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  • Zur runden Feier geladen hatten Porsche und Mercedes-Benz gemeinsam, rund 100 Gratulanten kamen.
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    Rückblick: Geburtstagsfeier der Rennfahrerlegende Hans Herrmann.

    Hans Herrmann feierte am 23. Februar 2018 seinen 90. Geburtstag im Mercedes-Benz Classic Center Fellbach. Häufig war die Rede von „Hans im Glück“: Ein Spruch, der für den früheren Werksfahrer von Mercedes-Benz und Porsche prägend sein sollte.

Rund 100 Gratulanten.

Die einen denken bei „Hans im Glück“ an eine Restaurantkette, die anderen an den gleichnamigen, nach einer Märchenfigur benannten Brunnen in Stuttgart. Motorsport-Fans, die nicht erst seit gestern Benzin im Blut haben, wissen jedoch sofort: Damit kann nur Hans Herrmann gemeint sein. Zu seinem Spitznamen kam die Motorsportlegende durch einige haarsträubende Zwischenfälle, über die bei der Geburtstagsfeier im Classic Center ausgiebig diskutiert wurde. Zur runden Feier geladen hatten Porsche und Mercedes-Benz gemeinsam, rund 100 Gratulanten kamen, darunter viele prominente Gäste.

Dieter Zetsche gratuliert Hans Herrmann.

Dieter Zetsche gratuliert Hans Herrmann.

Anekdoten, Geschichten, Legenden: genügend Gesprächsstoff für Familie, Freunde, Wegbegleiter und frühere Kollegen.

Anekdoten, Geschichten, Legenden: genügend Gesprächsstoff für Familie, Freunde, Wegbegleiter und frühere Kollegen.

Das Glück gepachtet.

Classic-Chef Christian Boucke begrüßte die Gäste und führte durch den Abend, als Redner würdigten Dieter Zetsche, Jürgen Hubbert und Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport Porsche AG) den früheren Werksfahrer und heutigen Markenbotschafter der beiden Stuttgarter Automobilmarken.

Herrmann, der in der Silberpfeil-Ära 1955 und 1956 neben Juan Manuel Fangio und Stirling Moss für die Marke mit dem Stern antrat, hatte tatsächlich das Glück gepachtet: unvergessen sein Unfall auf der Berliner Avus im Jahr 1959, bei dem Herrmann aus dem sich überschlagenden Formel-Wagen herausgeschleudert wurde und sich zur Überraschung aller nur leichte Blessuren zuzog.

Geschlossene Bahnschranke? Kein Grund zu stoppen!

Spektakulär auch der Husarenritt bei der Mille Miglia 1954: Herrmann und Beifahrer Herbert Linge nähern sich mit ihrem Porsche 550 Spyder einer geschlossenen Bahnschranke, können nicht mehr bremsen, ducken sich weg und rasen einfach untendurch. Glück – ja, das hatte der Hans, und es war überlebenswichtig in dieser oftmals heroisch verklärten Epoche. Denn von dem Sicherheitsniveau, wie man es aus heutigen Rennserien kennt, konnten Rennfahrer in den 1950er bis 1970er Jahren nur träumen. „Russisch Roulette“, nannte Frank-Steffen Walliser den Motorsport in dieser Ära. Und so passte das Geschenk für den Jubilar perfekt zu seinem Spitznamen: ein Rennfahreroverall im Stil der Zeit, auf dem in schwungvollen Lettern „Hans im Glück“ eingestickt war.

Anekdoten, Geschichten, Legenden: genügend Gesprächsstoff für Familie, Freunde, Wegbegleiter und frühere Kollegen, wie die ehemaligen Rennfahrer Roland Asch, Dieter Glemser, Herbert Linge, Eberhard Mahle und Kurt Ahrens. Das Wörtchen „Glück“ interpretierte Hans Herrmann an diesem Abend auf seine Weise: Er beendete seine kurze Dankesrede mit einer Liebeserklärung an seine Gattin Madeleine und einem großen Blumenstrauß.

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