Mercedes-Benz LK 338 Kipper.

  • Mythos 4: Mercedes-Benz LK 338 Kipper.

  • Mercedes-Benz LK 338 Kipper.

    Der LK 338 ist ein frühes Modell der Kurzhauber-Lkw-Baureihe, die Mercedes-Benz 1959 einführt. Das Design seines Fahrerhauses orientiert sich an den Formen der „Ponton“-Personenwagen. Die Abkürzung „LK“ in der Typenbezeichnung steht für „Lastwagen“ und „Kipper“.

    • Zylinder 6
    • Hubraum 10809 cm³
    • Leistung 180 PS (132 kW)
    • bei Drehzahl 2200/min
    • Höchstgeschwindigkeit 75 km/h
    • Nutzlast 7500 kg
    • Produktionszeitraum 1960-1976

    Die „Kurzhauber“.

    1959 stellt Mercedes-Benz eine Generation neuer Nutzfahrzeuge vor: die „Kurzhauber“. Der 1960 eingeführte LK 338 ist ein früher Vertreter dieser Modellreihe. Die neuen Lastwagen haben eine kurze, separate Motorhaube – im Gegensatz zu den immer mehr vorherrschenden Frontlenkerfahrzeugen, bei denen der Motor unter der Fahrerkabine eingebaut ist. Gegenüber ihren Vorgängermodellen, den so genannten Langhaubern, haben die Kurzhauber einen entscheidenden Vorteil: Bei gleicher Gesamtlänge des Lastwagens weisen sie mehr Nutzlänge auf, sind also wirtschaftlicher. Die Mercedes-Benz „Kurzhauber“ werden in unterschiedlichsten Motorisierungen und Ausführungen angeboten: Ob als Pritschenwagen, Sattelzugmaschine, Kipper oder Betonmischer – für jede Kundenanforderung findet sich die richtige Antwort. Das macht sich auf den Straßen bemerkbar: Anfang der sechziger Jahre ist fast jeder zweite LKW über 6 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, der in der Bundesrepublik zugelassen wird, ein Mercedes-Benz.

    Mit den neu entwickelten „Kurzhaubern”, unter ihnen dieser LK 338 aus dem Jahr 1960, beginnt bei Mercedes-Benz die Ablösung der klassischen Langhauber. Die „Kurzhauber“ haben dank ihrer kürzeren Motorhaube bei gleicher Nutzlänge eine geringere Gesamtlänge. Dies ist Ende der 50er Jahre ein wichtiges Kriterium, da die Länge der Lastzüge gesetzlich auf 14 Meter beschränkt wird. Gegenüber Frontlenkern, deren nutzbare Länge im Verhältnis zur Gesamtlänge noch größer ist, haben die Kurzhauber den Vorteil, dass eine durchgehende Sitzbank möglich ist und dass der Motor für Wartung und Pflege besser zugänglich ist. Angetrieben werden die Kurzhauber von Reihensechszylinder-Dieselmotoren, die nach dem bewährten Vorkammerprinzip arbeiten. Mit 4,5 bis 10,8 Liter Hubraum erreichen sie eine Leistung von 100 bis 180 PS. 1964 stellt Mercedes-Benz die Motoren im gesamten Lastwagen- und Omnibusprogramm auf Direkteinspritzung um – ein Verfahren, das hinsichtlich Kraftstoffverbrauch und Laufleistung Vorteile bietet.

    Obwohl die „Kurzhauber“-Modelle, zu der dieser Kipper LK 338 gehört, für den harten täglichen Einsatz und für schwerste Arbeit konzipiert sind, haben die Konstrukteure des Fahrerhauses auf ein modernes Aussehen geachtet: Die Linien des LK 338 sind fließend, die rundliche Fahrerkabine wirkt ohne Kotflügel so kompakt wie widerstandsfähig. Mit dem horizontalen Kühlergrill weisen die „Kurzhauber“ ein charakteristisches Stilelement des Mitte der 50er Jahre eingeführten Mercedes-Benz Designs auf. Die „Kurzhauber“ prägen das Straßenbild bis weit in die 80er Jahre hinein, denn sie sind nicht nur schön, sondern auch unverwüstlich. Im Inland werden die „Kurzhauber“ ab 1973 fortlaufend durch eine neue Generation von Frontlenker-Lastwagen abgelöst, aber für den Export werden einzelne schwere Kurzhauber-Modelle noch bis 1995 produziert: Sie hatten in allen Teilen der Welt einen einzigartigen Ruf von Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit erworben.

    Dieser Lastwagen ist ein sogenannter „Kurzhauber“, ein Lastwagen mit einer kurzen Motorhaube. Bevor die „Kurzhauber“ entwickelt wurden, hatten die Lkw noch längere Motorhauben. Heute sieht man in Europa fast keine Hauben-Lastwagen mehr auf den Straßen, denn bei den meisten modernen Lastwagen werden die Motoren nicht vor sondern unter der Fahrerkabine eingebaut. Eine Motorhaube wird dabei nicht mehr gebraucht, und der Fahrer sitzt direkt hinter der Front des Wagens. Das ist der Grund, warum solche Lastwagen auch Frontlenker heißen. Unter der Motorhaube dieses „Kurzhaubers“ sitzt wie bei fast allen Lastwagen ein Dieselmotor: ein Motor, der mit Diesel statt mit Benzin arbeitet. Diesel ist in vielen Ländern billiger als Benzin. Früher war der Preisunterschied noch größer als heute. Außerdem sind Dieselmotoren besonders stabil und ausdauernd. Sie sind deshalb gerade das Richtige für einen Lastwagen wie diesen, der vor allem auf Baustellen zuhause war, zwischen Kiesbergen, Schlamm und Dreck. Was Kran und Bagger ihm auf die Ladefläche packten – heute Bretter, morgen Ziegel, übermorgen Zementsäcke und Kies – musste er schnell und sicher weitertransportieren.

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