Mille Miglia 2016 wird Mercedes-Benz als Automotive Sponsor an Start und Ziel sowie entlang der Strecke präsent sein. Ebenfalls auf der Strecke: Die Fahrzeugliste liest sich wie ein Menü automobiler Delikatessen: Aus der Epoche der Kompressorsportwagen der 1920er- und 1930er-Jahre werden die Typen SS und SSK vertreten sein. Aus den 1950er-Jahren mehrere 300 SL – und zusätzlich die Typen 180 D, 220 a und 190 SL. Der Roadster nimmt die Strecke erstmals in der Neuauflage der Mille Miglia unter die Räder: Erkenntnisse aus dem Jahr 2015 belegen, dass schon bei den originalen „1.000 Meilen“ im Jahr 1956 ein 190 SL mit dabei war. Das französische Fahrerteam Michel Bianco / Jean Loup Pellecuer, Startnummer 347, belegt damals nach einer Fahrtzeit von 16 Stunden, 6 Minuten und 15 Sekunden Platz 121.

Mercedes-Benz Mille Miglia Challenge.

Zusätzlich wird vor der eigentlichen Mille Miglia 2016 die Mercedes-Benz Mille Miglia Challenge ausgetragen. Das Feld wird maximal 60 Fahrzeuge umfassen. Zugelassen sind sämtliche Mercedes-Benz SL, Fahrzeuge von Mercedes-AMG und AMG, Spezial- und Konzeptfahrzeuge von herausragender technischer oder historischer Bedeutung sowie sämtliche Mercedes-Benz mit einem Baujahr vor 1986 – mit Ausnahme der Fahrzeuge, die für die Mille Miglia zugelassen sind.

Die heutige Mille Miglia ist eine Zuverlässigkeitsfahrt. Die Route orientiert sich an der historischen Strecke und führt wie einst von Brescia nach Rom und zurück. Anspruchsvolle Wertungsprüfungen erwarten die Teilnehmer und ihre klassischen Fahrzeuge auf den 1.000 Meilen, rund 1.600 Kilometer.

Tausend Meilen Frauenpower: Susie Wolff und Ellen Lohr bei der Mille Miglia.

Erstmals bei Mercedes-Benz Classic geht ein reines Damen-Team an den Start. Susie Wolff, Rennfahrerin und neue Markenbotschafterin von „She’s Mercedes“, teilt sich mit Ellen Lohr, ebenfalls eine Könnerin am Volant, das Cockpit eines 300 SL.

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Herausragende Erfolge für Mercedes-Benz.

1955: Rekordsieg auf Mercedes-Benz 300 SLR

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrt Mercedes-Benz im Jahr 1952 mit dem neu entwickelten 300 SL Rennsportwagen (W 194) in den Motorsport zurück. Das erste Rennen, in dem der 300 SL mit seinen markanten Flügeltüren startet, ist die Mille Miglia …

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1931: Erster Sieg eines Nicht-Italieners

Mercedes-Benz und die Mille Miglia gehören untrennbar zusammen. Insbesondere die Gesamtsiege in den Jahren 1931 und 1955 sind absolute Sternstunden in der Motorsportgeschichte der Stuttgarter Marke. Aber auch der Klassensieg von Rudolf Caracciola…

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Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic bei der Mille Miglia.

Mercedes-Benz SSK (W 06).

Von den Sechszylinder-Kompressor-Sportwagen der Mercedes-Benz S-Reihe ist der Typ SSK (W 06) die exklusivste und faszinierendste Ausführung. Die Modellbezeichnung steht für Super-Sport-Kurz und bringt neben der besonderen Sportlichkeit auch den verkürzten Radstand zum Ausdruck. Im Sommer 1928 gewinnt Werksrennfahrer Rudolf Caracciola mit dem brandneuen SSK auf Anhieb das Gabelbachrennen und die Rennen auf den Schauinsland und den Mont Ventoux. 1930 und 1931 verhilft ihm der SSK zum Gewinn der Europa-Bergmeisterschaft. Die gewichtsreduzierte und nochmals leistungsgesteigerte Version von 1931, auch als SSKL (Super-Sport-Kurz-Leicht) bekannt, erzielt ebenfalls spektakuläre Erfolge. Zu den bedeutendsten zählt der Sieg beim legendären 1000-Meilen-Rennen „Mille Miglia“: Das strapaziöse Straßenrennen von Brescia nach Rom und zurück gewinnt Rudolf Caracciola auf SSKL im April 1931 als erster nicht aus Italien stammender Fahrer.

Kurz: Der Mercedes-Benz SSK ist ein Sportwagen-Mythos, der die Vormachtstellung von Mercedes-Benz aufs Neue verdeutlicht.

