Mercedes-Benz 500 K Spezial-Roadster.

  • Mythos 3: Mercedes-Benz 500 K Spezial-Roadster.

  • Mercedes-Benz 500 K Spezial-Roadster

    Der Mercedes-Benz 500 K ist das Fahrzeug der Schönen und Reichen. Zusammen mit dem repräsentativen „Großen Mercedes“ ist er als eleganter Sportwagen ein Aushängeschild der Marke in den 1930er Jahren. Von den acht Karosserievarianten des 500 K ist der Spezial-Roadster die schönste und eleganteste – und mit einem Preis von 28.000 Reichsmark (nach heutigem Wert etwa 98000 Euro) die teuerste.

    • Zylinder 8
    • Hubraum 5018 cm³
    • Leistung 100 PS (74 kW)
    • Mit Kompressor 160 PS (118 kW)
    • bei Drehzahl 3400/min
    • Höchstgeschwindigkeit 160 km/h
    • Produktionszeitraum 1934-1936
    • Produzierte Stückzahl 342

    Der elegante Luxussportwagen.

    Dieser 500 K Spezialroadster ist 1936 der elegante Luxussportwagen der Schönen, Reichen und Mächtigen. Wie alle Wagen vom Typ 500 K wird dieser Spezialroadster in manufakturartiger Einzelanfertigung hergestellt. Von den insgesamt acht Karosserievarianten, in denen der Typ 500 K angeboten wird, ist die Ausführung als Spezialroadster die eleganteste und die teuerste. Der 500 K überzeugt nicht nur durch seine Schönheit, er ist auch leistungsstark und sicher: Wenn der kompressorverstärkte Reihen- Achtzylinder-Motor den 500 K auf bis zu 160 Kilometer pro Stunde beschleunigt, sorgt die, 1933 eingeführte, neukonstruierte Vorderachse für ein überaus sicheres und komfortables Fahrgefühl.

     

    Der 500 K baut auf seinem Vorgänger, dem Typ 380, auf: Sein Fahrwerk mit Pendelachse, Doppelquerlenker und hydraulischen Bremsen wird fast unverändert übernommen, der Motor hingegen stark überarbeitet. Bohrung und Hub werden um je 3 mm vergrößert. Dies ergibt neu 5 statt 3,8 Liter Hubraum. Die Folge ist eine Leistungssteigerung von 90 auf 100 PS und im Kompressorbetrieb von 140 auf 160 PS. Der Kompressor läuft nicht ständig mit, sondern wird nur bei Bedarf über einen Druckpunkt im Gaspedal zugeschaltet. Als Getriebe dient ein halbautomatisches Mercedes-Benz-Schnellgang-Getriebe, das sich vom dritten Gang – ohne zu kuppeln – direkt in den Schnellgang schalten lässt. Bis zu 160 Kilometer pro Stunde fährt der 500 K – für einen Sportwagen dieser Zeit eine fantastische Geschwindigkeit.

    Der Mercedes-Benz 500 K wird auf der Automobilausstellung 1934 in Berlin als 'Sonderanfertigung für hohe Geschwindigkeiten' präsentiert und vereinigt Fahrkomfort und Leistungsstärke wie nie zuvor. Hatten die Sportwagen der S-Typenreihe mit ihren Starrachsen und Blattfedern die Fahrer und Passagiere noch gehörig durchgerüttelt, so verlangen die Schönen und Reichen der Dreißigerjahre nun nach einem komfortableren Fahrgefühl. Jedes Exemplar des 500 K wird einzeln angefertigt und bis ins Detail auf die Kundenwünsche zugeschnitten, ob wie hier als Roadster, als Cabriolet, Limousine oder als offener Tourenwagen. Der Preis dieses 500 K aus dem Jahr 1936 beträgt stolze 28 000 Reichsmark. Für einen solchen Betrag bekommt man damals eine 12-Zimmer- Villa in bester Lage in Berlin.

    Dieses Auto stammt aus dem Jahr 1936. Es ist ein so genannter Roadster. Das Wort Roadster stammt aus dem Englischen, von „the road“, die Straße. Roadster nennt man Autos, die dem Fahrer das Gefühl geben, ganz dicht über der Straße, der Road, zu sitzen. Zu einem richtigen Roadster gehören ein starker Motor und viel Wind und Wetter um die Ohren. Nur wenn es richtig schüttet, schließt man das Dach. Damals musste man schon ein berühmter Filmstar sein oder ein Autorennfahrer, um sich solch ein Auto leisten zu können. Dafür konnte man beim Kauf bis in jede Einzelheit mitreden, wie das neue Auto aussehen sollte. Erst dann wurde es mit sehr viel Handarbeit zusammengebaut. Fünf Monate später war der 500 K fertig und konnte abgeholt werden. Dieser Roadster hatte übrigens hinten zwei Sitze, die man rausklappen konnte, zum Beispiel dann, wenn Kinder mitfahren wollten.

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