Persönlichkeiten.

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  • Historische Persönlichkeiten.

    Historische Persönlichkeiten.

    Paul O’Shea (*1928).

    Der Rennfahrer Paul O’Shea holt vor 60 Jahren in der Saison 1956 auf Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ seinen zweiten Titel als Sportwagenmeister der USA: Zum Saisonfinale am 28. Dezember 1956 ist er Klassenmeister der Kategorie „D Production“ und hat insgesamt die meisten Punkte im National Sports Car Championship des Sports Car Club of America (SCCA) erzielt. Der Meistertitel wird informell von den Medien vergeben, der SCCA zeichnet lediglich die Meister der einzelnen Klassen aus. Um den Sieger unter den Klassenmeistern zu krönen, werten die Zeitungen und Zeitschriften die höchste Gesamtpunktzahl, die ein Fahrer in einer Saison erreicht. Im Folgejahr wird er den Titel erneut verteidigen, diesmal auf dem Mercedes-Benz 300 SLS, der Rennversion des 300 SL Roadsters.

    Rudolf Caracciola (1901 - 1959).

    1923 fährt er sein erstes Rennen als Werksfahrer auf einem Mercedes in Baden-Baden und erzielt noch in diesem Jahr zwölf Siege. In seiner Karriere gewinnt „der Regenmeister“ weit über 100 Rennen und ist der erfolgreichste deutsche Automobilrennfahrer der Vorkriegszeit. Er wird dreimal Europameister (1935, 1937, 1938) und stellt zahlreiche Geschwindigkeitsweltrekorde auf. Die höchste Geschwindigkeit erreicht er 1938 auf der Autobahn Frankfurt-Darmstadt und ist mit 432,7 km/h bis heute der schnellste Fahrer auf einer öffentlichen Straße.

    Manfred v. Brauchitsch (1905 - 2003).

    Seine Sportlaufbahn beginnt er 1928 als Motorradrennfahrer. Zwischen 1934 und 1939 gehört er der Mercedes-Benz Mannschaft an und gewinnt einige wichtige Rennen, allen voran das legendäre Eifelrennen 1934. Manfred von Brauchitsch trägt den Spitznamen „Pechvogel“,weil er immer wieder durch unglückliche Umstände um Siege und gute Platzierungen gebracht wird. Nach seiner aktiven Zeit als Rennfahrer ist er 1948 der erste Präsident des Automobilclubs von Deutschland. 1953 siedelt er in die DDR über.

    Hermann Lang (1909 - 1987).

    Nach einer Mechanikerlehre beginnt Lang 1927 seine Karriere als Motorradrennfahrer. 1933 wird er Mechaniker in der Mercedes-Benz Versuchsabteilung. Dort erkennt man schnell aufgrund seiner beeindruckenden Kurventechnik seine fahrerische Begabung und lässt ihn 1935 erstmals selbst starten. Neben vielen anderen Rennen gewinnt er dreimal den Grand Prix von Tripolis und löst Caracciola 1939 als erfolgreichster Fahrer ab. 1952 gewinnt Lang zusammen mit Fritz Riess die 24 Stunden von Le Mans. 1954 zieht er sich aus dem Rennsport zurück.

    Dick Seaman (1913 - 1939).

    Der Engländer John Richard Beattie Seaman, genannt „Dick“, hat als vermögender Privatfahrer früh Rennsport-Erfolge erzielt. Unter anderem gewinnt er 1934 als Mitglied der Whitney-Straight-Mannschaft mehrere Rennen auf MG-Kompressorwagen. Doch der Cambridge-Absolvent träumt stets davon, für Mercedes-Benz Rennen fahren zu dürfen. Dieser Traum kommt 1936 in greifbare Nähe, als ihn die Stuttgarter Marke zu Testfahrten einlädt, die Seaman als bester von 30 Kandidaten abschließt. Ab der Saison 1937 startet er für die Equipe der Silberpfeile. Sein größter Triumph ist der Sieg beim Großen Preis von Deutschland 1938 auf dem Nürburgring. Im selben Jahr heiratet Seaman Erika Popp, die Tochter des Generaldirektors der Bayerischen Motoren-Werke. Nach einem schweren Unfall beim Großen Preis von Belgien auf der Strecke von Spa-Francorchamps im Juni 1939 erliegt Seaman seinen Verletzungen.

    Juan Manuel Fangio (1911 - 1995).

