Mercedes-Benz 500 SLC Rallyewagen.

  • Mythos 7: Mercedes-Benz 500 SLC Rallyewagen.

  • Mercedes-Benz 500 SLC Rallyewagen.

    Mit diesem Mercedes-Benz 500 SLC Rallyewagen gewinnen die Piloten Björn Waldegaard und Hans Thorszelius im Dezember 1980 die strapaziöse, 5.336 Kilometer lange Bandama-Rallye an der Elfenbeinküste. Zweite werden ihre Teamkollegen Jorge Recalde und Nestor Straimel. Mit dem Doppelsieg verabschiedet sich Mercedes-Benz aus dem Rallye-Sport.

    • Zylinder V8
    • Hubraum 4973 cm³
    • Leistung 224 kW
    • bei Drehzahl 5550/min
    • Höchstgeschwindigkeit 230 km/h

    Südamerika-Rallye 1978.

    Schon beim ersten Einsatz der SLC-Coupés, bei der Südamerika-Rallye 1978, gelingt Mercedes-Benz ein Fünffachsieg. Im folgenden Jahr starten vier Fahrzeuge des Typs 450 SLC 5.0 zur Bandama- Rallye an der Elfenbeinküste. Nur ein Zehntel der 5.600 Kilometer langen Strecke führt über befestigte Straßen. Die übrigen 5.000 Kilometer sind kaum befahrbare Pisten durch Regenwald und Savanne. Von 62 Teilnehmern gelangen nur neun ans Ziel. Mercedes-Benz holt einen grandiosen Vierfachsieg mit Hannu Mikkola und Arne Hertz an der Spitze. Im Jahr darauf startet bei der Bandama-Rallye 1980 dieser seriennahe 500 SLC, der wie alle SLC-Rallyewagen mit Automatikgetriebe ausgestattet ist – nicht alltäglich für ein Rennfahrzeug. Dank eines vergrößerten Tanks, kürzerer Getriebeübersetzung, Fiberglas-Unterfahrschutz und Zusatzscheinwerfern ist das Coupé savannentauglich.

    Zum Schutz vor Spiegelungen der afrikanischen Sonne ist die Motorhaube mattschwarz lackiert. Björn Waldegaard und Hans Thorszelius gewinnen mit diesem Wagen das Rennen. Als Zweite gehen Jorge Recalde und Nestor Straimel durchs Ziel, ebenfalls auf einem 500 SLC. Mit diesem Doppelsieg verabschiedet sich Mercedes-Benz vom Rallyesport. Vier SLC-Coupés von Mercedes-Benz starten 1979 zur Bandama-Rallye. Die Rennstrecke an der Elfenbeinküste in Afrika führt 5.600 Kilometer weit über größtenteils schlechte Straßen durch Regenwald und Steppe. Dieses Abenteuer durchzustehen ist nicht einfach. Mercedes-Benz Rennleiter Erich Waxenberger und sein Betreuerstab kümmern sich deshalb sehr sorgfältig um Fahrer und Wagen. Ein Tross von sechs Geländefahrzeugen und sechs Lkw fährt den Rennsportwagen hinterher. Hilfe kommt auch aus der Luft. Drei Flugzeuge sind für die Mercedes-Benz Teams im Einsatz. Einer der Piloten fliegt den Rallyefahrern voraus, um sie vor möglichen Gefahren zu warnen: wilde Tiere, Busse, die ihnen entgegenkommen – sie müssen mit allem rechnen. Der Riesenaufwand lohnt sich: Der Finne Hannu Mikkola und der Schwede Arne Hertz gewinnen die Rallye auf Mercedes-Benz, gefolgt von drei weiteren SLC-Coupés. Elefanten, Leoparden oder Krokodile haben die Rallyefahrer unterwegs nicht getroffen. Wahrscheinlich hat der Motorenlärm die Tiere verscheucht.

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