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  • Classic Days Schloss Dyck 2018: Automobile Vielfalt am Wasserschloss.
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    Automobile Vielfalt am Wasserschloss.

    Classic Days Schloss Dyck 2018.

Eleganz bei Klassikern und Publikum.

Classic Days Schloss Dyck: Schon der Titel klingt nach einem mondänen Ereignis. Und die Veranstaltung selbst übertrifft die Erwartungen sogar noch: eine beeindruckende Szenerie rund um das Wasserschloss im Rheinland, ein toller Park mit riesigen alten Bäumen. Und überall darin und dazwischen und auch auf den Wiesen eine riesige Zahl klassischer Automobile. Ästhetik zählt am Schloss Dyck: Das gilt für den Concours d’Élégance „Jewels in the Park“ mit Ehrung der schönsten Autos. Und es gilt für die Besucher und Teilnehmer, von denen manche im historischen Outfit kommen. Dabei legen die Damen gern Wert auf Eleganz, wie schön, während die Herren oft einen Automobilbezug wählen, wie gut. So lässt es sich am ersten Augustwochenende trefflich lustwandeln und über Fahrzeugformen, -farben und -vielfalt plaudern.


Eines der ältesten Fahrzeuge des Events: Mercedes 75 PS Spider aus dem Jahr 1907.

Eines der ältesten Fahrzeuge des Events: Mercedes 75 PS Spider aus dem Jahr 1907.

Ein Gruß aus dem Jahr 1886: originalgetreue Replika des Benz Patent-Motorwagens, das erste Automobil der Welt.

Ein Gruß aus dem Jahr 1886: originalgetreue Replika des Benz Patent-Motorwagens, das erste Automobil der Welt.


Mercedes-Benz Classic@Apfelwiese.“

Ein Neuzugang in diesem Jahr: die Gewächshäuser von Mercedes-Benz Classic auf der Apfelwiese. Die lichte Zeltarchitektur lehnt sich an die Werkstatt von Gottlieb Daimler in Cannstatt an, die Keimzelle des Automobils und der motorisierten Mobilität. Von dort gingen Ende des 19. Jahrhunderts wichtige Erfindungen hinaus in die Welt, und es gab nur einen ernsthaften Konkurrenten: Carl Benz in Mannheim. Mehrere Fahrzeuge hat Mercedes-Benz Classic nach Schloss Dyck gebracht. Eines sticht in der Sonne besonders fröhlich heraus: ein englischroter „Strich-Acht“-Pick-up aus den 1970er-Jahren.


„Strich-Acht“-Pick-up mit Bonanza-Rad.

Passend: Auf der Ladefläche dieses Urahns der heutigen X-Klasse ist ein originales Bonanza-Fahrrad montiert, in zeittypischem Orange lackiert. Das Fahrzeug ist auf eigener Achse von Stuttgart nach Dyck gefahren. Natürlich der Pick-up, alles andere wäre trotz Bonanza-Dreigangschaltung eine arge Strampelei gewesen. Aber über 450 Kilometer wehte der Fuchsschwanz am Fahrrad voll im Wind. Der „Strich-Acht“ ist der erste Millionen-Seller von Mercedes-Benz. Von 1968 bis 1976 entstehen mehr als 1,9 Millionen Limousinen, Langlimousinen, Coupés und Fahrgestelle. Auf Letzterem ist der Pick-up aufgebaut worden.


Urahn der Mercedes-Benz X-Klasse: „Strich-Acht“-Pick-up aus den 1970er-Jahren.

Urahn der Mercedes-Benz X-Klasse: „Strich-Acht“-Pick-up aus den 1970er-Jahren.

Bye-bye „Real World“: Wer die Classic Days Schloss Dyck besucht, taucht komplett in die Welt der automobilen Klassik ein.

Bye-bye „Real World“: Wer die Classic Days Schloss Dyck besucht, taucht komplett in die Welt der automobilen Klassik ein.


