Mercedes-Benz 750-kg-Rennwagen W 125.

  • Mythos 7: Mercedes-Benz 750-kg-Rennwagen W 125

  • Mercedes-Benz 750-kg-Rennwagen W 125.

    1937 kehrt Mercedes-Benz nach einer schwachen Vorjahressaison mit dem vollkommen neu entwickelten W 125 an die Spitze zurück. Der neue Silberpfeil gewinnt gleich sein erstes Rennen, den Großen Preis von Tripolis. Es folgen sechs weitere erste Plätze in zwölf Rennen und am Ende der Saison der zweite Europameister-Titel für Rudolf Caracciola.

    • Zylinder 8
    • Hubraum 5663 cm³
    • Leistung 592 PS (435 kW)
    • bei Drehzahl 5800/min
    • Höchstgeschwindigkeit 320 km/h

    Eine eigenständige Rennabteilung.

    In der Rennsaison 1936 sind die Wagen von Alfa Romeo und Auto-Union meist vor den Silberpfeilen im Ziel. Im August 1936 gründet Mercedes-Benz deshalb innerhalb des Entwicklungsbereichs eine eigenständige Rennabteilung. Ihr technischer Leiter, der junge Versuchsingenieur Rudolf Uhlenhaut, setzt sich bei den Testfahrten persönlich ans Steuer und entwickelt mit seinem Team für die folgende Saison einen völlig neuen, aufwendig konstruierten Rennwagen, den W 125. Gegenüber dem W 25 hat der neue Silberpfeil einen verwindungssteiferen Ovalrohrrahmen, einen längeren Radstand sowie eine weichere Fahrwerkabstimmung. Der neue Reihenachtzylindermotor mit 5,7 Liter Hubraum leistet sensationelle 592 PS, fast 140 PS mehr als sein Vorgänger. Seinen ersten Einsatz bestreitet der neue Silberpfeil in Afrika beim Großen Preis von Tripolis im Mai 1937. Hermann Lang fährt den Wagen außerordentlich schonend. So halten die Reifen, trotz der hohen Geschwindigkeit auf dem schnellen Kurs und der extremen Hitze von 40 Grad im Schatten, bis zum verdienten Sieg!

    Auch auf kurvenreichen Strecken überzeugt der W 125, und so holen Rudolf Caracciola und Manfred von Brauchitsch beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring einen Doppelsieg. Insgesamt gewinnt der neue Silberpfeil 1937 sieben von zwölf Rennen. Rudolf Caracciola wird mit dem W 125 zum zweiten Mal Europameister. In der Rennsaison 1936 fahren die Silberpfeile den Wagen von Alfa Romeo und Auto Union meist hinterher. Im August gründet Mercedes-Benz deshalb eine eigenständige Rennabteilung. Technischer Leiter wird der einfallsreiche Ingenieur Rudolf Uhlenhaut. Er will es genau wissen: Warum gewinnen die früher so erfolgreichen Silberpfeile plötzlich nicht mehr? Uhlenhaut setzt sich selbst ans Steuer und fährt im Renntempo Runde um Runde. Danach nimmt er die Autos bis auf die letzte Schraube auseinander. Auch die Rennfahrer Rudolf Caracciola, Manfred von Brauchitsch und Hermann Lang werden nach ihrer Meinung zu den Rennwagen gefragt. Sie müssen viele Fragen beantworten. Schließlich kommt Rennleiter Uhlenhaut zu einem Ergebnis: Das Auto braucht einen stabileren Rahmen, einen längeren Abstand zwischen den Vorder- und Hinterrädern und eine weichere Federung – und der Motor muss noch stärker werden. Die Rennabteilung arbeitet mit Hochdruck und hat Erfolg: Gleich bei seinem ersten Einsatz im Mai 1937 gewinnt der neue Silberpfeil das Rennen.

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