Benz 3-Tonnen-Lastwagen.

  • Collection 2: Benz 3-Tonnen-Lastwagen.

  • Benz 3-Tonnen-Lastwagen.

    Dieser Benz 3-Tonnen-Lastwagen ist ein typischer Lkw aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Der Wagen hat Kettenantrieb und Vollgummibereifung, Kardanantrieb und Luftreifen setzen sich bei Lkw erst in den 1920er-Jahren durch. Die Benz Lastwagen werden im Werk Gaggenau hergestellt, das die Firma Benz 1907 übernommen hat, um den steigenden Nutzfahrzeugbedarf decken zu können.

    • Zylinder 4
    • Hubraum 6451 cm³
    • Leistung 45 PS (33 kW)
    • bei Drehzahl 1200/min
    • Höchstgeschwindigkeit 25 km/h
    • Nutzlast 3000 kg

    Pritschenwagen von 1912.

    Dieser Pritschenwagen von 1912 gehört zur ersten Generation von Lastkraftwagen der Firma Benz, die in Gaggenau hergestellt werden. Ende 1907 übernahm das Unternehmen die Süddeutsche Automobilfabrik Gaggenau, um sich dort auf die Produktion von Nutzfahrzeugen zu konzentrieren. Als die deutsche Heeresverwaltung im Jahr darauf kriegstaugliche Lastwagen subventionierte, war die Firma Benz für die steigende Nachfrage gerüstet. Bis zum Ersten Weltkrieg werden im Werk Gaggenau jährlich bis zu 650 Nutzfahrzeuge hergestellt. Die Typenpalette reicht vom kleinen Lieferwagen bis zum Sechstonner. Kipper gehören ebenso zum Angebot wie Lastzüge und Müllsammelfahrzeuge.

    Während bei den leichteren Modellen schon Kardanantrieb üblich ist, weist der ausgestellte Pritschenwagen mit seinen drei Tonnen Nutzlast noch den traditionellen, robusteren Kettenantrieb auf. Erst in den 20er-Jahren kommt der Kardanantrieb bei allen Nutzfahrzeugen zum Einsatz. Dieser Lastwagen stammt aus einer Zeit, als es in ganz Deutschland erst 5000 Lastwagen gab. Damals, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, kannten sich die Menschen gut mit Pferden aus. Motorisierte Fahrzeuge aber waren den meisten nicht geheuer. Zu den Ersten, die ihr Pferdefuhrwerk durch einen Lastwagen ersetzten, gehörten die Bierbrauer. Sie mussten die schweren Fässer so schnell wie möglich an viele verstreut liegende Gasthäuser liefern. Mit der Zeit entdeckten auch andere Gewerbetreibende die Vorteile des Lkw. Umzugsfirmen nutzten ihn, Ziegeleien und Mühlen; denn die Lastwagen waren schneller und wendiger als die Pferdegespanne. Ab 1900 stellte die Firma Benz serienmäßig Lastkraftwagen her. Schon 1912 wurden mehr als 550 Nutzfahrzeuge verkauft, darunter viele verschiedene Modelle wie Kipper, Müllsammelfahrzeuge und dieser Pritschenwagen. Bis zu drei Tonnen Mehl, Ziegel oder Holz konnte das Fahrzeug transportieren und brachte es dabei auf 25 Kilometer pro Stunde. Der Pritschenwagen ear schon mit Vollgummireifen versehen. Das war vergleichsweise komfortabel. Viele andere Lastwagen holperten damals noch mit Stahlreifen über die Schlaglöcher auf den ungeteerten Straßen.

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