Die Vielfalt zeichnet die Classic Days Schloss Dyck aus.

Plötzlich mischt sich das Heulen amerikanischer Polizeisirenen ins Gewimmel. Zwei schwarze Limousinen mit riesigem Rammbügel und rot-blau blitzendem Verfolgungslicht kommen um die Ecke. Am Steuer: breit grinsende „Polizisten“. Am Wegesrand: Das Publikum gibt „Thumbs up“. Das sind die Classic Days Schloss Dyck ebenfalls: eine sehr große Vielfalt. Hier Polizeiautos, dort auf Hochglanz polierte Preziosen, überall dazwischen Alltagsklassiker. Und immer wieder sind auch eindrucksvolle Rennwagen zu sehen.


Im „Prinz-Heinrich-Wagen“ über den Rundkurs.

Die meisten fahren in Gruppen sogar auf einem 2,8 Kilometer langen Rundkurs. Bitte einsteigen: Der Benz „Prinz-Heinrich-Wagen“ aus dem Jahr 1910 bietet insgesamt vier Sitzplätze, ist aber ein reinrassiger Rennwagen. Vorn sitzt der Rennfahrer Klaus Ludwig am Steuer, neben ihm sein Kollege Dieter Glemser. Und ab geht die Fahrt. Kardanantrieb, Doppelzündung und Vierventiltechnik sind einige der bemerkenswerten Merkmale des Autos, dazu die aerodynamisch optimierte Karosserie mit ihrem auffälligen Spitzheck. Der von Mercedes-Benz Classic originalgetreu restaurierte Rennwagen ist eines von nur zwei heute noch erhaltenen Exemplaren.


Aufwendige Technik: Benz „Prinz-Heinrich-Wagen“ aus dem Jahr 1910. Am Steuer Klaus Ludwig, neben ihm Dieter Glemser.

Aufwendige Technik: Benz „Prinz-Heinrich-Wagen“ aus dem Jahr 1910. Am Steuer Klaus Ludwig, neben ihm Dieter Glemser.

Vorzüglich aufgelegt: Jutta Benz bei der Autogrammstunde. Neben ihr der Rennfahrer Hans Herrmann.

Vorzüglich aufgelegt: Jutta Benz bei der Autogrammstunde. Neben ihr der Rennfahrer Hans Herrmann.


Die Autogrammstunden sind beliebt.

Erstaunlich, wie leise der „Prinz-Heinrich-Wagen“ über die Strecke schnürt. Und wie schnell die Fahrt vorbei ist. Ob es daran liegt, dass die beiden Markenbotschafter zum nächsten Termin müssen? Autogrammstunde, ein beim Publikum immer sehr beliebter Programmpunkt. Neben Klaus Ludwig und Dieter Glemser setzen Jutta Benz, Hans Herrmann und Jochen Mass bereitwillig ihre Unterschriften auf alles, was ihnen unter den Stift gehalten wird. Ein freundliches Lächeln inklusive. Wann kann man den Stars sonst so nah kommen?


Preziosen von ALL TIME STARS.

Nun ein Besuch bei ALL TIME STARS: Zwei exklusive SL-Sportwagen hat der Fahrzeughandel von Mercedes-Benz Classic mit zu den Classic Days gebracht: einen beigefarbenen 300 SL Roadster (W 198) aus dem Jahr 1959, der damals das Ausstellungsfahrzeug auf dem Internationalen Automobil-Salon in Turin war, und einen horizontblauen 280 SL „Pagode“ (W 113) aus dem Jahr 1970.


Beide Fahrzeuge gehören zur „Concours Edition“: Quasi im Neuwagen-Zustand glänzen sie in der Sonne und locken Interessenten an. Und als sich am letzten Tag der Classic Days Schloss Dyck die heiße Sonne endlich langsam senkt, hat sich auch ihr Auftritt gelohnt.