    Fangio fährt seit 1954 als Formel-1-Fahrer auf Mercedes-Benz. Mit insgesamt zehn Saisonsiegen gewinnt er überlegen in seinem Mercedes-Benz W 196 R die Weltmeisterschaften 1954 und 1955. Anschließend fährt er noch drei Jahre für andere Rennteams und beendet seine Karriere 1958 als fünfmaliger Weltmeister. „Der Krummbeinige“ ist nicht nur dadurch einer der erfolgreichsten Rennfahrer der Formel-1-Geschichte: Bei 51 Grand-Prix-Starts gewinnt er 24-mal, diese Erfolgsquote bleibt bis heute unerreicht.

    Karl Kling (1910 - 2003).

    In den 1930er-Jahren macht sich Kling bei Touren- und Zuverlässigkeitsfahrten einen Namen. 1952 kann er trotz des berühmten „Geierunfalls“ den Sieg bei der Carrera Panamericana auf einem 300 SL erringen und wird als erster Rennfahrer deutscher Sportler des Jahres. In der Saison 1954 ist Kling Teil des neu gegründeten Mercedes-Benz Formel-1-Teams und belegt im ersten Rennen in Reims auf Anhieb Platz 2. Als Nachfolger von Rennleiter Alfred Neubauer pflegt er ab 1956 weiter Kontakt zum Rennsport.

    Hans Herrmann (*1928).

    Mercedes-Benz Rennleiter Alfred Neubauer holt den 25-jährigen Hans Herrmann zur Saison 1954 ins Werksteam der Daimler-Benz AG. Beim Großen Preis der Schweiz in Bern erreicht Herrmann am 22. August 1954 auf Mercedes-Benz W 196 R den 3. Platz, auch das AVUS-Rennen in Berlin am 19. September 1954 (Dreifachsieg für Mercedes-Benz) beendet er als Dritter. 1954 und 1955 bestreitet Herrmann insgesamt acht Rennläufe der Formel 1 und ein Sportwagenrennen für die Stuttgarter Marke. Beim Grand Prix von Monaco wird er bei einem Trainingsunfall schwer verletzt. Damit endet Herrmanns Engagement im Mercedes-Benz Formel-1-Team, weil sich die Marke nach dem Saisonabschluss 1955 aus der Formel 1 zurückzieht. Herrmann fährt in den folgenden Jahren Sportwagen-Wettbewerbe und startet in der Formel 2 sowie der Formel 1. In den 1960er-Jahren nimmt er auf Mercedes-Benz vereinzelt an Tourenwagen-Wettbewerben teil. Er beendet seine Laufbahn 1970 mit einem Sieg auf Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans.

    Sir Stirling Moss (*1929).

    Stirling Moss und Juan Manuel Fangio dominieren die Formel-1-Saison 1955, in der Moss seinen Heim-Grand-Prix in Großbritannien gewinnt. In der Sportwagen-WM siegt er 1955 bei der Mille Miglia, der Tourist Trophy und der Targa Florio. Nach dem Rückzug von Daimler-Benz aus dem Rennsport fährt Stirling Moss sehr erfolgreich für andere Hersteller. Obwohl er immer einer der Besten ist, wird er nie Formel-1-Weltmeister. 1962 zieht er sich nach einem schweren Unfall vom aktiven Rennsport zurück.

    Pierre Levegh (1905 - 1955).

    Pierre Bouillin, Sohn eines Pariser Kaufmanns, nimmt unter dem Pseudonym „Pierre Levegh“ ab 1937 an Autorennen teil. Der ausgebildete Antiquar startet als Privatfahrer zuerst auf Bugatti, dann ab 1938 auf Talbot. Bereits Ende der 1930er-Jahre wird er durch seine Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans auf Talbot bekannt. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg fährt Levegh in Le Mans auf Talbot, dabei ist er 1952 der stärkste Konkurrent der Mercedes-Benz 300 SL (W 194). Als Einzelfahrer hält er bis eine Stunde vor Rennende die Spitze und muss dann wegen eines technischen Defekts aufgeben. Beeindruckt von dieser Leistung bietet ihm Mercedes-Benz daher im Jahr 1955 für Le Mans einen Platz am Steuer eines 300 SLR (W 196 S) an. Bei dieser Auflage des 24-Stunden-Rennens kommt es zu einem schweren Unfall, als Levegh von der Strecke abgedrängt wird und in die Streckenbegrenzung fährt. Mehr als 80 Menschen sterben bei dem Unglück durch Trümmerteile – auch Pierre Levegh.

    Alfred Neubauer (1891 - 1980).

