Mercedes-Benz 750-kg-Rennwagen W 25.

  • Mythos 7: Mercedes-Benz 750-kg-Rennwagen W 25

  • Mercedes-Benz 750-kg-Rennwagen W 25.

    Der W 25 ist der erste Silberpfeil. Ursprünglich weiß lackiert, ist er einen Tag vor seinem ersten Renneinsatz auf dem Nürburgring ein Kilo zu schwer für die neue 750-kg-Formel. Um Gewicht zu sparen, schleifen die Mechaniker den Lack ab, so dass der Bolide in der silbernen Farbe seiner Karosserie glänzt. Derart erleichtert, darf er starten, gewinnt das Rennen und wird später „Silberpfeil“ genannt.

    • Zylinder 8
    • Hubraum 3364 cm³
    • Leistung 354 PS (260 kW)
    • bei Drehzahl 5800/min
    • Höchstgeschwindigkeit 280 km/h

    Für die Grand-Prix-Rennen ab 1934 beschränkt das Reglement das Gewicht der Wagen auf 750 Kilogramm. Daraufhin baut Mercedes-Benz diesen W 25 Formel-Rennwagen. Die Aluminiumkarosserie und ein mit zahlreichen Bohrungen durchsetzter Rahmen sparen Gewicht. Die 350 PS des Reihen- Achtzylindermotors mit Vierventiltechnik, Doppelkompressor und zwei Druckvergasern sind nicht zu überhören. Erschrockene Journalisten nennen den W 25 das lauteste Auto der Welt. Sein Renndebüt ist am dritten Juni 1934 beim Eifelrennen auf dem Nürburgring. Dort wird die „Silberpfeil-Legende“ geboren. Am Vorabend des Rennens bringt der Wagen ein Kilo zu viel auf die Waage. Der Start scheint unmöglich. Über Nacht wird der weiße Lack des Rennwagens bis auf das silbern schimmernde Aluminium abgeschliffen. Der W 25 darf starten und gewinnt das Rennen mit Manfred von Brauchitsch am Steuer.

    Am Tag vor dem Internationalen Eifelrennen im Juni 1934 brennt das Mercedes-Benz Rennteam auf den ersten Einsatz dieses brandneuen W 25. Doch bei der Abnahme des Wagens steht den Männern der Schrecken ins Gesicht geschrieben: Der Wagen bringt 751 Kilogramm auf die Waage, erlaubt sind jedoch nur 750. Wo soll man jetzt noch ein ganzes Kilo einsparen? Da hat Rennleiter Alfred Neubauer eine glänzende Idee: Er lässt die weiße Farbe des Rennwagens bis auf die silberne Aluminiumkarosserie abkratzen. Über Nacht macht sich das Mercedes-Benz Team an die mühsame Arbeit. Am Renntag muss der Wagen nochmals auf die Waage – und tatsächlich: Jetzt wiegt er genau 750 Kilogramm. Der W 25 darf starten. Das silbergraue Fahrzeug mit Manfred von Brauchitsch am Steuer ist pfeilschnell und gewinnt das Rennen. Seit diesem Tag haben die Mercedes-Benz Rennwagen eine neue Farbe und bald auch einen neuen Namen: Silberpfeile.

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