Mercedes-Benz 2,5-l-Stromlinienrennwagen W 196 R.

  • Mythos 7: Mercedes-Benz 2,5-l-Stromlinienrennwagen W 196 R

  • Mercedes-Benz 2,5-l-Stromlinienrennwagen W 196 R.

    Mit dem W 196 R Stromlinienwagen kehrt Mercedes-Benz in den Grand-Prix-Sport zurück. Beim ersten Rennen der neuen Formel-1-Wagen am 4. Juli 1954 in Reims landen Juan Manuel Fangio und Karl Kling einen Doppelsieg. Fangio beendet die Saison als Weltmeister. Mit der verbesserten Version des Stromlinienwagens gewinnt er 1955 den Großen Preis von Italien und ist am Ende der Saison erneut Weltmeister.

    • Zylinder 8
    • Hubraum 2497 cm³
    • Leistung 290 PS (213 kW)
    • bei Drehzahl 8500/min
    • Höchstgeschwindigkeit 305 km/h

    Nach 15 Jahren kehren die Silberpfeile zurück.

    Am 4. Juli 1954 ist es soweit: Nach 15 Jahren kehren die Silberpfeile auf die Grand-Prix-Piste zurück. Seinen Einstand feiert der neue Mercedes-Benz Formel-1-Rennwagen beim Großen Preis von Frankreich. Auf der schnellen, kurvenarmen Strecke gewinnen Juan Manuel Fangio und Karl Kling gegen die favorisierten Ferrari. Der W 196 R knüpft damit nahtlos an die Erfolge der 30er-Jahre an. Der nach der neuen 2,5-Liter-Formel konstruierte Silberpfeil gewinnt 1954 fünf von sieben Rennen. Fangio wird mit großem Vorsprung Formel-1-Weltmeister. Für die folgende Saison wird der Wagen überarbeitet: Der Motor erhält gerade, verkürzte Ansaugrohre; die Leistung wird von 256 auf 290 PS gesteigert. Die meisten Rennen der Saison 1955 bestreitet die Ausführung mit unverkleideten Rädern. Die ausgestellte Stromlinienversion kommt beim letzten Formel-1-Rennen der Saison, dem Großen Preis von Italien in Monza zum Einsatz. Juan Manuel Fangio fährt darin überlegen zum Sieg. Mit fünf Siegen bei sechs Starts, darunter vier Doppelsiegen, schließt Mercedes-Benz die Formel-1-Saison erfolgreich ab. Fangio wird erneut Weltmeister.

    Reims, 2. Juli 1954. Noch 48 Stunden bis zum Großen Preis von Frankreich. Mercedes-Benz will mit dem Formel-1-Rennwagen W 196 R zum ersten Grand Prix seit 15 Jahren starten. Doch nach dem Training herrscht im Mercedes-Rennstall große Aufregung. Wegen der feuchten Strecke verbrauchen die neuen Silberpfeile mehr Benzin als berechnet. Die 185 Liter-Tanks reichen nicht aus, um die 61 Runden über gut 500 Kilometer zu fahren. Ein Boxenstopp, um zu tanken, würde viel zu viel Zeit kosten. Zusatztanks müssen her! Hektisch wird nach Stuttgart telefoniert, wo sie bereitgestellt werden. Chefkonstrukteur Uhlenhaut persönlich setzt sich ans Steuer seines SL und braust von Reims nach Stuttgart, um die Zusatztanks zu holen. Am nächsten Tag fährt er mit der wertvollen Fracht an Bord zurück zum Rennen. Dort wird er sehnsüchtig erwartet, denn die Zeit zum Montieren der Tanks ist äußerst knapp. Noch kurz vor dem Start werden die letzten Schrauben angezogen. Uhlenhauts rasender Kurierdienst macht sich bezahlt: Ohne nachtanken zu müssen, fahren die Silberpfeile ein fantastisches Rennen. Juan Manuel Fangio und Karl Kling holen für Mercedes-Benz einen Doppelsieg.

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