    Der im mährischen Nový Jičín (Neutitschein/Tschechien) geborene Alfred Neubauer prägt das Motorsport-Engagement von Mercedes-Benz von den 1920er-Jahren bis 1955 als Rennleiter. Ursprünglich Automobiloffizier des österreichischen Heeres, arbeitet Neubauer zunächst als Leiter der Einfahrabteilung für Austro-Daimler in Wiener-Neustadt (Österreich). 1923 wechselt er zur Fahrabteilung der Daimler-Motoren-Gesellschaft nach Untertürkheim und nimmt als Rennfahrer auch an einigen Rennen – unter anderem der Targa Florio auf Sizilien. 1926 tritt er erstmals für Mercedes-Benz als Rennleiter in Erscheinung. In dieser Funktion trägt er – unter anderem durch die Entwicklung von Strategien und Techniken zur Kommunikation mit den Rennfahrern – entscheidend zu den zahlreichen Siegen der Kompressorwagen der S-Reihe bei. Auch bei den Triumphen der Silberpfeile in den Jahren 1934 bis 1939 und 1954 bis 1955 sowie den Sportwagenrennen 1952 und 1955 führt Neubauer erfolgreich Regie.

    Rudolf Uhlenhaut (1906 - 1989).

    Die Erfolgsserien der Mercedes-Benz Rennwagen der 1930er- und 1950er-Jahre sind zu einem Großteil Rudolf Uhlenhaut zu verdanken, der als genialer Ingenieur ab 1936 für die technische Entwicklung der Rennfahrzeuge verantwortlich ist. Der in London als Sohn eines deutschen Bankiers und einer englischen Mutter geborene Uhlenhaut studiert in München Maschinenbau und tritt 1931 in die Versuchsabteilung der Daimler-Benz AG in Untertürkheim ein. Bereits 1936 wird er Technischer Leiter der Rennabteilung. Sein erstes Projekt in dieser Funktion ist, den Silberpfeil W 25 zu optimieren. Dabei verbringt Uhlenhaut selbst viele Stunden am Steuer des Rennwagens, um die Fortschritte unmittelbar und im Renntempo zu überprüfen. Das Ergebnis der Entwicklung ist der W 125, auf dem Rudolf Caracciola im Herbst 1937 Europameister wird. Weitere unter Uhlenhauts Regie entwickelte Mercedes-Benz Silberpfeile sind der W 154 (1938) und der „Tripolis-Wagen“ W 165 (1939). Nach dem Zweiten Weltkrieg prägt Uhlenhaut, mittlerweile Leiter der Abteilung „Pkw-Versuch“, die Entwicklung des Rennsportwagens 300 SL (W 194) und des Formel-1-Rennwagens W 196 R. Nach dem Ausstieg von Mercedes-Benz aus dem Motorsport fährt er als Dienstwagen eines der beiden 300 SLR Coupés mit Straßenzulassung, das so als „Uhlenhaut-Coupé“ bekannt wird.

    Jochen Mass, Mercedes-Benz Markenbotschafter (*1946).

    Mass beginnt seine abwechslungsreiche Karriere im Motorsport 1968 mit Tourenwagenrennen für Alfa Romeo und als Werksfahrer bei Ford in den Jahren 1970 bis 1975. In dieser Zeit gewinnt er 1972 die 24 Stunden von Spa-Francorchamps (Belgien). Außerdem startet er in der Formel 2 (1973) und in 105 Grand-Prix-Rennen der Formel 1 (1973 bis 1982). Mit dem Titel des Deutschen Sportwagen-Meisters 1985 und nach seiner Tätigkeit als Werksfahrer bei Porsche bis 1987 wird er Werksfahrer im Team Sauber-Mercedes. Bis 1991 fährt er für dieses Team in der Gruppe C. Im neuen Silberpfeil, dem Sauber-Mercedes C 9, siegt Jochen Mass 1989 zusammen mit Manuel Reuter und Stanley Dickens beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und erringt im gleichen Jahr auch die Vizeweltmeisterschaft. Heute geht Jochen Mass als Markenbotschafter für Mercedes-Benz regelmäßig bei historischen Veranstaltungen an den Start.

    Dieter Glemser (*1938).

