Benz Feuerwehr-Motorspritze.

  • Collection 3: Benz Feuerwehr-Motorspritze.

  • Benz Feuerwehr-Motorspritze.

    Als sich um 1910 benzinbetriebene Feuerwehrfahrzeuge allmählich durchsetzen, zählen die Firma Benz und die Daimler-Motoren-Gesellschaft zu den ersten Anbietern. Die Benz Motorspritze von 1912 verfügt über Kettenantrieb und Vollgummireifen, wie sie für schwere Nutzfahrzeuge bis Ende der 1920er-Jahre üblich sind. Typisch sind auch der offene Fahrerplatz und die Längssitzbänke für die Mannschaft.

    • Zylinder 4
    • Hubraum 8588 cm³
    • Leistung 58 PS (43 kW)
    • bei Drehzahl 1000/min
    • Höchstgeschwindigkeit 40 km/h

    'Feuerspritze mit Motorbetrieb'.

    Als Gottlieb Daimler im Juli 1888 eine “Feuerspritze mit Motorbetrieb” zum Patent anmeldet, sind bei der Feuerwehr hand- oder dampfbetriebene Spritzen im Einsatz, die von Pferden zum Brandort gezogen werden. Noch im selben Jahr präsentiert Daimler seine Erfindung auf dem Deutschen Feuerwehrtag in Hannover. Erstmals treibt ein Verbrennungsmotor die Pumpen für das Löschwasser an. Nach wie vor aber muss die Spritze von Pferden gezogen werden. Die Feuerwehrmänner begegnen Daimlers Neuerung mit Misstrauen. Sie fürchten die Explosivität des Benzins. Doch die Vorteile sind nicht zu übersehen. Es reichen zwei Mann, um die Motor- Feuerspritze zu bedienen. Für eine Handkraftspritze mit gleicher Förderleistung werden 32 Männer gebraucht. Nach und nach setzen sich die Produkte der Daimler-Motoren-Gesellschaft und der Firma Benz durch. 1906 kauft die Freiwillige Feuerwehr Grunewald den ersten von einem Benzinmotor angetriebenen Wagen mit Feuerspritze. Im Jahr darauf folgt die Berufsfeuerwehr Frankfurt dem Beispiel der Berliner Kollegen. Ab 1910 stellen die Feuerwehren ihre bis dato elektrisch betriebenen Löschfahrzeuge auf Benzinmotoren um.

    Bald kommen Feuerwehrautomobile der Firma Benz und der Daimler-Motoren-Gesellschaft weltweit zum Einsatz - neben Baku, Moskau und Kopenhagen auch in Krefeld, wo dieses Fahrzeug von 1912 bis 1938 im Dienst steht. Schon im Mittelalter gab es Verordnungen zur Feuerbekämpfung: Jedes Dorf und jede Stadt musste Ledereimer und Leitern bereitstellen und Nachtwächter beschäftigen, die durch die Straßen gingen und aufpassten, dass kein Feuer ausbrach. Als die Städte wuchsen und immer mehr Menschen in den engen Gassen lebten, stieg die Brandgefahr. Die Bewohner legten Löschteiche an und benutzten Feuerspritzen mit Schläuchen, die von Pferden an den Brandherd gezogen wurden. Eine Dampfmaschine trieb die Pumpe an. Es dauerte aber meist zu lange bis sie einsatzbereit war; denn man musste Wasser erhitzen, um den Dampf zu erzeugen. Deshalb entwickelten Gottlieb Daimler und Karl Benz Feuerspritzen, die mit Benzinmotoren angetrieben wurden. Gottlieb Daimler meldete im Juli 1888 seine „Feuerspritze mit Motorbetrieb“ zum Patent an. Das ausgestellte Feuerwehrfahrzeug stammt aus dem Jahr 1912. Es war bis 1938 bei der Feuerwehr in der Stadt Krefeld im Einsatz. Der offene Fahrersitzplatz und die Bänke für die Mannschaft waren damals typisch für die Motorspritzen.

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