Technische Daten Mercedes-Benz SSK (W 06, Straßenversion)

  • Produktionszeitraum: 1928-1930
  • Zylinder: 6/Reihe
  • Hubraum: 7.065 Kubikzentimeter
  • Leistung: 125 kW (170 PS)
  • Leistung mit Kompressor: 165 kW (225 PS)
  • Höchstgeschwindigkeit: 192 km/h

Mercedes-Benz SS (W 06).

1928 geht der Mercedes-Benz SS (für Super-Sport) als Weiterentwicklung des ein Jahr zuvor eingeführten Rennsportwagens Typ S (wie Sport) an den Start. Der aufgebohrte Sechszylindermotor leistet im Kompressorbetrieb nun 200 PS (147 kW).

Am 29. Juni erlebt er seine Feuertaufe beim Bergrennen auf die Bühler Höhe, das im Rahmen des Baden-Badener Automobil-Turniers stattfindet und von Rudolf Caracciola souverän gewonnen wird. Spektakulärer noch ist der nächste Einsatz beim Großen Preis von Deutschland für Sportwagen, der am 15. Juli auf dem Nürburgring ausgefahren wird. Mit einem Dreifachsieg kann der Typ “SS” auf Anhieb demonstrieren, was in ihm steckt. Zahlreiche weitere Rennerfolge schließen sich an, noch bevor der “SS” im Oktober in das Verkaufsprogramm aufgenommen wird.

Zusammen mit dem SS entsteht 1928 der mit einem gekürztem Fahrgestell versehene, technisch sonst identische SSK, der speziell für Bergrennen und Straßenrennen auf engen, kurvenreichen Strecken entwickelt wurde und bei der Mille Miglia zwei vielbeachtete Erfolge erzielen sollte.

Technische Daten Mercedes-Benz SS (W 06, Straßenversion)

  • Produktionszeitraum: 1928-1933
  • Zylinder: 6/Reihe
  • Hubraum: 7.065 Kubikzentimeter
  • Leistung: 103 kW (140 PS)
  • Leistung mit Kompressor: 147 kW (200 PS)
  • Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h

Mercedes-Benz Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S).

Mit dem 300 SLR (W 196 S) gewinnt Mercedes-Benz 1955 die Sportwagen-Weltmeisterschaft. Das Fahrzeug ist im Prinzip ein mit zweisitziger Sportwagen-Karosserie versehener Formel-1-Rennwagen des Typs W 196 R. Der technische Hauptunterschied liegt im Motor: Der Rennsportwagen, der nicht an das Hubraumlimit des Formel-1-Reglements gebunden ist, wird von einer Dreiliter-Version des Reihenachtzylinders angetrieben und verfügt über Zylinderblöcke, die nicht aus Stahl, sondern aus Leichtmetall gefertigt sind. Außerdem wird der 300 SLR nicht mit speziellem Rennkraftstoff auf Methanolbasis, sondern mit regulärem Superbenzin betrieben. Die Leistung von 222 kW (302 PS) sowie seine Standfestigkeit und Zuverlässigkeit machen den 300 SLR seinen Konkurrenten 1955 weit überlegen, was er durch Doppelsiege bei der Mille Miglia, beim Eifelrennen, beim Großen Preis von Schweden und bei der Targa Florio (Sizilien) unter Beweis stellt.

Bei der Mille Miglia 1955 gewinnen Stirling Moss und Beifahrer Denis Jenkinson (Startnummer 722) mit der bis heute unübertroffenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 157,65 km/h. Die Bilanz dieses Rennsportwagens ist bis heute einzigartig: Jedes Rennen, zu dem ein Mercedes-Benz 300 SLR antritt und das er beendet, gewinnt der W 196 S.

Technische Daten Mercedes-Benz Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S)
  • Einsatz: 1955
  • Zylinder: 8/Reihe
  • Hubraum: 2.982 Kubikzentimeter
  • Leistung: 222 kW (302 PS)
  • Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h

Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ (W 198).

Im Februar 1954 feiert der 300 SL „Gullwing“ auf der International Motor Sport Show in New York Weltpremiere. Der neue Hochleistungs-Sportwagen basiert auf dem legendären 300 SL Rennsportwagen (W 194) der Saison 1952. Ein leichter und verwindungssteifer Gitterrohrrahmen trägt Motor, Getriebe und Achsen. Wie bei der Rennsportversion lässt er jedoch keinen Platz für konventionelle Türen, und die Flügeltüren werden zum unverwechselbaren Merkmal auch des Seriensportwagens. Ohnehin ist der „Gullwing“ ein echter Innovationsträger: Als weltweit erster Serien-Personenwagen wird er von einem Viertaktmotor mit Benzineinspritzung angetrieben. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Motorleistung. 215 PS (158 kW) und damit 20 Prozent mehr als bei der vergaserbestückten Rennsportausführung ermöglichen je nach verwendeter Endübersetzung eine Höchstgeschwindigkeit bis zu 250 km/h. Damit ist der 300 SL der schnellste Serienwagen seiner Zeit und wird zum Traumsportwagen der 1950er-Jahre.

