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  • „20 Jahre Actros“ – Limitiertes Sondermodell zum Jubiläum.
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    „20 Jahre Actros“ – Limitiertes Sondermodell zum Jubiläum.

    20 Jahre nach der ersten Vorstellung des Actros hat Mercedes-Benz ein Sondermodell herausgebracht, von dem es nur 200 Stück gibt.

    Fotos: Michael Neuhaus

Heißes Eisen.

Eines der 200 Sondermodelle hat sich Detlef Juracks Firma Dirostahl aus Remscheid gesichert. „Der beste Lkw, in dem ich je saß!“, sagt Detlef. Die Abholung aus dem Werk hat er sich nicht entgehen lassen. Zusammen mit seinem Bruder und seinem Sohn ist der 59-Jährige nach Wörth gereist. „Die beiden waren am Schmunzeln, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Der Lkw stand hinter einer Scheibe. Vor der bin ich aufgeregt wie ein Knirps hin und her gelaufen“, erzählt Detlef.

Feuer und Metall.

Seit Generationen fertigt Dirostahl hochwertige Schmiedestücke. Die Firma ist zu einem führenden Familienunternehmen im Bereich Freiformschmieden und Ringwalzen gewachsen. Die fast 500 Mitarbeiter produzieren mithilfe modernster Technik bis zu 15 Meter lange Schmiedestücke und nahtlos gewalzte Ringe bis 3,50 Meter Durchmesser. Bis zu 35 Tonnen können die größten Wellen und Stäbe schon mal wiegen. In der Schmiede sticht der Geruch von Feuer und Metall in die Nase.


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1.200 Grad Celsius.

Am Rand der Halle liegen meterlange Rohteile. Der Stahl glüht nicht mehr, aber auch in einigen Metern Entfernung spürt man, dass sie noch heiß genug sind, um sich ohne Weiteres schwer an ihnen zu verbrennen: Beim Schmieden wird der Stahl auf bis zu 1.200 Grad Celsius erhitzt. So richtig zur Sache geht es in der Mitte der Halle. Hier arbeiten die Männer von Dirostahl gerade mit einem 12-Tonnen-Block aus gelb-orange glühendem Stahl.


Aus ihm entstehen in der hydraulischen Schmiedepresse vier Flanschwellen. Immer wieder sprühen glühende Teile aus dem gewaltigen Block durch die Luft. Die Männer nutzen jede Möglichkeit, um sich ein paar Meter zu entfernen und etwas Abstand zur Hitze zu gewinnen.


Flaggschiff.

Detlefs „20 Jahre Actros“-Edition ist einer von derzeit 15 Lkw, die für Dirostahl im Nah- und Fernverkehr unterwegs sind – und Detlefs zweiter Actros: „Vor Jahren habe ich einen Actros der zweiten Generation gefahren. Mit dem hatte ich in neun Jahren und über 900.000 Kilometern eigentlich nie Probleme.“ Seine Hand tastet nach dem Schalter für die Dachlukenbeleuchtung – auch ein Extra dieses Trucks. Die 138 LEDs, die das GigaSpace-Fahrerhaus des Actros blau ausleuchten, verlöschen, es ist draußen hell geworden. Er blickt in den Rückspiegel und tippt mit dem Fuß das Gaspedal an. Der Actros 1853 rollt vom Hof. Das Sondermodell ist ein Hingucker.

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