Ride & Drive. Der CapaCity L auf Probefahrt.

Rudolf Wellhöfer und der Gigant von Mercedes-Benz in der Quadratestadt Mannheim.
  • Ride & Drive. Der CapaCity L auf Probefahrt.

  • Haltestelle: Probefahrt.

    Eine gewöhnliche Probefahrt sieht anders aus, aber solch einen Testfahrer wie Rudolf Wellhöfer begrüßt Vertriebsleiter Ulrich Piotrowski auch nicht jeden Tag im ONC Mannheim – dem Omnibus Neuwagen Center von Mercedes-Benz am Stammwerk in Mannheim. Denn bevor der fränkische Omnibusunternehmer das Steuer seines Mercedes-Benz SLS AMG gegen das Lenkrad des CapaCity L tauscht, steht zunächst ein kleiner Blick ins Innerste von Mercedes-Benz Omnibusse – dem Werk, in dem viele der Busse mit dem Stern entstehen – auf dem Programm.

    Mit Wunschtermin.

    Anderthalb Stunden, vier Kilometer und viele interessante Einblicke später – nach der Werksführung ist vor der Probefahrt. Und für die ist Rudolf Wellhöfer schließlich aus dem fränkischen Sachsen, bei Ansbach, nach Mannheim gekommen. Nach einem Termin in Köln nutzt der Omnibusunternehmer in zweiter Generation das Probefahrtprogramm Ride & Drive, um den neuen CapaCity L eigenhändig auf Herz und Nieren zu testen. „Das ONC ist super. Dass der Fahrer jetzt mit Wunschtermin zum Fahrzeug kommen kann, ist für uns ideal und viel besser als früher, als die Fahrzeuge noch bei uns vorgeführt wurden. Die Terminfindung war wirklich optimal.“ Rudolf Wellhöfer ist überzeugt vom Ride & Drive Konzept.

    Benzin im Blut.

    Und von der Strecke, die Mercedes-Benz rund um das ONC ausgewählt hat. „Du siehst hier, wie sich der Bus auf schmalen Strecken im engen Stadtverkehr und sogar mit Seitenwind auf Autobahnpassagen verhält.“ Dass der Chef noch selbst fährt, ist im Übrigen längst keine Selbstverständlichkeit mehr, aber Rudolf Wellhöfer ist noch ein Omnibusunternehmer vom alten Schlag.

    Einer mit Benzin im Blut, der sein Unternehmen mit Leidenschaft führt. Einer, der so viel technischen Sachverstand mitbringt, dass er ganz nebenbei noch erklärt, mit welchen kleinen Tricks man die Busse von Mercedes-Benz unschlagbar sparsam fährt.

    Der Routinier.

    Entsprechend routiniert dirigiert Rudolf Wellhöfer das Fahrzeug dann auch durch den dichten Verkehr. So souverän, dass ihm sogar genug Zeit bleibt, nebenbei noch Anekdoten aus seiner langen Erfahrung als Unternehmer und sogar seiner Zeit bei der Bundeswehr zum Besten zu geben – immerhin ist er dort seinerzeit sogar schon mit einem Leopard-Panzer durch Kanada gefahren. Schweres Gerät und unbekanntes Terrain sind für den 59-jährigen also eher Herausforderung als Hemmnis.

    Und genau so bewegt der passionierte Motorsportler den neuen CapaCity L auch durch Mannheim, eine Stadt, deren Eigenheiten er nicht kennt – deren dichter Berufsverkehr aber nicht minder fordernd ist.

    Koloss auf Tour.

    „Eins steht fest, in einigen Kurven muss man einfach weiter ausholen“, stellt Rudolf Wellhöfer fest. Trotz der elektro-hydraulisch gelenkten vierten Nachlaufachse ist das für einen Koloss wie den 21 Meter langen CapaCity L aber völlig normal – erst recht in engen Innenstädten mit vielen Fahrspuren, Bordsteinen, parkenden Autos und Fußgängern. Und für Verkehrsbetriebe sind Kapazität und Handling des Giganten aus Mannheim unschlagbare Argumente. Nicht umsonst hat Mercedes-Benz bereits vom Vorgänger CapaCity 348 Einheiten ausgeliefert, erzählt Michael Reis, der die Fahrt als Instruktor begleitet, nicht ganz ohne Stolz.

    Der verlängerte Blick.

    „Also fahren kann er“, bemerkt ein erstaunter Ulrich Piotrowski. „Aber der CapaCity L ist auch einfach so übersichtlich, dass man selbst bei der ersten Probefahrt keine Angst haben muss, irgendwo anzuecken“, kommentiert Ulrich Piotrowski die selbstbewusste Fahrt von Rudolf Wellhöfer. Der zirkelt den Giganten bei seiner Ankunft im ONC sogar wieder rückwärts in die Parklücke. „Rein theoretisch ein Kinderspiel“, kommentiert er mit Blick in die Monitore. Die zeigen beim CapaCity L die Bilder aus insgesamt fünf Kameras und sind damit der verlängerte Blick für den Fahrer.

    Zentimetergenau.

    Trotzdem ist der Fahrer in jedem Moment gefordert. Ein Blick in einen der digitalen Spiegel zeigt, der CapaCity L schlängelt sich zwar mehr als souverän an parkenden Fahrzeugen, Bordsteinkanten, Leitplanken und anderen Fahrzeugen vorbei, aber auch ebenso knapp.

    Bei 21 Meter Fahrzeuglänge zählt eben jeder Zentimeter! „Unter uns, die Kameras sind eine unbedingte Hilfe. Absolut sinnvoll!“, bestätigt Rudolf Wellhöfer.

    Besser geht’s nicht.

    Solche Einblicke bekommt man aus keiner noch so schönen Broschüre, da geht Probieren über Studieren. Und so steht am Ende des Tages für Rudolf Wellhöfer fest: „Ich weiß nicht, was man da noch besser machen sollte. Das war ein richtig gelungener Tag!“

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