Sauber-Mercedes Gruppe-C-Rennsportwagen C 11.

  • Mythos 7: Sauber-Mercedes Gruppe-C-Rennsportwagen C 11.

  • Sauber-Mercedes Gruppe-C-Rennsportwagen C 11.

    Der Nachfolger des C 9 ist der Sauber-Mercedes C 11, dessen Monocoque aus kohlefaserverstärktem Kunststoff und Leichtmetall besteht. Der C 11 gewinnt in der Saison 1990 acht von neun Rennen der Sportprototypen-Weltmeisterschaft, und das Team verteidigt den WM-Titel. Jean-Louis Schlesser und Mauro Baldi gewinnen gemeinsam die Fahrer-Weltmeisterschaft.

    • Zylinder V8
    • Hubraum 4973 cm³
    • Leistung 537 kW
    • bei Drehzahl 7000/min
    • Höchstgeschwindigkeit 400 km/h

    Eine völlige Neukonstruktion.

    Auch wenn dieser Bolide seinem Vorgängermodell, dem C 9, äußerlich sehr ähnlich sieht: Dieser Sauber-Mercedes C 11 von 1990 ist eine völlige Neukonstruktion. Chassis und Sicherheitszelle bestehen aus einem Verbundwerkstoff aus Kohlefaser verstärktem Kunststoff und Leichtmetall. Diese Bauweise verleiht dem Rennwagen eine höhere innere Stabilität; das Fahrzeug ist in seinen Fahreigenschaften besser zu kontrollieren. Neu ist auch die elektronische Steuerung des Achtzylindermotors mit Klopfregelung, die permanent den Zylinderinnendruck misst. So lässt sich der Zündzeitpunkt exakt bestimmen und die Leistung noch effizienter regeln. Dank dieser ausgeklügelten Technik erweist sich der Sauber-Mercedes C 11 als waschechter Silberpfeil:

    In der Saison 1990 gewinnt der Bolide acht von neun Rennen. Jean-Louis Schlesser und Mauro Baldi holen auf dem C 11 die Sportwagen-Weltmeisterschaft. Ihr Stallkollege Jochen Mass belegt den zweiten Platz. Sauber-Mercedes gewinnt mit großem Vorsprung die Markenwertung. Der Schweizer Peter Sauber hatte schon früh im Keller des Elternhauses seinen ersten Rennwagen konstruiert und war auch selber Rennen gefahren. Inzwischen ein bekannter Rennstallbesitzer, war Sauber 1985 auf der Suche nach einem Motor für seinen neuen Rennsportwagen. Er wandte sich an Mercedes-Benz. Dies war der Beginn einer guten Zusammenarbeit. Das Unternehmen lieferte einen Achtzylinder in die Schweiz: ursprünglich ein Pkw-Motor, dessen Leistung auf mehr als 700 PS gesteigert worden war. Drei Jahre später beschloss Mercedes-Benz in den Rennsport zurückzukehren und die Zusammenarbeit mit Peter Sauber zu verstärken. Mit Erfolg: 1989 gewann das Team Sauber-Mercedes die Sportwagen-Weltmeisterschaft. Für die Saison 1990 bauten die beiden Hersteller einen neuen Rennsportwagen: den Sauber-Mercedes C 11. Das C im Namen des Fahrzeugs geht übrigens nicht nur auf die Rennsportwagenklasse Gruppe C zurück, sondern ist auch eine Liebeserklärung. Es steht für die Ehefrau von Peter Sauber. Sie heißt Christiane und brachte dem Wagen Glück. Der C 11 siegte in acht von neun Rennen und gewann mit großem Vorsprung die Sportwagen-Weltmeisterschaft.

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