Bei der Mille Miglia 1955 erlebt er sein Motorsportdebüt und fährt, gesteuert von John Fitch/Kurt Gessl, auf Anhieb zum Sieg in der Gran-Turismo-Klasse über 1.600 Kubikzentimeter. Zugleich erringen Fitch/Gessl auf dem 300 SL mit der Start-Nr. 417 einen sensationellen 5. Platz im Gesamtklassement. Die Plätze zwei und drei in der Gran-Turismo-Klasse belegen die 300 SL von Olivier Gendebien/Jacques Washer (Platz 7 im Gesamtklassement) und Salvatore Casella (Platz 10 im Gesamtklassement). Auch 1956 fahren wieder 300 SL bei der Mille Miglia mit. In der großen GT-Klasse kommt das Team Fürst Metternich/Graf Einsiedel auf den 6. Platz.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL (W 198)

  • Produktionszeitraum: 1954–1957
  • Zylinder: 6/Reihe
  • Hubraum: 2.996 Kubikzentimeter
  • Leistung: 158 kW (215 PS)
  • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h

Mercedes-Benz 180 D (W 120).

Die erste Dieselmotor-Variante des Mercedes-Benz 180 (W 120) debütiert im Januar 1954. Damit bietet die Stuttgarter Marke ihre moderne „Ponton“-Limousine nun auch mit einem Selbstzünder-Aggregat an, das zunächst 40 PS (29 kW) leistet. Bis zur Modellpflege im Herbst 1959 werden insgesamt 114.046 Limousinen des Typs 180 D gebaut. Mit den Renn- und Sportwagen, die 1955 als Favoriten auf den Gesamtsieg zur Mille Miglia starten, lassen sich die bis zu 110 km/h schnellen Diesel-Limousinen nicht vergleichen. Doch der 180 D ist zu seiner Zeit ein hochmodernes Automobil, mit selbsttragender Karosserie in der aktuellen „Ponton“-Form und dem sogenannten „Fahrschemel“, an dem die von Doppelquerlenkern geführten Vorderräder aufgehängt sind.

Und er beweist seine Stärken wie seine Zuverlässigkeit in dem strapaziösen Langstreckenrennen quer durch Italien:

Mercedes-Benz setzt mehrere Fahrzeuge vom Typ 180 D ein, und das Team Helmut Retter / Wolfgang Larcher gewinnt die Dieselklasse souverän. Auf den Plätzen zwei und drei kommen ebenfalls 180 D ins Ziel, die damit den Dreifach-Erfolg in der Dieselklasse komplettieren.

Technische Daten Mercedes-Benz 180 D (W 120)

  • Produktionszeitraum: 1954–1959
  • Zylinder: 4/Reihe
  • Hubraum: 1.767 Kubikzentimeter
  • Leistung: 54 kW (40 PS)
  • Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h

Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194).

Als Mercedes-Benz nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiedereintritt in den Motorsport plant, kommen zunächst nur Sportwagenrennen in Betracht. Denn in der Formel 1 ist für 1954 ein neues Reglement angekündigt, und die begrenzten Ressourcen verhindern die vorherige Entwicklung eines Grand-Prix-Wagens nach der alten Formel. Der neue 300 SL Rennsportwagen (W 194) nutzt viele bestehende Komponenten: Achsen, Getriebe und der Basismotor stammen aus der Repräsentationslimousine Mercedes-Benz 300 (W 186). Ganz neu ist ein extrem leichter, aber dennoch sehr verwindungssteifer Gitterrohrrahmen, über den sich eine elegant geschwungene, strömungsgünstige Karosserie aus Aluminium-Magnesium-Blech wölbt. Weil der Gitterrohrrahmen an den Seiten vergleichsweise hoch ansetzt, kann der W 194 nicht mit herkömmlichen Türen versehen werden – so kommt der Rennsportwagen zu den charakteristischen Flügeltüren, die am Dach angeschlagen sind. Als Antrieb dient der 125 kW (170 PS) starke Reihensechszylindermotor M 194 mit 2.996 Kubikzentimeter Hubraum.