    Geboren in Kirchheim/Teck. Seine Karriere begann er mit dem Start beim Schorndorfer Bergrennen 1960. Es folgten zahlreiche Klassensiege bei verschiedenen Berg-und Rundstreckenrennen auf dem Nürburgring. Den Einstieg bei Daimler-Benz feierte er 1963 mit dem Gesamtsieg bei der Polen-Rallye in einem Mercedes-Benz 220 SE und jeweils einem zweiten Platz bei der Deutschland-Rallye und dem Großen Straßenpreis von Argentinien. 1964 erzielte er in Argentinien erneut einen zweiten Platz bei diesem strapaziösen Straßenrennen über mehr als 4.500 Kilometer. Zwischen 1969 und 1974 sicherte sich Dieter Glemser auf Ford insgesamt vier Meistertitel: 1969 wurde er Deutscher Rundstreckenmeister, 1971 gewann er die Tourenwagen-Europameisterschaft und wurde 1972 Vizeeuropameister. 1973 siegte er in der Deutschen Rennsportmeisterschaft und konnte seinen Meistertitel im Folgejahr verteidigen. Mit diesem Erfolg beendete er 1974 seine Motorsportkarriere.

    Roland Asch (*1950).

    Geboren in Altingen. Der gelernte Kfz-Meister begeisterte sich in erster Linie für die Motorentechnik, seine Rennsportkarriere blieb zunächst nur ein zeitraubendes Hobby. Trotzdem feierte er Erfolge wie ein Profi: Nach dem Titel Deutscher Bergmeister 1981 und der Deutschen Rennsport-Trophäe 1983 folgte 1985 sein Debüt in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, DTM. Dort wurde er mit dem Mercedes 190 E 2.3-16 des BMK-Teams 1988 Vizemeister. Dreimal gewann er Ende der 1980er-Jahre die Gesamtwertung des Porsche 944 Turbo Cups und holte 1991 den Meistertitel des Porsche Carrera Cups. Für Mercedes-Benz fuhr er Anfang der 1990er-Jahre insgesamt fünf Siege und diverse gute Platzierungen ein – im Snobeck-Mercedes-Team, bei Zakspeed- Mercedes und im AMG-Mercedes-Team. 1993 wurde er zum zweiten Mal Vizemeister der DTM und wechselte 1995 zu Ford in den Super Tourenwagen Cup.

    Klaus Ludwig (*1949).

    Geboren in Bonn. Der Einstieg in den Motorsport gelang ihm über Slalom, Orientierungsfahrten und Tourenwagenrennen 1970–1973. Vordere Plätze bei der Deutschen Rennsport-Meisterschaft sowie deren Gewinn 1979 und 1981 folgten ebenso wie drei Siege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans in den Jahren 1979, 1984 und 1985. 1988 gewann er auf Ford die DTM und wechselte 1989 zum AMG-Mercedes-Team, mit dem er in den folgenden fünf Jahren 19 Siege erzielte. Die Krönung seines Einsatzes waren der Fahrertitel der Meisterschaften 1992 und 1994 sowie die Vizemeisterschaft 1991. 1995 und 1996 startete Ludwig in der DTM im Opel Team Rosberg.1997 und 1998 fuhr Klaus Ludwig wieder für den Stern – diesmal in der FIA-GT-Meisterschaft, deren Gesamtwertung er 1998 zusammen mit Ricardo Zonta gewann. In der ersten Saison der neuen DTM gewann er im Jahr 2000 als bislang ältester Sieger eines der Rennen. Nach Abschluss der Saison beendete er seine Karriere als Profi-Rennfahrer.

    Mika Häkkinen (*1968).

    Der sympathische Finne gehört ab 1995 dem Team McLaren Mercedes an. Nach einem schweren Unfall 1995 in Adelaide meldet er sich bereits 1996 mit einem beachtlichen 5. Platz im ersten Saisonrennen zurück. Im letzten Rennen der Saison 1997 gelingt ihm sein erster Sieg in der Formel 1. 1998 und 1999 wird Mika Häkkinen mit McLaren-Mercedes Formel-1-Weltmeister. Insgesamt gewinnt er 20 Grand-Prix-Rennen. Nach der Saison 2001 beendet der Finne seine Formel-1-Karriere.

    David Coulthard (*1971).

    1996 wechselt der Schotte David Coulthard zu McLaren-Mercedes. Hier steht er bis 2004 unter Vertrag und nimmt insgesamt an 150 Grand-Prix-Rennen teil. 1998 trägt er mit 56 Punkten und seinem 3. Platz in der Fahrerwertung zum Gewinn der Konstrukteurs-WM für McLaren-Mercedes bei. Mit der Vize-Weltmeisterschaft 2001 erreicht David Coulthard den Höhepunkt seiner Karriere. In über einem Jahrzehnt Formel 1 fährt der Schotte 13 Grand-Prix-Siege ein und wird viermal WM-Dritter.

    Kimi Räikkönen (*1979).

