Benz Grand-Prix-Rennwagen.

  • Mythos 7: Benz Grand-Prix-Rennwagen

  • Benz Grand-Prix-Rennwagen.

    In der Saison 1908 verstärkt die Firma Benz & Cie. ihre Beteiligung am Rennsport. Mit einem neu entwickelten Rennwagen startet sie unter anderem beim Großen Preis von Frankreich. Mit Erfolg: Die Benz-Fahrer Hémery und Hanriot belegen die Plätze zwei und drei – hinter einem Mercedes. Das Benz-Team ist die einzige Mannschaft, die alle drei Wagen ins Ziel bringt.

    • Zylinder 4
    • Hubraum 12060 cm³
    • Leistung 120 PS (88 kW)
    • bei Drehzahl 1500/min
    • Höchstgeschwindigkeit 163 km/h

    Das wichtigste Autorennen des Jahres.

    Am 7. Juli 1908 findet in Dieppe in der Normandie das wichtigste Autorennen des Jahres statt: Der Große Preis von Frankreich. Die Firma Benz schickt gleich drei dieser neu konstruierten Grand- Prix Rennwagen an den Start. Der Vierzylindermotor verfügt über einen Hubraum von 12,4 Liter. Mit einem Gewicht von 1.200 Kilogramm sind die Rennboliden nicht gerade leicht. Und für die Konkurrenz gewichtige Gegner. Die Benz-Fahrer Victor Hémery und René Hanriot gehen bei dem Rennen als Zweiter und Dritter durchs Ziel. Nur Christian Lautenschlager auf Mercedes ist noch schneller und gewinnt das Rennen.

    Noch im selben Jahr entwickeln die Benz-Ingenieure eine leistungsstärkere Variante des Grand-Prix-Rennwagens: Sie vergrößern den Hubraum auf 15,1 Liter und erzielen dadurch weitere große Erfolge wie den spektakulären Doppelsieg beim Grand- Prix von Amerika 1910. Großer Preis von Frankreich, 1908. Drei dieser Benz 120 PS Rennwagen stehen am Start. Die Fahrzeuge sind, wie damals üblich, je nach Land verschiedenfarbig lackiert: Die französischen Wagen leuchten blau, die italienischen rot, die belgischen braun, die englischen grün und die deutschen weiß. So sehen die Zuschauer auf den ersten Blick, welches Land in Führung liegt. Bei diesem Rennen sind es drei weiße Fahrzeuge. Christian Lautenschlager gewinnt auf Mercedes, gefolgt von Victor Hémery und René Hanriot, beide auf Benz. Die Teams von Mercedes und von Benz waren damals noch Konkurrenten. Die Fahrer kamen an diesem siebten Juli 1908 nicht nur wegen der mörderischen Geschwindigkeit ins Schwitzen. Spitze Steine auf der Strecke führten zu ständigen Reifenpannen. Die Männer mussten sich dann selber helfen und die Räder ganz allein montieren. So hatten die knapp unterlegenen Benz-Rennfahrer eine gute Erklärung, weshalb sie nicht gewinnen konnten: Schneller sei der kräftige Lautenschlager vor allem beim Radwechsel gewesen.

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