Gleich beim ersten Renneinsatz, der Mille Miglia, erreicht der neue Rennsportwagen auf Anhieb Platz zwei und vier. Danach geht es Schlag auf Schlag: Dreifachsieg beim Preis von Bern (Schweiz), spektakuläre Doppelsiege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans (Frankreich) und bei der Carrera Panamericana in Mexiko sowie der Vierfachsieg beim „Großen Jubiläumspreis vom Nürburgring“, bei dem der 300 SL in einer offenen Version zum Einsatz kommt.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194)
  • Einsatz: 1952
  • Zylinder: 6/Reihe
  • Hubraum: 2.996 Kubikzentimeter
  • Leistung: 125 kW (170 PS)
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

Mercedes-Benz 220 (W 180).

Der im Frühjahr 1954 eingeführte Typ 220, intern auch 220 a (W 180) genannt, ist das erste Mercedes-Benz Sechszylindermodell in selbsttragender Bauweise. Seine moderne und geräumige „Ponton“-Karosserie, die Mercedes-Benz ein halbes Jahr zuvor im Mittelklassemodell 180 präsentiert hat, bietet einen bislang nicht gekannten Raumkomfort. Für sichere Fahreigenschaften bürgt die Eingelenk-Pendelachse, die mit dem Typ 220 in den Serienautomobilbau eingeführt wird.

Bei der Mille Miglia 1956 starten mehrere Mercedes-Benz 220 in der Klasse der serienmäßigen Spezialtourenwagen. In dieser Klasse können Fahrwerk und Motoren der Fahrzeuge modifiziert werden. Das Fahrerteam Erwin Bauer/Erwin Grupp gewinnt seine Klasse mit einem besonderen 220er, von dem in der von Karl Kling geleiteten Sportabteilung speziell für den Einsatz bei der Mille Miglia drei Fahrzeuge vorbereitet worden sind. Sie haben bereits die Zweivergaser-Anlage des Nachfolge-Typs 220 S, mit der der Motor zirka 115 PS (85 kW) leistet.

Für die sportliche Fahrt sind kürzere und härtere Federn sowie modifizierte Stoßdämpfer montiert. Zudem können die Fahrer die Gänge per Mittelschaltung wie im 190 SL wechseln – anstatt der sonst verbauten Lenkradschaltung.

Technische Daten Mercedes-Benz 220 (W 180, Straßenversion)

  • Produktionszeitraum: 1954–1956
  • Zylinder: 6/Reihe
  • Hubraum: 2.195 Kubikzentimeter
  • Leistung: 63 kW (85 PS)
  • Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h

Mercedes-Benz 190 SL.

Er debütierte 1954 zusammen mit dem Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürer“ (W 198) auf der International Motor Sports Show in New York – der 190 SL (W 121). Auch stilistisch ähnelt er dem berühmten Supersportwagen, wobei er von vornherein als Roadster angeboten wurde. Recherchen in den Archiven von Mercedes-Benz Classic führten nun zu der überraschenden Erkenntnis, dass sich bei der Mille Miglia 1956 unter den neun privat gemeldeten Teilnehmern auf Fahrzeugen der Marke nicht nur weitere 300 SL „Gullwing“ befanden, sondern auch ein 190 SL. Auf Basis dieser Information, die durch die im Museo Mille Miglia in Brescia archivierten Unterlagen bestätigt wird, hat Mercedes-Benz Classic den Veranstalter der heutigen Mille Miglia gebeten, den 190 SL auf die Liste der zur Veranstaltung zugelassenen Fahrzeuge zu setzen.

„Wir freuen uns, dass es ein weiteres Mercedes-Benz Fahrzeug für die Mille Miglia gibt. Das eröffnet noch mehr Fans der Marke die Teilnahme“, sagt Michael Bock, Leiter Mercedes-Benz Classic und Kundencenter.

„Der 190 SL hat in den vergangenen Jahren einen starken Aufwind als Sammlerfahrzeug erlebt. Er steht in einer Reihe mit den vielen anderen begehrenswerten Fahrzeugen von Mercedes-Benz.“

Der Mercedes-Benz 190 SL wurde zur Mille Miglia 1956 vom französischen Fahrerteam Michel Bianco / Jean Loup Pellecuer gemeldet. Er hatte die Startnummer 347, entsprechend einer Startzeit von 3:47 Uhr morgens, und belegte nach einer Fahrzeit von 16 Stunden, 6 Minuten und 15 Sekunden Platz 121. Der Grund, weshalb die damalige Teilnahme des 190 SL auch in Fachkreisen weitgehend unbekannt, ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass das Fahrzeug in den offiziellen Mitteilungen des Automobilclubs von Brescia seinerzeit nur als Mercedes – ohne weitere Typenbezeichnung – genannt ist.

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