    In seinem ersten Rennen für McLaren-Mercedes in Australien 2002 holt Kimi Räikkönen als Dritter seinen ersten Podest-Platz in der Formel 1. Seinen ersten Formel-1-Sieg erringt er beim zweiten Rennen der Saison 2003 in Malaysia. Räikkönen wird 2003 und 2005 Vize-Weltmeister und gewinnt neun Grand Prix für McLaren-Mercedes. Er verlässt das Team Ende 2006.

    Lewis Hamilton (*1985).

    Von frühester Jugend an wird Lewis Hamilton durch Mercedes-Benz und McLaren gefördert. Seit 2007 steht er bei Vodafone McLaren Mercedes unter Vertrag. Bei seinem ersten Formel-1-Rennen, dem Großen Preis von Australien 2007, erreicht er den dritten Platz. Nach der Vizeweltmeisterschaft in der Saison 2007, mit vier Siegen, wird er 2008 der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte und erhält dafür von Königin Elisabeth II. persönlich die hoch angesehene Auszeichnung‚ Most Excellent Order of the British Empire’ (MBE).

    Jenson Button (*1980).

    Beim Großen Preis von Australien 2009 siegt Jenson Button im ersten Rennen des neuen Mercedes-Benz Partnerteams Brawn GP, dem heutigen MERCEDES AMG PETRONAS Formel-1-Team. Button gewinnt sechs der ersten sieben Saisonläufe und wird am Saisonende Weltmeister. 2010 wechselt der Brite zu McLaren-Mercedes und erzielt im zweiten Saisonrennen, erneut beim Australien GP in Melbourne, seinen ersten Grand-Prix-Sieg für das Team. 2011 belegt er hinter Weltmeister Sebastian Vettel den zweiten Platz in der Fahrer-WM.

    Nico Rosberg (*1985).

    Nico Rosberg tritt in die motorsportlichen Fußstapfen seines Vaters Keke, der 1982 die Formel-1-Weltmeisterschaft gewann. Bereits in seinem ersten Grand Prix 2006 in Bahrain erzielt Rosberg die schnellste Rennrunde. Auf seinen ersten Grand-Prix- Sieg muss er jedoch bis zu seinem 111. Formel-1-Rennen warten, dem Großen Preis von China 2012. Mit MERCEDES AMG PETRONAS fährt Rosberg in Shanghai von der Pole Position zum Sieg und wird damit erster Werks-Silberpfeilsieger der Neuzeit.

    Michael Schumacher (*1969).

    Der siebenfache Formel-1-Champion Michael Schumacher kehrt 2010 mit dem MERCEDES GP PETRONAS Formel-1-Team nach einer dreijährigen Rennpause in die Königsklasse des Motorsports zurück. Schumacher ist der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten, er hält unter anderem die Rekorde für die meisten WM-Titel, die meisten Siege, die meisten Pole Positions und die meisten schnellsten Rennrunden. Der Rekordweltmeister wurde bereits in den Anfängen seiner Karriere von Mercedes-Benz gefördert und fuhr unter anderem im Mercedes-Benz Junior Team in der Sportwagen-WM.

    Marcel Tiemann (*1974).

    Der Hanseat Marcel Tiemann kommt vergleichsweise spät zum Motorsport, arbeitet sich aber mit seinen frühen Erfolgen schnell an die Spitze vor. 1997 verpflichtet Mercedes-Benz den vielversprechenden jungen Piloten für die FIA-GT-Meisterschaft als Fahrer eines AMG-Mercedes CLK-GTR. Gleich die erste Saison beschließt Tiemann mit Platz vier in der Fahrerwertung – punktgleich mit Alessandro Nannini. Auch 1998 startet er für Mercedes-Benz in der FIA-GT-Meisterschaft. Und als 2000 die Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) wieder ausgetragen werden, gehört er zu den Mercedes-Benz Piloten im CLK-DTM. Ab 2001 ist er dann für verschiedene Rennställe aktiv. Legendär sind seine fünf Siege im 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, 2003 auf Opel und von 2006 bis 2009 viermal in Folge auf Porsche. Nach einem unverschuldeten Unfall bei den GT-Open in Imola auf Audi im Mai 2010 muss Tiemann seine aktive Rennkarriere beenden. Er zählt zu den erfolgreichsten Langstreckenpiloten seiner Zeit: Er gelangt bei wenigstens jedem dritten seiner jüngeren Rennen aufs Podium und kommt bei zwei Dritteln unter die besten fünf Fahrer. Seit 2012 ist Marcel Tiemann als Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic tätig.

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