Mercedes-Benz 170 V Kastenwagen.

  • Collection 3: Mercedes-Benz 170 V Kastenwagen

  • Mercedes-Benz 170 V Kastenwagen.

    Kombi- und Kastenwagen der Typen 170 V und 170 D benutzt der Mercedes-Benz Kundendienst in den 1950er-Jahren für den Außendienst. Aufgrund ihrer vielfältigen Nutzbarkeit bieten sich diese Sonderfahrzeuge zum Ersatzteiltransport und als rollende Werkstätten an. Sie sind in der Regel mit Fremdkarosserien versehen, beim ausgestellten Fahrzeug stammt der Aufbau jedoch aus dem Werk Sindelfingen.

    • Zylinder 4
    • Hubraum 1767 cm³
    • Leistung 45 PS (33 kW)
    • bei Drehzahl 3600/min
    • Höchstgeschwindigkeit 110 km/h
    • Nutzlast 500 kg
    • Produktionszeitraum 1952

    Mercedes-Benz 170 V Kastenwagen.

    Seit den Anfängen der Marke legt Mercedes-Benz viel Wert auf einen ausgezeichneten Kundendienst mit einem dichten Netz von Verkaufsstellen und Werkstätten. Als das Kundendienstnetz in den Nachkriegsjahren neu aufgebaut werden muss, fahren die Mercedes-Benz Mechaniker bei akuten Problemen mit Kombi- oder Kastenwagen wie diesem 170 V zum Kunden, bringen Ersatzteile und tauschen sie aus. Bei dem schlechten Zustand vieler Straßen, der die oft überalterten Fahrzeuge strapaziert, kommt dies nicht selten vor. Seine typische Mercedes-blaue Farbe kennzeichnet diesen 170 V schon von weitem als Kundendienstwagen. Der 170 V sieht aus wie ein Vorkriegsmodell, und ist es gewissermaßen auch. Er wird schon in der Vorkriegszeit und während des Krieges in verschiedenen Varianten, auch als Kastenwagen, hergestellt. Nach dem Krieg ist der Bedarf an Transportmitteln besonders gross, und da kommt der 170 V Kastenwagen gerade recht.

    In der Regel liefert Mercedes-Benz für solche Fahrzeuge nur das Fahrgestell, das dann von spezialisierten Firmen mit einer Karosserie für Kastenwagen, Kombiwagen oder Krankenwagen versehen wird. Das ausgestellte Fahrzeug stammt aber aus einer kleinen Serie, bei der auch die Kastenwagen-Karosserie in Sindelfingen produziert wurde. Die ersten Autofahrer fanden bei ihren Fahrten weder Wegweiser noch Tankstellen vor, weder Notrufsäulen noch Werkstätten. Wer sich hinters Lenkrad setzte, war auf seinen eigenen Orientierungssinn und die eigene technische Begabung angewiesen. Konnte auch der Dorfschmied bei einer Panne nicht helfen, musste sich der verzweifelte Autobesitzer an den Hersteller seines Fahrzeugs wenden. Der schickte dann einen Mechaniker. Je mehr Automobile verkauft wurden, desto wichtiger war ein gut organisierter Kundendienst. Mercedes-Benz baute schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg Werkstätten auf, in denen Ersatzteile erhältlich waren und Reparaturen ausgeführt wurden. Nach dem Krieg war fast alles zerstört. Deshalb behalf man sich mit Werkstattwagen wie diesem 170 V. Wenn jemand anrief, weil sein Automobil nicht mehr fuhr, schickte die Firma einen Mechaniker los. Der kam in einem der schnellen Mercedes-Benz Werkstattwagen in strahlendem Blau und hatte das benötigte Ersatzteil sowie jede Menge Werkzeug dabei.

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