Mercedes-Benz O 10000 mobiles Postamt.

  • Collection 2: Mercedes-Benz O 10000 mobiles Postamt.

  • Mercedes-Benz O 10000 mobiles Postamt.

    Der O 10000 kommt in den 1930er-Jahren als Stadt- und Fernverkehrsomnibus zum Einsatz und beeindruckt schon durch seine Größe. Das ausgestellte Fahrzeug dient der Österreichischen Post nach dem Zweiten Weltkrieg als Paketwagen auf der Strecke Salzburg-Wien. Später wird es zum mobilen Postamt umgebaut, das bei Veranstaltungen wie den Salzburger Festspielen oder als Behelfspostamt im Einsatz ist.

    • Zylinder 6
    • Hubraum 11197 cm³
    • Leistung 150 PS (110 kW)
    • bei Drehzahl 1700/min
    • Höchstgeschwindigkeit 65 km/h
    • Produktionszeitraum 1937-1941
    • Produzierte Stückzahl 386

    Mobiles Postamt.

    Der Dreiachser O 10000 ist der größte Mercedes-Benz Omnibus, der vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wird. Er bietet 47 Sitz- und 23 Stehplätze bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen. Das ausgestellte Fahrzeug ist einige Jahre für die Österreichische Kraftpost im Einsatz, für die es Personen und Post im Überlandverkehr befördert. Seit dem erzwungenen Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahre 1938 werden dort zunehmend Omnibusse deutscher Hersteller verwendet. Nach dem Zweiten Weltkrieg besitzt die Post in Österreich noch sieben Exemplare des O 10000. Sie darf die schweren Dreiachser nur mit einer Sondergenehmigung einsetzen und betreibt sie im Überlandverkehr – zum Teil mit einem Anhänger, der weitere Passagiere aufnimmt. Bis Ende der 50er-Jahre fahren sie im Dienst der österreichischen Post. Das hier ausgestellte Fahrzeug wird zunächst als Paketwagen auf der Strecke Salzburg-Wien genutzt.

    Später steht es – zum mobilen Postamt umgebaut – regelmäßig bei den Salzburger Festspielen. Nach gut 40 Jahren im Einsatz steht der O 10000 endgültig still – das seltene Stück wird vor der Verschrottung bewahrt und gehört seit 1987 zur Sammlung des Mercedes-Benz Museums. Vor mehr als 500 Jahren übertrug der deutsche Kaiser Maximilian I. dem Fürsten Johannes von Taxis die Aufgabe, den Postverkehr zu übernehmen. Der richtete ein Netz von Postkutschen ein, die sowohl Briefe und Pakete als auch Personen über weite Strecken beförderten. Seine Kutschen lackierte er in den Farben des kaiserlichen Wappens: Gelb und Schwarz. Dieser Mercedes-Benz Omnibus ist also schnell als Postfahrzeug zu erkennen. Er gehörte zur Österreichischen Kraftpost, die wie einst der Fürst von Taxis Briefe, Pakete und Personen beförderte. So fuhren vor gut 60 Jahren viele Wiener in diesem schwarz-gelben Postomnibus ins Burgenland und wieder zurück. Später, nach dem Zweiten Weltkrieg, diente er als Paketwagen. Und noch später hat man ihn zum fahrenden Postamt umgebaut. Bis Ende der 70er-Jahre konnten Kunden darin telefonieren, Briefe und Pakete aufgeben und sogar Telegramme verschicken.

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