Mercedes-Benz macht mit dem Citaro G das Busfahren in Straßburg salonfähig – hier vor dem Hauptbahnhof in Straßburg.

Kultur trifft Bus.

Mercedes-Benz macht mit dem Citaro G das Busfahren in Straßburg salonfähig.
  • Kultur trifft Bus.

  • Neue Wege.

    Auch wenn in Frankreich in der Vergangenheit vielerorts Straßenbahnen gebaut wurden, geht man in Straßburg neue Wege und definiert den zukunftsfähigen ÖPNV neu: Mit dem Mercedes-Benz Citaro G und BHNS – Bus á Haut Niveau de Service. Die europäische Variante der äußerst erfolgreichen Bus Rapid Transit-Systeme, die sich in Metropolen wie Istanbul oder Mexiko Stadt längst etabliert haben, wurde von der Compagnie de Transports de Strasbourg (CTS) nach dem Vorbild von Nantes weiterentwickelt und nun erfolgreich in der elsässischen Hauptstadt eingeführt. „Verlässlichkeit, Komfort und die Schnelligkeit der Personenbeförderung – das sind die Vorteile des Systems für den Kunden. Auch die Gemeinde profitiert davon. Denn sie kann diese Kundenvorteile zu einem im Verhältnis zum Fahrgastvolumen angemessenen Preis anbieten“, betont Jean-Philippe Lally, Geschäftsführer CTS, die besonderen Anforderungen für den französischen Markt.

     
    Der Mercedes-Benz Citaro G der neuen Linie G vorm Straßburger Hauptbahnhof.

    Gegen Vorurteile.

    Jean-Philippe Lally fährt zum Interview standesgemäß mit einem Bus der Linie G vor. Allerdings sieht der Citaro G, der auf der eigens angelegten Trasse vorfährt, auf den ersten Blick eher ungewöhnlich aus – verkleidete Räder und tief heruntergezogene Fenster. Der 18 Meter Bus ist ein stark individualisierter Citaro G. Die Entscheidung für den Bus von Mercedes-Benz wurde ganz bewusst getroffen – gemeinsam von der CTS, Fahrgastverbänden, Behindertenverbänden und nicht zuletzt den Fahrern der Verkehrsgesellschaft.

    Die neue, separate Trasse zum Geschäftsviertel Espace Européen de l’Entreprise für die mit Mercedes-Benz Citaro G Bussen befahrene Linie G ist einer der vielen Vorteile des BRT-Systems in Straßburg.

    „Ich fahre auch noch andere Linien, aber am liebsten die Linie G mit dem Citaro. Der ist einfach am komfortabelsten und das BHNS-System ist auch für uns Fahrer viel komfortabler“, sagt Patrick Klein und der fährt immerhin schon seit 25 Jahren für die CTS.

    Die Menschen mögen den Mercedes-Benz Citaro G und die neue Linie G, die auch Dank BHNS-System und separater Trassen Pünktlichkeit und Komfort versprechen - am Steuer Patrick Klein,seit 25 Jahren Busfahrer bei CTS.

    Überzeugend!

    Viel wichtiger sei aber noch, berichtet der 54-Jährige: „Die Menschen mögen den Citaro! Das Design ist viel schöner, man hat mehr Platz, er ist komfortabel und sehr leise. Und ganz wichtig: Die Busse auf der Linie G sind pünktlich, wegen der Extraspuren und Ampelregelungen.“

    Denn von den 5,2 Kilometern Strecke der Linie G verlaufen 80 Prozent auf separaten Spuren. Für die acht Citaro, die gleichzeitig unterwegs sind, ein enormer Vorteil. 250 Fahrten mit einer Taktung zwischen sechs und 30 Minuten und 9000 Fahrgästen am Tag können so realisiert werden.

    Tradition trifft Moderne.

    Und das alles im Einklang mit dem traditionellen Flair der europäischen Kulturmetropole Straßburg. Für die CTS war deshalb besonders wichtig, dass sich die Busse mit ihrem Erscheinungsbild harmonisch in ein Stadtbild integrieren, das immer wieder den Spagat zwischen Tradition und Moderne, Technologie und Ökologie schafft. So z.B. wird jede neue Linie in Straßburg von einem anderen Künstler geprägt. Für die Linie G und den Citaro G ist das der niederländische Maler und Architekt Theo van Doesburg.

    Camille Janton, Vertriebsleiterin CTS, bei einem Rundgang durch die Aubette, die ehemalige Hauptwache der Straßburger Garde du Corps.

    „Teile des Designs im Inneren der Aubette dienten als Vorbild sowohl für Gestaltung des Interieurs als auch für das äußere Erscheinungsbild der Busse“, erklärt Camille Janton, Vertriebsleiterin CTS, bei einem Rundgang durch die ehemalige Hauptwache der Straßburger Garde du Corps. Und in der Tat, die geometrisch-abstrakte, puristische, aber farbenfrohe Handschrift des De Stijl-Künstlers van Doesburg findet sich in den Bussen wieder - an den Decken und Seitenwänden bringt das Design aus der Aubette einen Hauch Straßburg in die Busse.

     
    Die direkte Verbindung zum Geschäftsviertel Espace Européen de l’Entreprise mit der Linie G und dem Mercedes-Benz Citaro G ist einer der vielen Vorteile des BRT-Systems in Straßburg.

    Verbindung schaffen.

    Auf diese Weise schaffen die Linie G und ihr Zugpferd, der Citaro G, eine Verbindung gleich in doppelter Hinsicht – das Design aus dem Herzen der Stadt verbindet zum einen die Straßburger mit ihrer Heimat und zum anderen das Zentrum mit dem neuen Geschäftsviertel Espace Européen de l’Entreprise. „Der Bus erlaubt es uns, direkt zu unseren Firmen zu gelangen. Diese kürzest mögliche Verbindung zu haben, ist eine wichtige Grundlage. Eine effiziente und schnelle Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr kommt dem gesamten Viertel zugute, die BRT-Linie steigert also dessen Attraktivität und Leistungsfähigkeit“, hebt Vincent Tripanel, Vertreter der Industrie und Handelskammer Straßburg die wirtschaftliche Bedeutung der Linie G hervor. Dass das intermodale Konzept eine günstig Anbindung an den Regional- und Fernverkehr, einen Park & Ride Parkplatz sowie eine Bike- und Car-Sharing-Anbindung bietet, macht das neue System umso attraktiver.

     
    Das Europaparlament in Straßburgs EU-Viertel – Schaltzentrale der Zukunft Europas. Die Zukunft der urbanen Mobilität – Mercedes-Benz Citaro G und BRT in Europa.

    Urbane Mobilität.

    BRT- bzw. BHNS-Systeme gibt es in Frankreich bereits in 10 Städten und seit über 10 Jahren. Entscheidend in Straßburg: ein durchdachtes Verkehrskonzept mit Vorrang für den Bus, in Verbindung mit der hervorragenden Qualität der Mercedes-Benz Omnibusse, die insbesondere von den Straßburgern auch als solche gewertschätzt wird.

    Und so lenken die Fahrer der CTS mit dem Citaro G ein Stück Zukunft der urbanen Mobilität auf den Straßen der Kulturmetropole, während in deren EU-Viertel, idyllisch am Ufer der Ill gelegen, im Europaparlament die Geschicke eines ganzen Kontinentes gesteuert werden.

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